Eskalation im Nordatlantik

US-Eliteeinheiten kapern russischen Öltanker im Atlantik: Er sollte nach Venezuela

Die USA machen militärisch deutlich, dass sie es mit den Saktionen gegen Venezuela ernst meinen. US-Spezialeinheiten haben jetzt einen russischen Öltanker im Nordatlantik auf gebracht.

Öltanker im Meer


Die Vereinigten Staaten haben einen russisch geflaggten Öltanker namens Marinera vor der Küste Islands unter ihre Kontrolle gebracht [siehe Bericht "n-tv"]. Diese Aktion erfolgte nach einer mehr als zweiwöchigen Verfolgung durch US-Kräfte. Der Tanker steht in Verbindung mit sanktioniertem venezolanischem Öl. 

Russische Kriegsschiffe und U-Boote begleiteten das Schiff, griffen jedoch nicht ein. Die Operation wurde von US-Behörden als Durchsetzung von Sanktionen bestätigt. 

Der Vorfall ereignete sich am 7. Januar 2026 und markiert eine neue Stufe in den Spannungen zwischen den USA, Russland und Venezuela.

Der Verlauf der Operation: Übernahme per Hubschrauber-Einsatz

US-Spezialkräfte bordeten den Tanker aus einem Hubschrauber. Unterstützt wurden sie von P-8 Poseidon-Aufklärungsflugzeugen und AC-130J-Transportmaschinen. 

Eine frühere Bordungsversuch vor zwei Wochen scheiterte aufgrund eines Sturms. Der Tanker hatte zuvor eine US-Blockade durchbrochen und sich einer Inspektion durch die Küstenwache widersetzt. 

Nach der Flucht wurde das Schiff unter russische Flagge gestellt. Die US-Regierung bezeichnete es als staatenloses Schiff mit falscher Flagge. 

Die Beschlagnahme verlief ohne Störungen durch russische Einheiten [siehe Bericht "Reuters"]. Das US European Command bestätigte die Koordination mit dem Justiz- und Heimatschutzministerium.

Hintergrund des Tankers: Er sollte Erdöl aus Venezuela holen

Der Tanker hieß ursprünglich Bella-1 und fuhr unter guyanischer Flagge. Er war auf dem Weg, Öl in Venezuela zu laden. Die USA verfolgten ihn im Rahmen ihrer Sanktionen gegen den venezolanischen Ölhandel. Dies geschah kurz nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte in Caracas. 

Venezuela wirft den USA vor, das Land um seine Ölreserven zu berauben. US-Präsident Donald Trump beschuldigte Venezuela wiederum des Diebstahls US-amerikanischen Öls.

Ein weiterer venezuela-assoziierter Tanker wurde in lateinamerikanischen Gewässern abgefangen. Der Marinera wurde als Teil der russischen Schattenflotte identifiziert.

Internationale Reaktionen: Russland protestiert

Das russische Außenministerium verurteilte die Aktion als Verstoß gegen internationales Seerecht. Es forderte den Respekt vor der Freiheit der Schifffahrt. Das Schiff befand sich nach russischen Angaben in internationalen Gewässern und operierte legal. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte auf X, dass die Blockade sanktionierten Öls weltweit durchgesetzt werde. Venezolanische Vertreter bezeichneten die Festnahme Maduros als Entführung. In sozialen Medien wie X äußerten Nutzer Bedenken vor einer Eskalation. Einige sehen darin einen riskanten Schritt, der zu Konfrontationen führen könnte. Die EU und andere NATO-Partner beobachten die Lage aufmerksam.

Die Beschlagnahme verstärkt die US-Sanktionen gegen Venezuela und Russland. Sie könnte die Beziehungen zu Russland weiter belasten, insbesondere in der Arktisregion. Experten warnen vor einer Zunahme maritimer Konflikte. Die Präsenz russischer Schiffe zeigt die Bereitschaft zu Eskorten, ohne direkte Konfrontation. Wirtschaftlich könnte dies den globalen Ölhandel beeinflussen. Die USA betonen ihre Entschlossenheit, illegale Transporte zu stoppen. Eine diplomatische Lösung scheint derzeit unwahrscheinlich. Der Vorfall unterstreicht die geopolitischen Spannungen im Nordatlantik.

Sven von Storch

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Comments

Über ein Jahrhundert  haben  die US-Amerikaner keinen Deutschen in Führungspositionen zugelassen. Nun ist es zu spät für den Fehler. Adolf der 2. hat übernommen und zeigt seine wahre Fratze. Es ist der Ami und nicht der Russe als Räubernation.   

Wolfgang Lammert

07.01.2026 | 18:39

Nach der Kapern des russischen Tankers vor Island durch US-Militär scheint Russland die US-Firmen in der Ukraine unter Feuer zu nehmen. In Dnipro wurde ein US-Unternehmen von Russland angegriffen und zerstört. Macht Russland nun Jagd auf US-Unternehmen in der Ukraine ?

USA Ziel russischer Drohnen: Amerikanischer Agrarkonzern in Dnipro getroffen

Iran droht USA nach Protesten mit präventivem Militärangriff

Manches sieht nach einem Handelskrieg zwischen der USA und Russland und dem Iran aus !

Mittlerweile bin ich von Trump's Politik als Sheriff von den Oligarchen total enttäuscht und glaube das die Republikaner sich genauso ins Knie schießen wie die korrupten EU Politiker samt dem Rektalakrobaten von Black Rock, WEF, WHO. Die UNO ist nur noch ein zahlendes Versorgungsamt für inkompetente und zahnlose Papiertiger und gehört in der jetzigen Form abgeschafft samt der EU und sollte sich total neu aufstellen ( demokratisch) und die Völker nicht weiter unterdrücken, all die hohlen Phrasen kann ich meinen offenen Schrank auch erzählen und weiß danach es passiert eh nichts.

 

Hans-Peter Klein

07.01.2026 | 21:45

Alles wegen dem Öl.
Deswegen Handelskriege bis hin zu militärischen Konflikten und am Ende der Eskalationsspirale droht der atomare Supergau. Gott behüte uns.

Und dann gibt es hier immer noch Leute die massiv Fossil+Uran- Lobby Arbeit betreiben.

Dabei gibt es auf dem Energiepfad nichts Vernünftigerers, wie auf den Pfad der Erneuerbaren umzusteigen.
Versteht eigentlich jedes kleine Kind, das sagt uns der gesunde Menschenverstand, es entspricht dem ökologischen Leitmotiv der 80er-Anfangsjahre der grünen Umweltschutzbewegung hierzulande :

Denke global, handle lokal.

Sieht man sich die Zunahme der privaten PV-Anlagen an, so deute ich es als ein Zeichen der Hoffnung, das immer mehr Leute diesen Kernsatz der Ökologie bereits sosehr verinnerlicht haben, das es bereits eine Selbstverständlichkeit geworden ist, über die man nicht mehr breit diskutieren muß : 
PV/Solarthermie gehört aufs Dach wie fließendes Wasser in  Küche und Bad.

Die tagesaktuelle Diskussion hat sich derweil verlagert auf E-Mobilität, E-Wärme und E-Industrieprozesse auf dem Pfad der Energiewende.
Das ist die eigentliche Transformation einer jeden Gesellschaft von unten wie sie auch bei anderen Basis-Innovationen schon immer ablief: 
Die einen reden, die anderen schaffen und verändern so die Gesellschaft von Grund auf, sie ist hinterher eine ganz andere wie vorher.

So war es schon immer.
So wird es auch diesmal sein.
Alles andere wäre Rückschritt, wäre Anachronismus pur, wäre kleben an der Vergangenheit, die in vielem sogar schlechter war.

MfG, HPK

Vielleicht erkennen und begreifen die Venezolaner nun, dass nicht allein Maduro für ihren schlechten Lebensstandard verantwortlich ist. Denn insbesondere durch die jahrelangen US-Sanktionen ist das Leid des venezolanischen Volkes entstanden. Und nun werden sie weiterhin oder wahrscheinlich noch mehr leiden und Entbehrungen hinnehmen müssen, weil die USA rücksichtslos Versorgungswege blockieren, nur um Russland und China von Venezuela fernzuhalten.

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