Wer sind die wichtigsten Handelspartner des Iran?

Iran-Sanktionen und Strafzölle würden China mehr treffen als Russland

Der Druck, den die USA auf das Ajatollah-Regime in Teheran ausübt, ist indirekt auch immer Druck gegen Peking. Denn der Iran und China habe enge wirtschaftliche Verflechtungen und Abhängigkeiten.

Xi Jinping und Ajatollah Khamenei


Für Russland ist der Iran zwar ein wichtiger politischer Partner, der um so wichtiger wird, je isolierter Russland auf der Weltbühne ist. Doch wirtschaftlich ist China sehr viel enger mit dem Iran verbunden.

China ist wichtigster ökonomischer und geostrategischer Bündnispartner des Iran

Die wichtigsten Handelspartner des Iran sind trotz internationaler Sanktionen vor allem asiatische und nahöstliche Länder, wobei China klar dominiert.

China ist der mit Abstand größte und wichtigste Handelspartner des Iran. Es nimmt den Großteil der iranischen Ölexporte auf (mehr als 80 Prozent der verschifften Öl-Ladungen im Jahr 2025) und liefert im Gegenzug Maschinen, Elektronik und andere Industriegüter. 

China macht etwa 30–36 Prozent des gesamten iranischen Außenhandels aus, mit Exportanteilen von rund 35 Prozent und Importanteilen von etwa 26–34 Prozent.

Weitere bedeutende Wirtschaftspartner des Iran sind:

  • Vereinigte Arabische Emirate (VAE) – vor allem bei Importen (ca. 18–20 Prozent, oft als Re-Export-Hub genutzt)
  • Türkei – wichtig für beide Richtungen (Exporte ca. 9–18 %, Importe ca. 10–12 Prozent)
  • Irak – ein Schlüsselmarkt für iranische Exporte (besonders Nicht-Öl-Produkte, bis zu 25 Prozent in manchen Daten)
  • Indien – relevanter Abnehmer von Öl und anderen Gütern, aber mit geringerem Volumen aufgrund von Sanktionen

Weitere Länder wie Pakistan, Armenien, Brasilien (bei Importen) oder Deutschland (als wichtigster EU-Partner, aber mit sehr kleinem Anteil unter 0,1–4 %) spielen eine untergeordnete Rolle.

Der Handel konzentriert sich stark auf Energie (Öl und Gas als Hauptexport) und Industriegüter (Importe), wobei Sanktionen den offiziellen Handel erschweren und vieles über Umwege oder inoffizielle Kanäle läuft. 

Aktuelle Daten aus 2023–2025 zeigen, dass Asien rund 96 Prozemt der iranischen Exporte aufnimmt.

Sven von Storch

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Comments

Ekkehardt Fritz Beyer

14.01.2026 | 08:25

... „Der Druck, den die USA auf das Ajatollah-Regime in Teheran ausübt, ist indirekt auch immer Druck gegen Peking. Denn der Iran und China habe enge wirtschaftliche Verflechtungen und Abhängigkeiten.“ ...

Und nun auch das noch: „Die größten US-Ölriesen stehen Trumps Plan, in Venezuela zu investieren, wegen der Risiken, die Geschäftstätigkeit dort beherbergt, skeptisch gegenüber. Experten glauben, es geht nicht nur um wirtschaftliche Aspekte. Warum unterstützten die Ölkonzerne Trump nicht?“

https://rtde.team/international/267209-trumps-venezuela-projekt-verliert-zentrale/

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