Kreditwürdigkeit Deutschlands steht auf dem Spiel: AAA-Rating könnte fallen

Deutschland ist dabei, seine Top-Bonität zu verlieren

Die Sorgen in Berlin und in Fachkreisen nehmen spürbar zu. Immer mehr Stimmen warnen davor, dass die höchste Kreditwürdigkeit des Landes nicht mehr selbstverständlich ist. Hohe Schuldenlasten und ausbleibendes Wachstum könnten nach Informationen des Handelsblatts die Ratingagenturen dazu bewegen, das Triple-A-Siegel nach unten zu korrigieren. 

Kreditwürdigkeit Deutschlands steht auf dem Spiel: AAA-Rating könnte fallen


Ein hochrangiger Regierungsvertreter formulierte es so: Bleiben die Verbindlichkeiten auf dem jetzigen Niveau und springt die Konjunktur nicht an, stehe das Rating auf dem Prüfstand. Ein weiterer Insider ergänzte, der Druck werde nicht über Nacht kommen, könne sich aber in den kommenden Jahren deutlich erhöhen, falls der Kurs unverändert bleibe.

Ratingagenturen blicken inzwischen kritischer auf Berlin

Obwohl S&P Global, Moody’s und Fitch im Frühjahr die Spitzenbonität noch einmal bestätigt haben, hat sich das Bild gewandelt. Deutschland genießt längst nicht mehr denselben ungetrübten Ruf wie vor wenigen Jahren. Malgorzata Wegner, Länderanalystin bei Fitch, sieht den Druck auf das Rating deutlich gestiegen. Als zentrale Gründe nennt sie die wachsende Staatsverschuldung, das schwache mittelfristige Wachstum und die offene Frage, welcher politische Kurs nach dem Ende der laufenden Legislaturperiode eingeschlagen wird.

Ökonomen halten eine Herabstufung für realistisch

Auch unabhängige Fachleute schlagen Alarm. Moritz Krämer, der viele Jahre bei S&P Global Ratings gearbeitet hat, hält es für durchaus denkbar, dass eine der großen Agenturen in absehbarer Zeit einen negativen Ausblick veröffentlicht. Jörg Rocholl, Präsident der Wirtschaftshochschule ESMT, geht noch weiter: 

Schafft Deutschland kein nachhaltiges Wachstum, gerate das AAA-Rating mittelfristig in Gefahr. Thiess Büttner, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats beim Stabilitätsrat, warnt vor den Folgen einer ausbleibenden Reform der Schuldenbremse. Setze sich der Anstieg der gesamtstaatlichen Schuldenquote fort, sei eine Herabstufung letztlich unvermeidlich. Dieser Beitrag geht auf Informationen des Handelsblatts zurück.

Zinslast könnte dramatisch steigen

Eine interne Berechnung des Bundesfinanzministeriums zeigt, wie empfindlich die öffentlichen Haushalte inzwischen auf Zinsänderungen reagieren. Steigen die Zinsen um nur einen Prozentpunkt, würden sich die jährlichen Zinskosten Deutschlands mittelfristig um 17,3 Milliarden Euro erhöhen. Das unterstreicht, wie eng die Kreditwürdigkeit mit der fiskalischen Handlungsfähigkeit verknüpft ist. Bleibt der Reformdruck aus und die Wachstumsschwäche bestehen, könnte das AAA-Siegel schneller ins Wanken geraten, als manchem in Berlin lieb ist.

Sven von Storch

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Kommentare

Wir sind doch schon seit Jahr und Tag pleite und 2,X Billionen Schulden HÄTTEN wir gerne. In Wahrheit können wir uns über etwa 18 Billionen unterhalten. Wir leben schon lange auf Pump und von unserem guten Ruf - den wir gerade in jeder Hinsicht hingebungsvollst verspielen... .

Für diesen "manchem in Berlin" ist unser Rating sekundär! Wichtig ist, daß er brav und gehorsam an der Abschaffung des Landes mitwirkt und dadurch seine Pfründen sichert.

Wehe dem, der bei Immigration, Klimaschikanen, Rüstung, Energieimport oder Ukrainehilfe sparen will ...!

Else Schrammen

06.08.2026 | 16:39

Himmel noch eins, das braucht ihr nicht UNS zu erzählen. Bringt das erst mal dem sensiblen Finanzjongleur Lars bei. Und wenn ihr schon mal dabei seid, flüstert es auch gleich seinem stummen Diener, dem Fritze. Aber nur wenn ihr meint, dass es etwas bringt; ansonsten spart euch den Atem. Und wenn Deutschland bei ZZZ angelangt ist, haben die sich schon längst verkrümelt und lassen andere die Suppe ausköffeln!

An der Kapitalmarktunion wird fleissig im Auftrag des Kapitals gearbeitet. Ziel sind Euro-Bonds, d.h. Vergemeinschaftung der Schulden der EU-Länder.

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