Treffen unter Hochsicherheit
Islamabad steht im Fokus der Weltöffentlichkeit. Straßen werden gesichert, die sogenannte Rote Zone abgeriegelt, Sicherheitskräfte verstärkt. Die Gespräche beginnen am Samstagmorgen Ortszeit und könnten laut Berichten von Al Jazeera bis zu fünfzehn Tage dauern.
Austragungsort ist das Hotel Serena nahe dem Außenministerium. Für die Dauer der Gespräche wurde es geräumt. Auch der neunte und zehnte April wurden in der Hauptstadt zu Feiertagen erklärt, um die Sicherheitslage zu stabilisieren.
Wer sitzt am Verhandlungstisch?
Die US-Delegation wird vom Vizepräsidenten JD Vance geführt. Begleitet wird er von Sondergesandtem Steve Witkoff und Jared Kushner.
Für Iran reisen Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghchi an. Die Teilnahme von Vertretern der Revolutionsgarden bleibt unklar.
Pakistan tritt als Vermittler auf. Premierminister Shehbaz Sharif und Außenminister Ishaq Dar koordinieren die Gespräche.
Fragile Waffenruhe unter Druck
Die Gespräche finden nur sechs Wochen nach Beginn des Krieges statt, der nach Angriffen der USA und Israels eskalierte. Tausende Menschen kamen ums Leben, wichtige Handelsrouten wurden blockiert.
Besonders kritisch bleibt die Lage in der Straße von Hormus, durch die rund zwanzig Prozent der weltweiten Energieversorgung laufen. Einschränkungen im Schiffsverkehr haben globale Märkte erschüttert und Energiepreise in die Höhe getrieben.
Die aktuelle Waffenruhe ist brüchig. Unterschiedliche Interpretationen der Vereinbarung und anhaltende Angriffe im Libanon belasten die Verhandlungen zusätzlich.
Harte Positionen auf beiden Seiten
Iran bringt einen Zehn-Punkte-Plan ein. Dazu gehören die Kontrolle über die Straße von Hormus, der Abzug US-amerikanischer Truppen aus der Region sowie ein Ende militärischer Operationen gegen verbündete Gruppen.
Die USA weisen zentrale Forderungen zurück. Gleichzeitig fordert Washington, dass Teheran auf angereichertes Uran verzichtet – ein Punkt, den Iran bislang ablehnt.
Ein weiterer Streitpunkt ist der Libanon. Während Teheran ein Ende der Angriffe fordert, sehen die USA diesen Konflikt nicht als Teil der Waffenruhe.
Misstrauen als größte Hürde
Analysten sehen im gegenseitigen Misstrauen das größte Problem. Beide Seiten verfolgen weiterhin Maximalforderungen und versuchen, ihre Position als „Sieg“ darzustellen.
Zudem steht der Vorwurf im Raum, dass Israel durch neue Angriffe den diplomatischen Prozess stören könnte. Beobachter warnen, dass die Gespräche ohne Fortschritte schnell scheitern könnten.
Mögliche Szenarien
Ein umfassendes Friedensabkommen gilt kurzfristig als unwahrscheinlich. Dennoch könnten Teilergebnisse möglich sein – etwa Vereinbarungen zur Öffnung der Straße von Hormus oder erste Schritte in der Nuklearfrage.
Langfristig hängt der Erfolg der Gespräche stark davon ab, ob es gelingt, Vertrauen aufzubauen und weitere militärische Eskalationen zu verhindern.
Die Gespräche in Islamabad markieren einen entscheidenden Moment im aktuellen Konflikt. Ob sie den Weg zu einer dauerhaften Lösung ebnen oder lediglich eine kurze Atempause darstellen, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.


Comments
... „Nach sechs Wochen Krieg…
... „Nach sechs Wochen Krieg und einer fragilen Waffenruhe steht viel auf dem Spiel. Misstrauen und geopolitische Spannungen erschweren jedoch eine Einigung.“ ...
Weil der Iran nun als der eigentliche Gewinner dasteht?https://rtde.team/der-nahe-osten/276567-warum-iran-wie-eigentliche-gewinner/
Auch – da sich auch die US-Kriegstechnik erneut als völlig überholt erwies?https://www.europesays.com/de/932160/
Ähnlich wie die Art und Weise des Kampfes https://www.tagesspiegel.de/internationales/ratselhafter-f-16-absturz-hat-die-ukraine-ihren-eigenen-kampfjet-abgeschossen-12300884.html und dessen Darstellung? https://www.youtube.com/watch?v=ISlLyS5gUl8
Wen wunderts da noch, dass man selbst an entsprechender Stelle mal die Fassung verliert??? https://rumble.com/v74d92o-putin-vertrauter-notfalls-werden-wir-deutschland-mit-atomwaffen-vernichten.html
Wolodja21La@web.de
Macron hat beschlossen, sich am Krieg im Golf zu beteiligen:
Schon kurz nach ihrer Ankunft schießen Frankreichs Super-Helis Irans Shahed-Drohnen ab
Macron hat aktuell noch den Rückhalt von 11 % der Bevölkerung:
Macron mit Rekord-Tief: Nur 11 % Zustimmung | Presse.Online
Wenn tatsächlich irgendwann…
Wenn tatsächlich irgendwann der Aufstand mal losgeht, also wenn die Muslime hier mobil machen, dann hat man hier den Zustand, in dem sich Israel seit seiner Gründung befindet. Und dann wird man merken, dass Israel nichts anderes tut als das, was man dann hier auch tun muss. Nämlich ums Überleben kämpfen.
Der Islam duldet keine anderen Minderheiten.
Jene die glauben.so etwas wie eine Zweistatenlösung könnte es geben, eine Koexistenz von Juden und Muslimen, die haben nicht kapiert, dass es darum überhaupt nicht geht. Wenn dort Christen statt Juden einen eigenen Staat hätten, würde der genauso angegriffen werden.
Wäre ich der Vertreter des…
Wäre ich der Vertreter des Iran bei den US-amerikanisch-iranischen Verhandlungen, dann würde ich dem US-Außenminister diese zwei Fragen stellen:
a) "Warum benötigen die Vereinigten Staaten von Amerika Atomwaffen, da doch niemand die USA angreifen möchte?" Der US-Außenminister würde darauf antworten: "Wir brauchen diese, damit uns niemand angreifen würde." Darauf der Vertreter des Iran: "Sehen Sie........."
b) Was haben die USA überhaupt in der Region des persischen Golf zu suchen, haben sie doch selbst genug Öl und Gas, daß sie dies noch verkaufen können? Die USA sind auch nicht der von GOTT gesandte Schutzengel für gewisse Staaten in der Golfregion. Zudem hatte nicht der US-Präsident selbst verkündet, daß ihm die US-Vorherrschaft in der amerikanischen Region nur wichtig sei?
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