Adam Schiff bestätigt dramatischen Rückgang – Jobs verschwinden, während andere Länder gezielt profitieren

45% der US-Filmproduktionen im Ausland: Hollywood verliert seine eigene Industrie

Die wirtschaftlichen Folgen sind erheblich. Laut Schiff sind über 42.000 Arbeitsplätze verloren gegangen – nicht nur kurzfristige Engagements, sondern ganze berufliche Existenzen innerhalb der Branche.

Bild: Breitbart


Die Krise Hollywoods ist längst keine diffuse Klage mehr über kulturellen Verfall oder kreative Erschöpfung – sie lässt sich inzwischen in harten Zahlen fassen. Senator Adam Schiff erklärte öffentlich, dass im Jahr 2025 rund 45 Prozent aller US-Filme und Serienproduktionen im Ausland gedreht wurden. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 33 Prozent im Jahr 2022.

Diese Entwicklung markiert einen strukturellen Bruch: Die amerikanische Filmindustrie verliert zunehmend die Kontrolle über ihre eigene Produktionsbasis. Was einst das unangefochtene Zentrum globaler Unterhaltung war, wird nun selbst zum Auftraggeber fremder Produktionsstandorte.

Arbeitsplätze und Know-how gehen verloren

Die wirtschaftlichen Folgen sind erheblich. Laut Schiff sind über 42.000 Arbeitsplätze verloren gegangen – nicht nur kurzfristige Engagements, sondern ganze berufliche Existenzen innerhalb der Branche.

Produktionen werden gezielt ins Ausland verlagert, angelockt durch aggressive Förderprogramme, Steueranreize und staatliche Investitionen anderer Länder. Diese Strategie zeigt Wirkung: Während die USA zögern, bauen andere Staaten systematisch ihre Filmindustrien auf und ziehen amerikanische Projekte an sich.

Es ist ein klassisches Beispiel politischer Kurzsichtigkeit: Während im Inland über kulturelle Narrative gestritten wird, verlagert sich die materielle Grundlage dieser Kultur schlicht ins Ausland.

Internationale Konkurrenz überholt Hollywood

Besonders deutlich wird dies im Wettbewerb mit Ländern wie Großbritannien. Dort sorgen großzügige Steueranreize, moderne Studios und eingespielte Produktionsstrukturen dafür, dass immer mehr Großproduktionen abwandern.

Zwar führen die USA weiterhin in absoluten Produktionsausgaben, doch selbst diese Zahl ist rückläufig. Die Investitionen sind im Vergleich zum Vorjahr um etwa 20 Prozent gesunken. Gleichzeitig wächst der Anteil anderer Länder kontinuierlich.

Hollywood bleibt formal führend – verliert aber real an Substanz.

Politik reagiert – aber zu spät?

Schiff fordert deshalb bundesweite Steueranreize, um die Produktion wieder in die USA zurückzuholen. Einzelstaatliche Programme, etwa in Kalifornien, seien nicht ausreichend, um im globalen Wettbewerb zu bestehen.

Doch diese Forderung wirft eine grundlegende Frage auf: Warum reagiert die Politik erst jetzt? Die Abwanderung ist kein plötzliches Ereignis, sondern das Ergebnis jahrelanger Entwicklung.

Während andere Staaten strategisch in ihre Filmindustrien investierten, verließ sich die amerikanische Politik auf die historische Dominanz Hollywoods – ein Vertrauen, das sich nun als trügerisch erweist.

Mehr als nur ein Wirtschaftsproblem

Die Krise Hollywoods ist nicht nur ein ökonomisches Problem, sondern auch ein kulturelles.

Wenn Filme und Serien zunehmend außerhalb der Vereinigten Staaten produziert werden, verschiebt sich auch der kulturelle Einfluss. Produktionsorte prägen Inhalte, Arbeitsweisen und letztlich auch die Geschichten selbst.

Die Abwanderung der Filmindustrie ist daher mehr als ein Verlust von Arbeitsplätzen – sie ist ein schleichender Verlust kultureller Souveränität.

Wer die eigene Kultur exportieren will, muss sie zunächst im eigenen Land produzieren.

Und genau daran scheint Hollywood zunehmend zu scheitern.

Sven von Storch

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