Industrieboss fordert, radikale Klima-Ideologie ganz schnell durchzuziehen

Noch mehr Steuergeld bitte: Saarstahl-Boss setzte voll auf grünen Stahl, Unternehmen jetzt in der Krise

Während die meisten Industrievertreter über steigende CO2-Preise klagen, fordert ausgerechnet ein deutscher Stahlmanager das genaue Gegenteil: Die Klimapolitik muss noch schneller und konsequenter umgesetzt werden. 

Industrieboss fordert, radikale Klima-Ideologie ganz schnell durchzuziehen


Stefan Rauber, Chef des saarländischen Stahlkonzerns Saarstahl mit 5000 Mitarbeitern und 3,6 Milliarden Euro Umsatz, rechnet hart mit der aktuellen Energiepolitik ab. Er wirft der Politik „schizophrene Politik“, eine „Bananenrepublik“ und „Willkür wie in den USA“ vor – doch nicht, weil ihm die Klimavorgaben zu teuer sind, sondern weil sie ihm nicht radikal genug durchgesetzt werden.

4,6 Milliarden in grünen Stahl gepumpt – 2,6 davon aus Steuergeld

Saarstahl und das Schwesterunternehmen Dillinger Hütte haben insgesamt 4,6 Milliarden Euro in moderne Elektrostahlöfen investiert, um „grünen Stahl“ zu produzieren. Davon kamen 2,6 Milliarden Euro als direkter staatlicher Zuschuss vom früheren Wirtschaftsminister Robert Habeck. Die Rechnung war einfach: Sobald der CO2-Preis den konventionellen, fossil betriebenen Stahl deutlich verteuert, sollte der teure grüne Stahl plötzlich preislich attraktiv werden und sich rechnen. Saarstahl setzte alles auf diese Karte.

EU zögert – und der grüne Traum wird zum Albtraum  

Doch der Plan droht zu scheitern. In ganz Europa wächst der Widerstand gegen den CO2-Preis. Die geplante Ausweitung auf Mobilität und Wärme wurde bereits um ein Jahr auf 2028 verschoben. Im Juli soll die EU-Kommission entscheiden, ob das gesamte System abgeschwächt wird. Besonders die deutsche Chemieindustrie drängt auf eine Reform oder sogar den Ausstieg aus dem Emissionshandel. Auch andere Stahlkonzerne wie der französische ArcelorMittal haben die grüne Transformation in Deutschland trotz Milliardenförderung komplett gestoppt.

Rauber sieht sich als Opfer eines politischen Anschlags  

Stefan Rauber sieht seine Branche in existentieller Gefahr. Wenn der Emissionshandel aufgeweicht wird, entstehe für die saarländische Stahlindustrie ein massiver Schaden, den die Politik dann vollumfänglich entschädigen müsse. Wörtlich sagt er: „Wir sind Opfer eines politischen Anschlags.“ Erst habe die Politik das alte Geschäftsmodell mit fossil befeuerten Hochöfen zerstört, jetzt zerstöre sie ohne Not das neue.  

Sollte die EU einknicken, verliere sie ihre Verlässlichkeit – „eines ihrer wichtigsten Güter“. Rauber formuliert es zugespitzt: „Wer sich nicht an die Regeln hält, wird belohnt.“

Das einsame Ultimatum: Radikal durchziehen oder alles zurückzahlen

Der Saarstahl-Chef steht mit seiner Haltung zunehmend allein da. Er verlangt keine Abschwächung der Klimapolitik, sondern das genaue Gegenteil: Die „Klima-Radikalideologie“ muss endlich voll durchgezogen werden – und zwar schnell. Andernfalls fordert er sein Geld für die getätigten Investitionen vollständig zurück. Für die Steuerzahler könnte das teuer werden. Ein grünes Milliardenprojekt, das nur unter der Voraussetzung funktionieren sollte, dass die Politik noch härter durchgreift, steht jetzt vor dem Scheitern – und der Boss fordert Konsequenzen. Entweder mehr Radikalität oder mehr Steuergeld.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

11.06.2026 | 11:09

... „Während die meisten Industrievertreter über steigende CO2-Preise klagen, fordert ausgerechnet ein deutscher Stahlmanager das genaue Gegenteil: Die Klimapolitik muss noch schneller und konsequenter umgesetzt werden.“ ...

Ja mei: Wie noch wurde die Polizei vor relativ kurzer Zeit spöttisch beleidigt???

https://www.google.com/search?q=au%C3%9Fen+gr%C3%BCn+und+innen+hohl&sca_esv=2a9cf1d07f23bfb1&rlz=1C1ONGR_deDE1024DE1024&biw=1024&bih=441&ei=SXgqapTFNd-Rxc8P3o6lwQw&ved=0ahUKEwjUjdXP6P6UAxXfSPEDHV5HKc…

Und die rückgratlosen Autobosse ließen sich dazu zwingen, voll auf grüne(?) E-Mobilität zu setzen und befinden sich jetzt auch in der Krise ... Und die rettenden Subventionen für E-Autos werden natürlich auch aus Steuergeldern finanziert.

Wie sich die Bilder gleichen!

Ja wer Habeck traut hat auf Sand gebaut,  der Herr  Rauber hat bestimmt nur die € Zeichen im Auge gehabt und ohne fachliche Ikspertise diesen Konzern an die Wand gefahren. Wenn weiter solch Kuschelmanagement betrieben wird ist das Entwicklungsland Buntesstan nicht mehr weit. Leider wird bewusstes Missmanagement und vernichten von Steuergeldern in der der Politik sowie der Wirtschaft durch Rechtsbeugung nicht geahndet. Hoch lebe dieser pseudo Demokratiestaat, eine Bananenrepublik ist da noch milde ausgedrückt. Der Staat ist doch schon lange zum Freiwild von der Finanz, Rüstung, Pharma und Finanzmafia zum Abschuss freigegeben. Unter Kohl standen wir schon 1 Schritt vor dem Abgrund heute sind wir durch die jetzige und vorherigen Regierungen schon mehr als 2 Schritte weiter, wenn nicht schon im freien Fall.

Else Schrammen

11.06.2026 | 16:58

Was hat der Typ sich 'reingezogen? Muss ein guter Stoff sein. Oder er ist ein chinesisches U-Boot und haut noch ein paar Nägel in den Industrie-Sarg rein!

Und wieder trachen die Deutschen - zumindest die deutschen Regierenden und die deutschen Firmen - nach Aufrüstung, Krieg, Mord, Zerstörung, Elend und Verderben. Der letzte für Deutschland verlorene und verheerend endende Krieg ist ja auch nur erst 81 Jahre her. Die damalige Generation, die in diesen Krieg ziehen und die mörderischen Folgen erleiden musste, existiert ja auch kaum mehr. Also kann man die jetzigen Generationen wieder wunderbar für diesen Wahnsinn gewinnen und begeistern. Und wer dabei kräftig verdient, macht sowieso völlig gedankenlos zumindest in der Rüstungsindustrie mit. Über Weiteres wird bewusst nicht nachgedacht - so wie damals auch. Es scheint sich alles schon wieder zu wiederholen!

Wieder einer dieser verborten, ignoranten völlig überbezahlten "Manager".

0,0 Ahnung! - Vergesst diese linksgrüne Pfeife!

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.