In Israel leben Schätzungen zufolge etwa 900.000 bis 1 Million Sephardim mit marokkanischen Wurzeln, darunter Einwanderer und ihre Nachkommen. Offizielle Zahlen von 2019 zählen rund 473.000 Israelis, die selbst in Marokko geboren wurden oder deren Vater dort geboren ist. Damit gehört die marokkanisch-stämmige sephardische Gemeinschaft (nach den Aschkenasim aus Europa) zu den größten Gruppen in Israel.
Lange Vorgeschichte geheimer Zusammenarbeit
Schon Jahrzehnte vor der offiziellen Normalisierung unterhielten beide Länder enge, meist verdeckte Kontakte. Unter König Hassan II. kooperierten Geheimdienste und Militärstellen seit den 1960er Jahren. Israel unterstützte Marokko mit Waffen und Ausbildung. Marokko erleichterte die Auswanderung vieler marokkanischer Juden nach Israel. Offizielle diplomatische Beziehungen bestanden kurz in den 1990er Jahren und wurden im Jahr 2000 nach dem Ausbruch der Zweiten Intifada abgebrochen. Die inoffizielle Zusammenarbeit blieb jedoch bestehen.
Der Durchbruch des Abraham-Abkommens
Im Dezember 2020 einigten sich Israel und Marokko unter Vermittlung der damaligen US-Regierung auf die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen. Ein wichtiger Teil der Vereinbarung war die amerikanische Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die Westsahara.
Israel folgte im Juli 2023 und erkannte diese Souveränität ebenfalls offiziell an. Damit wurde ein zentrales Anliegen Rabats erfüllt. Seither gibt es Verbindungsbüros in Rabat und Tel Aviv. Volle Botschaften wurden bislang allerdings nocht nicht eröffnet. Denn Marokko muss sich offiziell den Linien der Arabischen Liga anpassen.
Ausgerechnet Militär und Sicherheit als Kern der Partnerschaft
Die engste Zusammenarbeit findet im Verteidigungsbereich statt. Israel ist nach den USA und Frankreich einer der wichtigsten Waffenlieferanten Marokkos. Rabat kaufte unter anderem Drohnen, Luftabwehrsysteme und Raketenabwehr. Israelische Unternehmen errichten Produktionsanlagen für taktische Drohnen in Marokko. Darüber hinaus wurde ein Spionagesatelliten-Geschäft im Wert von rund einer Milliarde Dollar vereinbart.
Anfang 2026 unterzeichneten beide Seiten einen gemeinsamen militärischen Arbeitsplan. Geheimdienstkontakte und gemeinsame Übungen laufen weiter. Beobachter sehen darin auch eine Reaktion auf gemeinsame Bedrohungen, darunter den iranischen Einfluss in der Region.
Wirtschaftliche und gesellschaftliche Verbindungen
Neben der Sicherheit wachsen Handel, Landwirtschaft, Technologie und Tourismus. Direkte Flugverbindungen wurden nach einer Unterbrechung während des Gaza-Kriegs teilweise wieder aufgenommen. Beide Länder kooperieren beim Schutz des jüdischen Erbes in Marokko und prüfen gemeinsame Projekte in Afrika. Marokkanische Vertreter betonen, dass die Beziehungen eine Fortsetzung älterer Kontakte seien und nicht erst 2020 begonnen hätten.
Öffentlicher Widerstand und politische Zurückhaltung
In marokkanischen Städten finden regelmäßig Demonstrationen gegen die Normalisierung und gegen Israels Vorgehen in Gaza statt. Die Regierung in Rabat hält trotzdem an den strategischen Verbindungen fest und lehnt Forderungen nach einem Abbruch der Beziehungen zu Israel ab.
Hochrangige öffentliche Besuche israelischer Politiker sind seit 2023 seltener geworden. Die Kooperation läuft daher oft diskret und konzentriert sich auf die Bereiche, die beiden Seiten den größten Nutzen bringen
Eine pragmatische Partnerschaft
Fünf Jahre nach der Normalisierung erweisen sich die Beziehungen als widerstandsfähig. Die öffentliche Kritik und der Gaza-Krieg haben die strategische Zusammenarbeit nicht gestoppt. Marokko erhält moderne Militärtechnologie und diplomatische Rückendeckung in der Westsahara-Frage. Israel gewinnt einen stabilen Partner in Nordafrika.


Kommentare
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... „Ausgerechnet Militär und Sicherheit als Kern der Partnerschaft
Die engste Zusammenarbeit findet im Verteidigungsbereich statt. Israel ist nach den USA und Frankreich einer der wichtigsten Waffenlieferanten Marokkos. Rabat kaufte unter anderem Drohnen, Luftabwehrsysteme und Raketenabwehr. Israelische Unternehmen errichten Produktionsanlagen für taktische Drohnen in Marokko. Darüber hinaus wurde ein Spionagesatelliten-Geschäft im Wert von rund einer Milliarde Dollar vereinbart.“ ...
Was letztlich mit dem Geld der deutschen Steuerzahler beglichen wird??? https://www.focus.de/politik/ausland/630-millionen-euro-allein-im-jahr-2017-fast-10-milliarden-euro-seit-1979-darum-zahlt-deutschland-entwicklungshilfe-an-china_id_10817274.html
Um den Amis auch finanziell wieder auf die Füße zu helfen??? https://rumble.com/v7dkmga-suchen-weltweit-nach-vermgenswerten-us-finanzminister-prahlt-mit-diebstahl-.html
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