Standort Grünheide: Tesla kündigt Expansion an

Ausbau der Tesla Fabrik zum Schlüsselstandort: Tausende neue Jobs sollen entstehen

Der Elektroautobauer Tesla bereitet am Standort Grünheide bei Berlin einen deutlichen Produktionsanstieg vor. Der Konzern plant, die Fertigung spürbar zu erhöhen, eigene Batteriezellen vor Ort herzustellen und den Standort damit zu einem vollintegrierten Produktionszentrum auszubauen.

Standort Grünheide: Tesla kündigt Expansion an


Mit diesen Schritten sollen mehrere tausend neue Arbeitsplätze entstehen.

Tesla treibt die vertikale Integration voran  

Am Werk in Grünheide soll künftig ein möglichst großer Teil der Wertschöpfungskette an einem Ort ablaufen. Von der Herstellung der Batteriezellen bis zum fertigen Fahrzeug will Tesla die Produktionsschritte enger verzahnen. Dadurch entsteht ein hochintegriertes Standortmodell, das nicht nur Montage, sondern auch die Herstellung zentraler Komponenten umfasst. Dieser Schritt soll die Abhängigkeit von externen Zulieferern verringern und die Flexibilität im europäischen Markt erhöhen.

Größere Stückzahlen und neue Märkte in Sicht  

Für das Jahr 2026 rechnet Tesla mit einer deutlich höheren Produktionsmenge als im Vorjahr. Die wöchentliche Ausbringung soll auf bis zu 7500 Fahrzeuge steigen – das entspricht einer Jahreskapazität von rund 375.000 Autos. Parallel dazu soll die Auslastung der bestehenden Anlagen weiter erhöht werden. Das Werk beliefert bereits heute mehr als 30 internationale Märkte; weitere Absatzregionen sollen erschlossen werden.

Tausende neue Arbeitsplätze für die Region  

Insgesamt sind etwa 3500 zusätzliche Stellen geplant. Derzeit arbeiten rund 11.000 Menschen am Standort, der seit 2022 in Betrieb ist. Die geplante Expansion soll nicht nur die Produktion, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung in Brandenburg und der umliegenden Region stärken. Neue Jobs entstehen vor allem in den Bereichen Zellfertigung und erweiterter Fahrzeugproduktion.

Ein gemischtes Jahr 2025 liegt hinter dem Standort  

Das vergangene Geschäftsjahr verlief uneinheitlich. Während der Jahresüberschuss auf 77,1 Millionen Euro stieg, sank der Umsatz von 7,7 auf 7,1 Milliarden Euro. Die Produktion ging leicht auf rund 202.000 Fahrzeuge zurück, die Kapazitätsauslastung lag bei 54 Prozent. Als Gründe nennt Tesla vor allem Modellwechsel und die Einführung neuer Varianten.

Trotz globaler Unsicherheiten: Der Expansionskurs bleibt  

Geopolitische Spannungen, mögliche Störungen in den Lieferketten und der wachsende Wettbewerb im Automobilsektor werden als Risikofaktoren gesehen. Hinzu kommen strukturelle Herausforderungen bei der Batteriezellproduktion in Europa im Vergleich zu den USA und China. Dennoch hält Tesla am Ausbau in Grünheide fest, um langfristig wettbewerbsfähiger und unabhängiger zu werden.

Sven von Storch

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Kommentare

Wahrheitsfinder

21.07.2026 | 09:57

Was ich dabei sehr bedenklich finde, ist der Umweltpreis den nun diese Batterieherstellung da fordert.

Viiiiiel Wasser ! 🤢

Tja irgendwas is imma.

Müssen die in Berlin aus Bayern, aus den Alpen, bald Wasserabgabeleitungen in den Raum Berlin bekommen (Solidaritätsabgabe Wasser) !?!?

"Standort Grünheide: Tesla kündigt Expansion an"

Völlig unverständlich, wo doch nur noch dumme Menschen diese unausgegorenen, im wahrsten Sinne BRAND-gefährlichen E-Autos kaufen!

Ich weiß nicht, was sich Musk dabei denkt oder verspricht?! Noch dazu, da die Welt von wesentlich billigeren chinesischen E-Autos überschwemmt wird. Dass in Grünheide dadurch außerdem die herrliche Natur noch intensiver zerstört und das Wasser der Seen noch mehr abgetragen wird, DAS scheint weder Musk noch sonst jemanden zu interessieren. Für Profit darf und muss gerne alles andere leiden! Dabei bildet auch Musk keine Ausnahme. Und unsere ReGIERenden sowieso nicht.

Ekkehardt Fritz Beyer

21.07.2026 | 13:01

... „Der Konzern plant, die Fertigung spürbar zu erhöhen, eigene Batteriezellen vor Ort herzustellen und den Standort damit zu einem vollintegrierten Produktionszentrum auszubauen.“ ...

Abgrundtief demokratisch, weil bei einem offiziellen Bürgervotum der Gemeinde Grünheide im Februar 2024 eine deutliche Mehrheit von rund 3.500 Einwohnern gegen die ursprünglichen Erweiterungspläne von Tesla stimmte, während nur etwa 1.900 dafür waren???https://www.google.com/search?q=die+bev%C3%B6lkerung+der+region+um+gr%C3%BCnheide+lehnt+tesla+ab&sca_esv=9d5980b468b581ce&source=hp&ei=akRfapXJDuzlxc8PtPyBwQU&iflsig=ABILxe8AAAAAal9Sem1mmcthy1az5LdVF…  

 

Else Schrammen

21.07.2026 | 18:36

Junge, Junge, da kommt aber eine Menge Arbeit auf die Antifa und ihre Vulkanier zu. Dann heißte es: Strommasten abfackeln im Akkord! Die Arbeitsplätze interessieren die Truppe ja weniger. À propos, Batterien. Sollte da nicht unter der Federführung des genialsten Wirtschaftsministers aller Zeiten bei Heide in Holstein mit Northvolt DIE Batterieherstellung erfolgen? Pleite nach Milliarden und dem 1. Spatenstich. Und Tesla macht das so nebenher, alles unter einem Dach. Bezeichnend!

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