In Potsdam gab Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bekannt, dass das Bündnis aufgelöst wird. Der Auslöser waren Austritte mehrerer Abgeordneter aus Partei und Fraktion beim BSW, gekrönt vom jüngsten Weggang des amtierenden Vize-Ministerpräsidenten, Finanzminister Robert Crumbach. Anhaltende Streitigkeiten innerhalb der Wagenknecht-Partei waren zuletzt nicht mehr unter Kontrolle zu bringen.
Woidke erklärte, dass der Zusammenbruch der Fraktion die Grundlage für eine gemeinsame Arbeit in einer Koalition zerstört habe, da keine stabile demokratische Mehrheit mehr bestehe. Damit sei auch der Koalitionsvertrag hinfällig geworden. Vorübergehend wird nun eine Minderheitsregierung die Arbeit fortsetzen. Woidke plant Verhandlungen mit der CDU, um Stabilität und Sicherheit in der Region zu gewährleisten. Übersetzt: Woidke will auf Biegen und Brechen weiterregieren. Den Brandenburger Bürgern, die sich in der letzten Landtagswahl 2024 zu knapp einem Drittel für die AfD ausgesprochen hatten, wird ein neuerliches Votum verwehrt.
Eine Koalition im Schatten der AfD: Von der Notlösung zur anhaltenden Unsicherheit
Die Koalition aus SPD und BSW stand von Beginn an unter keinem guten Stern, gezeichnet von hoffnungsloser Instabilität. Ministerpräsident Dietmar Woidke hatte sie aus purer Notlage heraus geformt, um eine AfD-Regierung abzuwenden. Bei der Landtagswahl 2024 lag die AfD nur knapp hinter der SPD, die seit der Wende kontinuierlich in Brandenburg an der Macht ist. Statt einer soliden Basis entstand ein improvisiertes Bündnis, das nun unter internen Spannungen endgültigen zerbrochen ist.
SPD und BSW kontrollierten mit 46 von 88 Sitzen einen äußerst fragilen Stimmenanteil im Landtag mit nur einer Stimme über der absoluten Mehrheit. Diese Stabilität war von Beginn der Regierungsarbeit an hochgradig gefährdet: Mehrere BSW-Abgeordnete haben bereits nach wenigen Monaten die Partei oder Fraktion verlassen oder zögerten, ihre Loyalität zur Koalition zu bekräftigen.
Die bröckelnde Anti-AfD-Front: Taktische Allianzen scheitern am Wählerwillen
Brandenburg illustriert eindrucksvoll, warum die Strategie der etablierten Parteien, eine undurchdringliche Brandmauer gegen die AfD zu bauen und den mehrheitlichen Bevölkerungswunsch nach AfD-Beteiligung durch eilige Koalitionen zu einer nationalen Front zu torpedieren, letztlich scheitert. Solche Konstrukte halten nicht lange und zerfallen rasch unter dem Druck der rasch aufholenden Alternative.
Das wahre Gesicht des BSW: Ein Hort von Karriereristen, die den Laden verlassen, wenn es ungemütlich wird
Der Fall Crumbach enthüllt, dass das BSW nie eine echte oppositionelle Alternative zur AfD war, sondern ein loses Machtnetzwerk aus Karrieristen, die bei sinkenden Erfolgschancen schnell den Parteiwechsel suchen. Crumbach, Brandenburgs Vize-Ministerpräsident und Finanzminister, hat seinen Austritt aus dem BSW und der Fraktion verkündet und die SPD um Aufnahme gebeten, bei der er sich wahrscheinlich mehr Chancen für seine Karriere ausrechnet.
"Das ist nicht mehr meine Partei", erklärte er, da die internen Differenzen unlösbar geworden seien. Monatelange Konflikte um Kurs, Ausrichtung und Identität hätten keine Lösung gefunden, und der Wechsel sei essenziell, um Brandenburg weiteren Schaden zu ersparen.
Neuwahlen oder einfach Weiterregieren?
So oder so: Die politische Landschaft in Brandenburg ist auf dem Kopf gestellt. Die Brandenburger AfD rangiert mit 35 Prozent Zustimmung derzeit auf dem höchsten Wert ihrer Parteigeschichte. Weit abgeschlagen liegt die regierende SPD mit 22 Prozent, die CDU landet bei 14 Prozent, BSW bei mageren 7 Prozent. 47 Prozent der Brandenburger sprechen sich laut Umfragen für Neuwahlen aus. Der Wert dürfte angesichts der jüngsten Ereignisse noch einmal kräftig steigen.
Egal, wie die SPD in Brandenburg weitermacht: Sie ist auf ganzer Linie gescheitert und am Ende.


Kommentare
Brandenburg
Lasst fahren alle Hoffnung auf Neuwahlen dahin! So lange die AfD in Umfragen fast gleichauf mit einem Bündnis zwischen SPD und CDU liegt, gibt es keine Neuwahlen. Die roten und schwarzen Spezis sind doch nicht so blöd, ihre Posten und Pöstchen und gut fließender Einnahmen auf's Spiel zu setzen. Denn vernünftig denken und handeln können die auf jedem Gebiet - nur nicht in der Politik (wenn's um das Volk geht)!
Der BSW ist eine…
Der BSW ist eine Mehrheitsbeschaffungspartei für die CDU und SPD. Die nützlichen Idioten wählen den BSW !
Zustimmung
Aus meiner Sicht ging es bei der Gründung des bsw ausschließlich darum, Mehrheiten gegen die afd zu schaffen. Da war ja kein anderes Programm oder Profil erkennbar. Man hat das schöne Gesicht von Sarah gewählt und gewusst, meine Stimme hält die afd draußen. Solche Spielchen funktionieren nur eine begrenzte Zeit und der Wille der Wähler lässt sich auf Dauer nicht mehr krumm biegen.
Ich stelle einfach mal die…
Ich stelle einfach mal die Frage für den Fall, daß Neuwahlen stattfinden: Gibt es auch AfD-Kandidaten, die sowohl den Völkermord Netanjahus an den tatsächlich semitischen Palästinensern als auch den Raub- und Eroberungskrieg Trumps gegen Venezuela ablehnen oder wenigstens nicht ausdrücklich gutheißen und bejubeln und für an erster Stelle Deutschland und nicht Israel steht? Wenn, ja, lassen sie es uns bitte wissen!
AfD-Kandidaten
@Hans S. II
Nein, gibt es natürlich NICHT. Warum sollte man als vernünftiger AfD-Kandidat die Beseitigung von Islam-Terroristen, die mehr als 1200 unschuldige Israelis per hinterhältigem Terroranschlag ERMORDET haben und die Beseitigung eines Drogenkartell-Bosses ( Cartel de los Soles ) der bewirkt dass das amerikanische Volk mit Kokain vergiftet wird, "ablehnen"??? Geistig Verwirrte die solch gute Sachen ablehnen gibt es nur bei LINKS-ROT-GRÜN. Und DIE sind ja bald weg. SEHR GUT.
Brandenburgs…
Brandenburgs Regierungskoalition zerbrochen, Neuwahlen jetzt!
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Nie waren sich Rot/Schwarz jemals einiger : Es gibt keine Neuwahlen : PUNKT !!!
Rote Rathäuser & Parlamente müssen schließlich zusammenhalten ... wie ja auch in Köln :
https://www.ksta.de/koeln/hoehere-grundsteuer-koelner-cdu-kassiert-ihr-wahlversprechen-ein-1169121
Die politischen Witze unseres schwarzen BlackRock-Leit-Kultur-Kanzlers MERZ sollte der "Deutsche Michel" bitte nicht ernst nehmen : echte rot/schwarze Sozialisten halten immer zusammen !!!
https://taz.de/Merz-ruft-zum-Sturm-auf/!805840/
MP
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