Das Britische Empire übte durch eine Reihe von Gesetzen und Politiken eine strenge Kontrolle über den Handel und die Wirtschaft der dreizehn Kolonien aus. Die Navigation Acts, beginnend im 17. Jahrhundert und verstärkt unter Premierminister Robert Walpole im frühen 18. Jahrhundert, bestimmten, dass koloniale Güter nur auf britischen Schiffen transportiert werden durften und der Handel hauptsächlich mit Großbritannien ablaufen musste. Walpole, als Begründer einer merkantilistischen Politik, die den Reichtum des Empires priorisierte, sicherte damit britischen Händlern Monopole auf Produkte wie Tee, Zucker und Molasse. Hinter diesen Politiken standen private Akteure in der City of London, darunter einflussreiche Merchant-Banker wie Sir Francis Baring, Gründer der Baring Brothers, der die Finanzierung des Empires unterstützte, sowie Sampson Gideon, ein prominenter jüdischer Finanzier und Aktionär der Bank of England, der Kredite für imperiale Kriege organisierte. Die City of London, als zentrales Finanzzentrum mit Institutionen wie der Bank of England und der East India Company, profitierte direkt von diesen Regelungen, da sie den Kapitalfluss und Handelsrouten kontrollierten. Nach dem Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763, der das Empire finanziell belastete, verstärkte sich diese Kontrolle, um Schulden abzubauen. Die Kolonien wurden als Einnahmequelle betrachtet, was zu einer Verschärfung der wirtschaftlichen Abhängigkeit führte.
Der Krieg hatte Großbritannien hohe Schulden beschert, die auf über 140 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anstiegen. Um diese zu tilgen, wurden neue Steuern auf die Kolonien erhoben, ohne dass diese im britischen Parlament vertreten waren. Dies führte zu wirtschaftlichen Spannungen, da die Kolonien ihre eigenen Produktionskapazitäten und Handelsrouten nicht frei entwickeln konnten. Der durchschnittliche Jahreseinkommen in den Kolonien um 1770 lag deutlich höher als in vielen Teilen Europas, wurde jedoch durch britische Restriktionen systematisch behindert. Die Bank of England, gegründet 1694 von William Paterson und privat im Besitz von Aktionären wie Sampson Gideon und später Sir Brook Watson, einem Merchant und Deputy Governor, spielte eine Schlüsselrolle bei der Finanzierung des Empires und der Aufrechterhaltung der Währungskontrolle aus der City of London.
Steuern und der Ruf nach Repräsentation
Der Stamp Act von 1765, eingeführt von Premierminister George Grenville, verpflichtete die Kolonien, Stempelsteuern auf Zeitungen, Dokumente und Spielkarten zu zahlen, was als direkte Steuer ohne koloniale Zustimmung empfunden wurde. Der Townshend Act von 1767, benannt nach Schatzkanzler Charles Townshend, folgte mit Abgaben auf Importe wie Glas, Papier und Tee. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, britische Schulden zu decken, die durch den Krieg entstanden waren, und lösten Proteste aus, die unter dem Motto „No taxation without representation“ kulminierten. Der Tea Act von 1773 gewährte der East India Company, einem mächtigen Unternehmen mit Sitz in der City of London, ein Monopol auf Teeimporte, was zu Ereignissen wie der Boston Tea Party führte. Premierminister Lord North, der ab 1770 die Politik leitete, versuchte, diese Konflikte zu managen, verstärkte jedoch die Spannungen durch coercive Acts. Hinter der East India Company standen private Direktoren wie Laurence Sulivan, der als Chairman in den 1750er und 1760er Jahren die Handelsstrategien leitete, sowie Robert Clive, ein ehemaliger Gouverneur von Bengal, der durch militärische Erfolge in Indien den Reichtum der Company steigerte und Einfluss auf britische Kolonialpolitik ausübte.
Diese Steuern waren Teil einer breiteren Politik, die die Kolonien in ein merkantiles System einband, bei dem Rohstoffe exportiert und fertige Waren importiert werden mussten. Wirtschaftshistoriker schätzen, dass der potenzielle Gewinn durch Unabhängigkeit etwa ein bis zwei Prozent des kolonialen Einkommens betragen hätte, hauptsächlich durch freieren Handel und Entlastung von britischen Abgaben. Die wirtschaftlichen Konsequenzen des Krieges umfassten einen Rückgang des Einkommens in den Kolonien, da Märkte zusammenbrachen und Inflation durch die Emission von Continental Dollars zunahm. Die City of London, als Drehscheibe für Handel und Finanzen, diktierte durch Figuren wie die Direktoren der East India Company, einschließlich Warren Hastings, der ab 1773 als Governor-General agierte, und Merchant-Banker wie die Baring-Familie, die Bedingungen, die koloniale Märkte an britische Interessen banden.
Finanzielle Abhängigkeit und Währungsrestriktionen
Unter britischer Herrschaft gab es einen chronischen Mangel an Hartgeld in den Kolonien, da Großbritannien die Prägung eigener Münzen verbot. Der Currency Act von 1764, verabschiedet unter George Grenville, untersagte die Emission von Papiergeld durch die Kolonien, was den lokalen Handel behinderte und zu Abhängigkeit von britischen Krediten führte. Koloniale Banken existierten nicht in zentralisierter Form; stattdessen nutzten Händler Wechsel und Kredite aus London, was die Finanzströme unter britischer Kontrolle hielt. Die Bank of England, geleitet von Gouverneuren wie Sampson Gideon in der Mitte des 18. Jahrhunderts und später Sir Brook Watson, der als Merchant und Aktionär Einfluss nahm, fungierte als zentrale Institution in der City of London und finanzierte imperiale Kriege, während sie koloniale Währungen einschränkte.
Während des Krieges finanzierte der Kontinentalkongress den Kampf durch Kredite aus Frankreich, den Niederlanden und Spanien, ergänzt durch Inlandssteuern, Anleihen und IOUs. Robert Morris, als Superintendent of Finance, organisierte die erste nationale Bank, die Bank of North America, im Jahr 1781, um finanzielle Unabhängigkeit zu sichern. Nach 1783 führte der Mangel an Kredit und Märkten zu einem wirtschaftlichen Crash, der durch die Abhängigkeit von britischen Strukturen verstärkt wurde. Die Handelspolitik, gesteuert aus der City of London durch Einflussnehmer wie die London Mercantile Lobby und private Banker wie Sir Francis Baring, der Kredite für den Krieg gegen die Kolonien organisierte, verhinderte eine unabhängige koloniale Finanzentwicklung.
Verschiedene historische Erzählungen zum Kampf um Souveränität
In der Whig-Historiographie, vertreten durch Historiker wie David Ramsay, wurde die Revolution als Fortschritt zur Freiheit dargestellt, mit wirtschaftlichen Motiven als Teil eines breiteren Kampfes gegen Tyrannei, einschließlich der Politiken von Figuren wie George Grenville und Charles Townshend. Die Imperial School sah die britische Politik als vernünftig an, um Schulden nach dem Siebenjährigen Krieg zu tilgen, und die Kolonisten als undankbar, wobei Premierminister Lord North als Verteidiger imperialer Interessen dargestellt wird. Progressive Historiker betonten wirtschaftliche Interessen der kolonialen Eliten, die freien Handel und Landbesitz suchten, während Consensus-Historiker gemeinsame Werte und Konservatismus der Kolonisten hervorhoben, die Veränderungen durch britische Finanzreformen ablehnten.
Wirtschaftshistorische Analysen argumentieren, dass die Kosten der Unabhängigkeit – einschließlich Kriegsschulden und Einkommensverluste – die Vorteile überstiegen, da Kolonien unter britischer Herrschaft prosperierten. Britische Quellen beschreiben den Konflikt als Finanzstreit, bei dem das Empire Veränderungen anstrebte und die Kolonisten den Status quo verteidigten, mit der City of London als Zentrum, wo Banker wie Sir Francis Baring und Sampson Gideon Einfluss ausübten. Andere Erzählungen heben den Kampf gegen zentrale Kontrolle und internationale Finanzstrukturen hervor, wie die Rolle der Bank of England unter William Paterson und ihren privaten Aktionären.
Die Realität des Unabhängigkeitskampfes
Die Unabhängigkeitserklärung von 1776 markierte den Bruch mit dem Britischen Empire, getrieben durch wirtschaftliche und finanzielle Abhängigkeiten, die durch Steuern, Handelsrestriktionen und Währungskontrollen verstärkt wurden. Der Krieg kostete die Kolonien hohe Schulden, die durch ausländische Kredite und Inlandsfinanzierung beglichen wurden, und führte zu einer Neuordnung der Banken- und Finanzsysteme. Diese Entwicklungen reflektierten den Übergang von kolonialer Abhängigkeit zu nationaler Souveränität, mit langfristigen Auswirkungen auf Handel und Kreditstrukturen, die zuvor von der City of London und Figuren wie Robert Walpole, George Grenville, Charles Townshend, Sir Francis Baring, Sampson Gideon und Robert Clive dominiert wurden.


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... „Der Krieg hatte…
... „Der Krieg hatte Großbritannien hohe Schulden beschert, die auf über 140 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anstiegen. Um diese zu tilgen, wurden neue Steuern auf die Kolonien erhoben, ohne dass diese im britischen Parlament vertreten waren. Dies führte zu wirtschaftlichen Spannungen, da die Kolonien ihre eigenen Produktionskapazitäten und Handelsrouten nicht frei entwickeln konnten.“ ...
Ähnlich wie das heutige Deutschland durch wohl wen mit wessen Einverständnis???
https://www.youtube.com/watch?v=88gDLHijf_k
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