Hohe Kosten können beim neuen Altersvorsorgedepot über Jahrzehnte einen erheblichen Teil des möglichen Vorsorgevermögens aufzehren. Eine aktuelle Modellrechnung bei Focus-Online zeigt: Bei einer monatlichen Sparrate von 500 Euro einschließlich staatlicher Förderung, 40 Jahren Ansparzeit und fünf Prozent Rendite vor Kosten können Effektivkosten von einem Prozent zu rund 160.000 Euro weniger Altersvorsorgevermögen führen. Das entspricht einem Verlust von rund 22 Prozent gegenüber einer kostenfreien Anlage. Beim gesetzlichen Standarddepot sind Effektivkosten von bis zu einem Prozent zulässig.
Die Kosten dürfen nicht die Rendite auffressen
Dazu erklärt die AfD-Bundestagsabgeordnete Gerrit Huy, Obfrau der AfD-Fraktion im Ausschuss für Arbeit und Soziales, in einer Pressemitteilung:
"160.000 Euro weniger für die Rente sind eine Größenordnung, die aufhorchen lassen muss. Wer über Jahrzehnte Monat für Monat für seinen Ruhestand spart, darf nicht einen erheblichen Teil seines möglichen Vermögens durch Kosten und den dadurch verlorenen Zinseszinseffekt einbüßen.
Ein Prozent klingt zunächst nach wenig. Über einen Zeitraum von 30 oder 40 Jahren können solche laufenden Kosten aber einen gewaltigen Unterschied beim späteren Altersvorsorgevermögen ausmachen. Gerade bei einem staatlich geförderten Standardprodukt muss deshalb gelten: Je niedriger die Kosten, desto mehr bleibt am Ende für die Sparer."
Wer für das Alter spart, darf nicht bestraft werden
Weiter heißt es in der Presseerklärung:
"Wir haben genau deshalb in unserem Antrag 'Private Altersvorsorge stärken – einheitlichen Standardfonds mit niedrigen Kosten und besseren Renditechancen einführen' eine gesetzliche Begrenzung der jährlichen Effektivkosten auf maximal 0,5 Prozent gefordert. Unser Ansatz setzt auf einen breit diversifizierten, transparenten und langfristig renditeorientierten Standardfonds, bei dem Skaleneffekte den Sparern zugutekommen und nicht durch überhöhte Verwaltungs- oder Vertriebskosten aufgezehrt werden.
Die beim gesetzlichen Standarddepot zugelassenen Effektivkosten von bis zu einem Prozent sind aus unserer Sicht noch immer zu hoch. Gerade über mehrere Jahrzehnte kann diese Differenz aufgrund des Zinseszinseffekts erheblich beeinflussen, wie viel Vermögen den Bürgern im Ruhestand tatsächlich zur Verfügung steht."
Nur eine kostengünstige und renditestarke Altersvorsorge taugt zum Sparen
"Private Altersvorsorge muss einfach, transparent, renditestark und vor allem kostengünstig sein. Es kann nicht sein, dass der Staat die Bürger einerseits zum langfristigen Sparen ermuntert und andererseits Kostenstrukturen zulässt, die einen beträchtlichen Teil des möglichen Vorsorgevermögens aufzehren.
Der Zinseszinseffekt muss für die Altersvorsorge der Bürger arbeiten und nicht für die Gebühreneinnahmen der Anbieter.
Die AfD-Bundestagsfraktion fordert deshalb, die jährlichen Effektivkosten beim Standarddepot gesetzlich auf maximal 0,5 Prozent zu begrenzen. Nur so bleibt langfristig mehr von der privaten Altersvorsorge dort, wo es hingehört: bei den Sparern."


Comments
Die optimale Lösung des…
Die optimale Lösung des Problems liegt in langfristigen Sparplänen in ETFs (Exchange Traded Funds), wo einfach in Finanzindices (z.B. den DAX) investiert wird.
So fallen nur minimale Verwaltungsgebühren an.
Hinzu kommt noch der langfristig hocheffektive "Cost-Averaging-Effekt". D.h., wer monatlich immer den gleichen Betrag investiert, kauft automatisch in schwachen Börsenphasen mehr Fondsanteile und in Haussephasen weniger.
... „Wer über Jahrzehnte…
... „Wer über Jahrzehnte Monat für Monat für seinen Ruhestand spart, darf nicht einen erheblichen Teil seines möglichen Vermögens durch Kosten und den dadurch verlorenen Zinseszinseffekt einbüßen." ...
Was sich scheinbar aber schon deshalb nicht vermeiden lässt, weil die korrupte Führung der Ukraine zum Überleben dringend noch sehr viel mehr Geld benötigt, worüber uns „unsere“(?) Bundesregierung auf ihren Informationsseiten „grundsätzlich absolut korrekt“(?) informiert, da wir ja nicht(?) in einer „Bananenrepublik“ leben??! https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/bettina-hagedorn/fragen-antworten/ist-es-richtig-dass-aus-den-deutschen-haushalten-steuergelder-weit-mehr-als-34-milliarden-fuer-die-ukraine
wenn der Staat etwas neues …
wenn der Staat etwas neues "erfindet", kann man sicher sein das am Ende Murks rauskommt.
Siehe die Pflegeversicherung, ein Faß ohne Boden. zu viele Investoren saugen daran.
die private Altersvorsorge begünstigt vorwiegen die (Merz) Gemeinschaft
Wie war das mit dem einarmigen Banditen?
Langfristige Sparpläne sind am Ende immer in Gefahr. Man weiß nie im Voraus, wie der Staat und Währung sich entwickelt und wie Gesetze während Laufzeiten einfach geändert werden. Letztlich könnte es auch passieren, dass das Finanzamt irgendwann über die privaten Anlagen herfällt.
Vielleicht wäre es sicherer, in den Erwerb von zertifizierten Edelmetallen zu investieren. Die hat man physisch im Besitz.
Add new comment