Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst

Hisbollah will angeblich 29 israelische Panzer zerstört haben

Die Hisbollah behauptet, im Südlibanon eine große Anzahl israelischer Panzer zerstört oder beschädigt zu haben. Israel weist die Berichte jedoch als Propaganda zurück.

Angriff auf einen Merkava-Panzer


Hisbollah beschoss vergangenen Donnerstag den Norden Israels

Die Angriffe sollen am Donnerstag in mehreren Operationen sowohl innerhalb des Libanon als auch auf israelischem Gebiet stattgefunden haben. Die Hisbollah hat ein Video veröffentlicht, das angeblich die Zerstörung israelischer Merkava-Panzer zeigt. 

Israel widerspricht der Hisbollah-Meldung

Die Angaben zu den 29 Panzern werden vom israelischen Militär jedoch dementiert. "Das ist völlig falsch", sagte Ella Wawiya, Sprecherin der israelischen Streitkräfte, gegenüber der Nachrichtenagentur AA. „Die Hisbollah versucht eine üble Medienkampagne", fuhr sie fort. Gleichzeitig melden die israelischen Behörden eigene Verluste in den Kämpfen. Zwei Soldaten wurden getötet und sechs weitere im Zusammenhang mit den jüngsten Gefechten im Südlibanon verwundet. 

Sicherheitszone im Süden des Libanon wird erweitert

Israel spricht nun von der Einrichtung einer "vorgeschobenen Sicherheitszone" im Süden des Libanon. Dies bedeutet in der Praxis, dass Israel eine Pufferzone im Südlibanon einrichten wird, um es der Hisbollah zu erschweren, Raketen auf den Norden Israels abzufeuern.

Große Fluchtbewegungen im Libanon

Ein erheblicher Teil der in der umkämpften Region lebenden libanesischen Zivilbevölkerung versucht währenddessen, sich in Richtung Norden des Libanon abzusetzen. Ein großes Problem ist dabei die im Land fehlende Infrastuktur zur Versorgung der Flüchtlinge. 

Große Unterstützung der Bevölkerung im Norden Israels für die Militäraktion

Die Menschen im Norden Israels, die seit Jahren unter dem Dauerbeschuss der Hisbollah leiden mussten, begrüßen die Bodenoffensive der israelischen Streitkräfte und den Beschluss der Knesset, eine Sicherheitszone im Süden des Libanon einzurichten. Davon berichten die linientreuen Staatsmedien hierzulande allerdings nicht.

Kleiner Fakt am Rande: Merkava-Panzer sind so konstruiert, um Rakentenangriffe abwehren zu können

Die Meldung der Hisbollah hat einen faktischen Mangel. Die israelischen Kampfpanzer vom Typ Merkava sind aus gutem Grund so konstruiert, dass sie Raketenangriffe abwehren können. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Hisbollah auch nur einen einzigen Merkava-Panzer mit denen ihr zur Verfügung stehenden Waffen zerstört hat, tendiert gegen Null. 29 zerstörte Merkava-Panzer ist schlicht und ergreifend unmöglich.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

30.03.2026 | 11:44

... „Die Hisbollah behauptet, im Südlibanon eine große Anzahl israelischer Panzer zerstört oder beschädigt zu haben. Israel weist die Berichte jedoch als Propaganda zurück.“ ... „Kleiner Fakt am Rande: Merkava-Panzer sind so konstruiert, um Rakentenangriffe abwehren zu können“! ...

Allerdings: Ist es möglich, dass der Iran die Hisbollah mit russischen Waffen ausrüstete, welche auch Merkava-Panzer knacken können?

Schließlich hinterließen die Ukrainer den Russen genügend Anschauungs- und Lehrmaterial!!!!!!  https://www.youtube.com/watch?v=0VYaZQhDDlE

Wolfgang Lammert

30.03.2026 | 14:42

Israels Führung hat sich völlig verrannt und hat es nun in den Bergen des Libanon mit einem Guerilla-Krieg mit der Hisbollah zu tun, die wohl eine ganze Panzerkolonne aus Israel angegriffen und zerstört hat. Israel hat nun 400 000 Reservisten aufgerufen, sich zu mobilisieren und in den Krieg gegen die Hisbollah zu werfen.

TRUMP bereitet wohl die Bodenoffensive vor und wird wohl die Kurden und Aserbaidschaner in den Krieg gegen den Iran und Irak hineinziehen...

Auch Trump hat sich - dank seines Größenwahns - völlig verrannt. Denn auch er wird ein Desaster erleben, sollte er tatsächlich Bodentruppen in den Iran schicken. Denn die wenigsten von diesen Soldaten würden das überleben! Aber ich denke, diesen Soldaten selbst ist das bewusst - nur Trump nicht. Denn er weigert sich, die Realität wahrzunehmen.

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