Gegend um Gaziantep betroffen
Der Vorfall ereignete sich im Süden des Landes. Türkischen Behörden zufolge schlugen Teile der Rakete in der Provinz Gaziantep im Südosten der Türkei ein. Berichten zufolge gab es keine Verletzten. Es ist die zweite iranische Rakete innerhalb kurzer Zeit, die laut Ankara den türkischen Luftraum erreicht hat.
Warnung aus Ankara an Teheran
Die Türkei hatte Teheran bereits am Wochenende vor neuen Vorfällen gewarnt. In einer Erklärung nach dem Abschuss schrieb das türkische Verteidigungsministerium: "Wir betonen erneut, dass wir alle notwendigen Maßnahmen entschlossen und ohne Zögern gegen jede Bedrohung unseres Territoriums und Luftraums ergreifen werden." Das Ministerium betont außerdem, dass die Türkei erwartet, dass ihre Warnungen ernst genommen werden, berichtet Reuters. "Wir wiederholen, dass es im Interesse aller liegt, die Warnungen der Türkei in dieser Angelegenheit zu beachten."
Irrläufer oder gezielte Provokation?
Es ist unklar, wohin die Rakete vor ihrem Abschuss unterwegs war. Der Abschuss erfolgte durch die NATO-Luftverteidigung im östlichen Mittelmeer. Die Vereinigten Staaten unterhalten Militärpersonal auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der Südtürkei, und die NATO betreibt zudem eine Radarstation in der nordöstlichen Provinz Malatya.
Ankara hält still - noch!
Trotz der Vorfälle hat Ankara noch keine Konsultationen gemäß Artikel 4 des NATO-Vertrags beantragt, der aktiviert werden kann, wenn sich ein Mitgliedstaat bedroht fühlt. Ein solches Verfahren könnte letztendlich zur Anwendung von Artikel 5 des Bündnisses über die kollektive Verteidigung führen. Der Iran hat die Berichte nicht kommentiert, erklärte aber zuvor, sich nicht im Krieg mit anderen Staaten der Region zu befinden und die Türkei nicht gezielt anzugreifen.


Add new comment