Bürokratie außer Kontrolle: Jetzt bremst sie sogar grüne Energiewende aus

Investoren ziehen sich aus Offshore-Windparks in der Nordsee zurück

Die von Merz gepriesenen Offshore Windparks in der Nordsee könnten zum Flop werden. Grund ist die überbordende Bürokratie, zu viele Auflagen und schlechte Rahmenbedingungen für die Betreiber.

Bürokratie außer Kontrolle: Jetzt bremst sie sogar grüne Energiewende aus


Bundeskanzler Friedrich Merz hatte die Nordsee als „größtes Reservoir für saubere Energie weltweit“ bezeichnet und im Januar die Anrainerstaaten zum Nordsee-Gipfel nach Hamburg eingeladen. Nun droht ein zentrales Vorhaben dieser Strategie zum Fiasko zu werden. Ölkonzerne wie BP und Total Energies, die für Milliardenbeträge Flächen in der Nordsee ersteigert hatten, ziehen sich zurück. Die Projekte rechnen sich nicht mehr.

Bürokratie als Renditekiller 

Zwischen 2023 und 2025 flossen mehr als 16 Milliarden Euro von den Konzernen an den Bund für die Rechte an den Meeresflächen. Deutschland soll allein 4.600 Anlagen mit einer Leistung von 70 Gigawatt errichten – Teil eines europäischen Plans für bis zu 20.000 Windkraftanlagen in der Nordsee. Doch viele dieser Parks werden voraussichtlich nie gebaut. Die überbordende Bürokratie und starre Ausschreibungsregeln haben Investoren mit Risiken belastet, die sie kaum beeinflussen können, allen voran massive Verzögerungen beim Netzanschluss.

Warum sich die Rechnung nicht mehr lohnt

Neben den hohen Finanzierungskosten haben steigende Lieferantenpreise, eine schwierigere geopolitische Lage und eine langsamer als erwartet wachsende Stromnachfrage in Deutschland die Ertragsaussichten deutlich verschlechtert. Die Projekte sind weitgehend ohne Förderung geplant. Unter diesen Bedingungen sehen selbst finanzstarke Energieriesen keine realistische Chance, die Milliardeninvestitionen in Bauflächen und Anlagen zu refinanzieren.

Vertragliche Falle statt Flexibilität

Die Bundesregierung hat in den Ausschreibungsregeln keine einfache Rückgabemöglichkeit für gewonnene Projekte vorgesehen. Das Windsee-Gesetz schreibt vor, dass der Gewinner einer Auktion auch bauen muss. Zuwiderhandlungen sind mit hohen Pönalen bis zu 750 Millionen Euro abgesichert. Der Branchenverband der Offshore-Windenergie warnt: Bleibt es bei dieser Haltung, droht ein jahrelanger Stillstand auf Flächen für bis zu 16 Gigawatt Leistung. Lieferketten würden leiden, klimafreundlicher Strom für Wirtschaft und Gesellschaft fehlen.

Scheitert die grüne Energiewende endlich am Geld?

Die aktuelle Lage zeigt, wie stark überbordende Bürokratie und mangelnde Anpassungsfähigkeit jetzt sogar die von linken bis grünen Parteien gepriesenen Energiewende-Projekte ausbremsen können. Statt schneller Realisierung droht ein langwieriger Rechtsstreit, bis möglicherweise neue Investoren gefunden werden. Ob diese die derzeitigen Rahmenbedingungen tatsächlich als rentabel einstufen, bleibt offen. Die Bundesregierung steht vor der Wahl: Entweder sie schafft rasch mehr Flexibilität – etwa durch Verzicht auf große Teile der noch nicht gezahlten Beträge –, oder das große Nordsee-Vorhaben wird zu einem Symbol dafür, wie gute Absichten an zu viel Verwaltung scheitern.

Sven von Storch

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Kommentare

Fehlen da nicht auch noch die Netze für die Weiterleitung des unvermeidlichen Windstrom-Überangebots?

Da fragt man sich doch, ob die betroffenen Konzernleitungen wirklich so blauäugig waren? Ähnelt das nicht auch der blindwütigen Umstellung auf E-Mobilität in der Autoindustrie?

Man könnte meinen, daß in beiden Fällen die Klimamafia "nachgeholfen" hätte - was natürlich nur eine "Verschwörungstheorie" wäre ...

"Bürokratie außer Kontrolle: Jetzt bremst sie sogar grüne Energiewende aus"

Gut so! Die stellen sich mit ihrer überall völlig übertriebenen und tyrannischen Bürokratie nun offenbar SELBST die Beine. DAS soll mir recht sein.

Ekkehardt Fritz Beyer

23.05.2026 | 12:07

... „Scheitert die grüne Energiewende endlich am Geld?“ ...

Wofür nun schon deshalb jetzt der deutsche Steuerzahler einzuspringen hat, weil – nun alternativ - längst nicht mehr das Klima, sondern der Schutz unserer Kinder obersterste Priorität hat??? 

Klar ... „Schwerste Schäden bei Kindern Mikro- und Nanopartikel enthalten unter anderem den stark krebserregenden Stoff Bisphenol A. Selbst bei geringen Mengen davon können Leber, Stoffwechsel, Immunsystem sowie die Entwicklung von Kindern schwer geschädigt werden. Die permanente Reduzierung von Mindestabstandsgrenzen zu Wohngebieten setzt in Deutschland täglich Millionen Menschen einer Gesundheitsgefahr aus, die unkalkulierbar ist und bewusst ignoriert und verschwiegen wird. „https://www.parlament.gv.at/dokument/XXVII/J/15107/fnameorig_1565254.html#:~:text=Schwerste%20Sch%C3%A4den%20bei,und%20verschwiegen%20wird.

Ja mei: https://afd-fraktion-sachsen.de/kampagne-2/

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