Steve Bannon: "Wir könnten uns in keiner gefährlicheren Zeit befinden als jetzt"

Steve Bannon sieht "Beginn der militärischen Phase des Dritten Weltkriegs"

Die Trump-Administration hat sich durch den Druck der Netanjahu-Regierung Israels in den Iran-Krieg ziehen lassen. Nun gilt es, den Kopf wieder aus der Schlinge zu ziehen und den Krieg zu einem Ende zu bringen, warnt Steve Bannon.

Steve Bannon


Siehe Video von Steve Bannon auf X HIER

Die Lage wird immer unübersichtlicher und gefährlicher. Aserbaidschan mobilisiert die Armee, Israel maschiert in den Libanon ein, die Golfstaaten wurden vom Iran beschossen, den Amerikanern gehen die teuren Raketen aus, der Iran bombardiert Tel-Aviv und trifft empfindliche Infrastruktur, der Iran hat quasi die Wasserstraße von Hormus gesperrt, weil sich kein Tankschiff mehr hindurch traut. Der Welthandel liegt brach, die Öl- und Gaspreise schießen in den Himmel, Russland profitiert und China mischt sich ein. Die Stimmung der Amerikaner ist eindeutig: Die Mehrheit ist gegen den neuen Krieg. Wie kommt man aus dieser verstrickten Lage wieder heraus?

Bannon sieht Welt am Beginn des Dritten Weltkrieges

Steve Bannon fasst auf "Warroom.org" [siehe Post bei X] die schwierige weltpolitische Lage zusammen:

"Wir könnten uns in keiner gefährlicheren Zeit befinden als jetzt, am Beginn der militärischen Phase des Dritten Weltkriegs. Und wie können wir ihn zu einem Ende bringen, das den Vereinigten Staaten von Amerika und unseren Bürgern zugutekommt?"

Die USA wollen am liebsten einen befreiten Iran sehen, den Israelis reicht ein destabilisierter Iran im Chaos

Steve Bannon befürchtet, dass die Israelis nicht das gleiche wollen wie die Trump-Administraton. Trump wolle einen glücklichen Ausgang, am besten ein Regime-Change in Teheran oder eine Verhandlungslösung oder eine Befriedung der Region. Doch den Israelis sei es egal, was mit dem Iran passiert oder ob die ganze Region destabilisiert werde.

Bannon erklärt:

"Ich bin kein glühender Befürworter dieses Krieges. Wenn der Iran im Chaos versinkt, ist mir das egal. Wir haben hier 25 Millionen illegale Einwanderer. Trump spricht von einem „Happy End“ wie im Zweiten Weltkrieg. Die Israelis wollen das nicht. Ihnen wäre ein Chaos im Iran viel lieber."

Sam Faddis kommt im Gespräch mit Steve Bannon zu einer ähnlichen Schlussfolgerung:

"Trump spricht von einem 'Happy End' im Iran, einer freien und prosperierenden Demokratie, die mit den USA zusammenarbeitet. Aus israelischer Sicht der nationalen Sicherheit könnte ein zerrütteter Iran, der von Chaos und Bürgerkrieg zerrissen wird, jedoch als Erfolg gewertet werden. Die Amerikaner würden das vermutlich anders sehen."

Droht eine Neuauflage der Katastrophe wie in Syrien? Im Irak? In Afghanistan?

Steve Bannon und Sam Faddis treffen wichtige Punkte. Erinnern wir uns: Das Chaos in Syrien und im Irak hat den Ländern massiven Schaden zugefügt und große Flüchtlingswellen nach Europa losgetreten. Doch für Israel war es günstig, denn die Hauptgegner Israels, Bashar al-Assad und Saddam Hussein wurden ausgeschaltet. Für Israel waren es Erfolge, für den Nahen Osten insgesamt eine Tragödie.

Sven von Storch

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Kommentare

"  ...Die Trump-Administration hat sich durch den Druck der Netanjahu-Regierung Israels in den Iran-Krieg ziehen lassen. ....."

Das mag zwar so sein, entschuldigt aber Trump und Co. nicht, diesen Krieg mitzumachen. Denn schließlich könn(t)en ja Trump bzw. die USA ihre eigenen Entscheidungen treffen, was die doch sonst immer tun. Den Israelis/Netanjahu nun die alleinige Schuld in die Schuhe zu schieben, was Bannon hier offensichtlich versucht, um Trump in Schutz zu nehmen, ist daher falsch! Außerdem sind die USA die Kriegsführenden, weil insbesondere sie den Iran bombardieren, so wie die das mit allen anderen Ländern immer schon getan haben.

Trump ist somit keinen Deut besser als Netanjahu! Beide sind bösartige Kriegswütige, denen es völlig egal ist, wenn es zu einem 3. Weltkrieg kommt und die ganze Welt in Flammen steht!

 

Der Nahe Osten und das Toyota Prinzip: Nichts ist unmöglich - Toyota.

Wer erinnert noch den Affen der das intonierte? Sieht er Bibi oder wem ähnlich?

Ekkehardt Fritz Beyer

10.03.2026 | 13:06

... „Die Trump-Administration hat sich durch den Druck der Netanjahu-Regierung Israels in den Iran-Krieg ziehen lassen. Nun gilt es, den Kopf wieder aus der Schlinge zu ziehen und den Krieg zu einem Ende zu bringen, warnt Steve Bannon ...

Scheinbar aber ohne dieses https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich, denn nun erklärte „auch der Bundeskanzler, dass das Völkerrecht „seine Grenzen“ habe, und dass „grundlegende Interessen notfalls mit Gewalt“ durchgesetzt werden müssen.“  ... https://www.youtube.com/watch?v=pSbbWv_WZXU&t=25s 

Ja bittte - wessen grundlegenden Interessen???

Trump, jetzt haben Sie gewaltig an Vertrauen verloren.  Sie haben sich durch Israel in eine missliche Lage versetzen lassen. Beenden Sie den Krieg und bringen Sie Israel endlich zur Vernunft!

Wer politisch ständig nur rumstänkert soll sich nicht wundern, wenn alle Staaten sich gegen diesen Staat wenden. Engel sehen anders aus!

Ein paar Treffer an den richtigen Stellen im Iran, dann abwarten und zuschauen wie das Land implodiert. Mehr braucht es eigentlich nicht. (srf-«Countdown zur Katastrophe»: Wasserkrise im Iran verschärft sich)

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