Bewaffnete Angreifer überfallen Pfarrhaus in Nordnigeria

Terror in Kaduna: Priester entführt, drei Menschen getötet

Während Europa über Symbolpolitik debattiert, sterben Christen anderswo für ihren Glauben. Der jüngste Angriff in Kaduna zeigt erneut die brutale Realität religiöser Gewalt in Nigeria.
 

Bild: OSV News photo/courtesy Eze Emmanuel Facebook


Wie Reuters über Newsmax berichtet, haben bewaffnete Männer im nigerianischen Bundesstaat Kaduna in den frühen Morgenstunden das Pfarrhaus der Holy Trinity Catholic Church in Karku überfallen, drei Menschen getötet und den katholischen Priester Nathaniel Asuwaye sowie weitere Personen entführt.

Angriff im Morgengrauen

Der Überfall begann gegen 3:20 Uhr morgens. Nach Angaben der Diözese Kafanchan drangen die Angreifer in die Residenz des Priesters ein, töteten drei Bewohner und verschleppten insgesamt mehrere Personen. Die Polizei bestätigte den Vorfall, sprach jedoch von fünf Entführten und erklärte, bei den Getöteten handle es sich um zwei Soldaten und einen Polizisten, die den Angriff abzuwehren versuchten.

Es kam zu einem Schusswechsel zwischen Sicherheitskräften und den Angreifern. Einige der Täter seien dabei ebenfalls getötet worden.

Systematische Unsicherheit für Christen

Der Vorfall ist kein Einzelfall, sondern Teil einer anhaltenden Welle von Gewalt gegen christliche Gemeinden im Norden Nigerias. Erst wenige Tage zuvor konnten Sicherheitskräfte 166 Gottesdienstbesucher befreien, die bei Angriffen auf zwei Kirchen entführt worden waren.

Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International sprechen inzwischen offen davon, dass die Sicherheitslage „außer Kontrolle“ gerate. Ländliche Gemeinden würden regelmäßig von bewaffneten Banden terrorisiert, ohne wirksamen staatlichen Schutz.

Papst Leo reagiert öffentlich

Papst Leo nahm den Angriff in seiner wöchentlichen Ansprache auf dem Petersplatz ausdrücklich auf. Er rief die zuständigen Behörden dazu auf, „mit Entschlossenheit für den Schutz jedes Bürgers zu sorgen“ und bekundete seine Solidarität mit den Opfern.

Während in westlichen Gesellschaften das Christentum oft als kulturelles Relikt behandelt wird, zeigt sich in Nigeria eine andere Wirklichkeit: Dort ist der Glaube ein Lebensrisiko.

 

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Kommentare

Was in diesem Bericht nicht explizit steht, daß die Angreifer Moslems sind.

Das ist ein Vorgeschmack für uns Europäer, wenn sich diese Spezies ausgebreitet hat.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.