Das US-Finanzministerium hat am Dienstag eine temporäre "General License" widerrufen, die dem Iran trotz der Sanktionen den Export von Rohöl und verwandten Produkten ermöglichte.
Die Entscheidung folgte unmittelbar auf Berichte über mehrere Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Öltransport. US-Regierungsvertreter bezeichneten zuvor die iranischen Aktionen als "völlig inakzeptabel" und kündigten Konsequenzen an.
Die Lizenz war erst im Juni 2026 im Rahmen eines vorläufigen Memorandums of Understanding erteilt worden. Sie sollte bis Mitte August gelten und diente als wirtschaftlicher Anreiz während laufender Verhandlungen über ein umfassenderes Abkommen, das unter anderem nukleare Fragen und die freie Schifffahrt im Golf regeln sollte.
Öltransporte stoppen wieder, Ölpreise steigen erneut
Für bereits genehmigte Transaktionen räumte das Ministerium eine kurze Abwicklungsfrist bis zum 17. Juli ein. Neue Käufe, Beladungen oder Verkäufe iranischen Öls sind damit jedoch sofort untersagt. Die Märkte reagierten prompt: Die Ölpreise stiegen nach der Ankündigung teilweise um mehr als fünf Prozent.
Die Straße von Hormus ist für die globale Energieversorgung von zentraler Bedeutung. Durch die enge Wasserstraße im Persischen Golf fließt ein großer Teil des weltweiten Rohöls. Angriffe auf Tanker dort bergen das Risiko einer weiteren Störung der Lieferketten.
Fragiles Gleichgewicht am Golf gerät ins Wanken
Der Widerruf der Lizenz unterstreicht die anhaltende Instabilität in der Region. Nur wenige Wochen nach der vorläufigen Einigung zwischen den USA und Iran kam es zu neuen Zusammenstößen.
Teheran hatte die temporäre Lockerung der Sanktionen als wichtigen Schritt gewertet, um seine Wirtschaft zu entlasten. Nun droht dieser Fortschritt zu zerfallen.
US-Vertreter betonten, dass Gespräche über ein finales Abkommen trotz der aktuellen Eskalation weitergeführt würden. Gleichzeitig machten sie klar, dass Angriffe auf internationale Schifffahrt nicht toleriert würden.
Eine erneute anhaltende Unsicherheit im Golf könnte nicht nur die Ölversorgung beeinträchtigen, sondern auch breitere Auswirkungen auf Inflation und Konjunktur haben.
Auswirkungen bis Fernost: Japan droht zur Ausgangspunkt einer globalen Finanzkrise zu werden
Während die Spannungen am Golf die Energiepreise antreiben, mehren sich gleichzeitig die Warnsignale aus Fernost. Japanische Staatsanleihen verzeichnen einen markanten Anstieg der Renditen: Der zehnjährige JGB-Yield kletterte auf zuletzt rund 2,87 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Ende der 1990er-Jahre. Experten und Marktteilnehmer sprechen von einem "senkrechten" Aufwärtstrend bei langlaufenden Anleihen, der durch umfangreiche Fiskalpläne der Regierung, anhaltende Inflationssorgen und eine zurückhaltendere Politik der Bank of Japan befeuert wird.
Ein Insider der Bank of Japan hat vor einer globalen Finanzkatastrophe gewarnt, die ihren Ausgang in Tokio nehmen könnte. Viele Beobachter teilen die Sorge, dass ein unkontrolliertes Ende des Yen-Carry-Trades, kombiniert mit Japans enormer Staatsverschuldung, schwere Erschütterungen auf den internationalen Finanzmärkten auslösen könnte.
Die meisten Anleger unterschätzen laut Warnungen noch das Ausmaß der Risiken, die von der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt ausgehen. Die kommenden Wochen gelten als entscheidend, ob die Bank of Japan die Lage stabilisieren kann oder ob eine Kettenreaktion droht.


Kommentare
Trump hat die ganze Welt aus…
Trump hat die ganze Welt aus Dummheit oder absichtlich in den Abgrund gerissen.
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