Zum ersten Mal wurde der Chef des venezolanischen Regimes nicht als "rechtmäßig gewählter Präsident" behandelt, sondern als das, was zahlreiche Untersuchungen, Anzeigen und internationale Berichte bereits angedeutet hatten: als Führer eines Staates, der von Drogenhandel und politischem Terror beherrscht wird.
Die Reaktion der brasilianischen Regierung erfolgte umgehend – und war aufschlussreich. In einer offiziellen Erklärung verurteilte Präsident Luiz Inácio Lula da Silva die US-Operation als Verstoß gegen das Völkerrecht, die Souveränität Venezuelas und den Multilateralismus und berief sich dabei auf die UNO als höchste moralische Instanz.
Diese Reaktion ist jedoch weder rechtlich noch moralisch haltbar. Sie offenbart etwas Tieferes: die politische Angst, dass eine historische Zusammenarbeit zwischen der PT (Arbeiter Partei) und der venezolanischen Diktatur aufgedeckt wird.
Das Völkerrecht als Nebelkerze
Die Regierung Lula behauptet, dass die Verhaftung Maduros gegen das Völkerrecht verstößt. Dies ist ein bekanntes – und zutiefst trügerisches – Argument. Das Völkerrecht ist kein absoluter Wert, geschweige denn den auf dem Naturrecht basierenden Menschenrechten übergeordnet.
Wenn ein Regime
• Oppositionelle hinrichtet,
• politische Gefangene foltert,
• Wahlen manipuliert,
• Millionen von Bürgern aus seinem Hoheitsgebiet vertreibt,
• und sich mit dem internationalen Drogenhandel verbündet,
ist das Berufen auf Verträge und staatliche Souveränität keine Verteidigung des Rechts, sondern institutioneller Schutz für Verbrechen.
Wie klar gezeigt wurde, ist das Völkerrecht nur dann legitim, wenn es dem Schutz des Menschen dient; wenn es Tyrannen schützt, wird es zu einem Instrument bürokratischer Herrschaft.
Im Fall Venezuelas ist das Problem nicht rechtlicher Natur. Es ist ein strafrechtliches und zivilisatorisches Problem.
PT und Venezuela: dokumentierte politische Zusammenarbeit
Die Beziehung der Arbeiterpartei zur venezolanischen Diktatur ist weder episodisch noch rhetorisch. Sie ist strukturell, kontinuierlich und dokumentiert.
Seit den 1990er Jahren ist die PT Mitglied des Foro de São Paulo, einer Organisation, die von Lula in direkter Zusammenarbeit mit Fidel Castro gegründet wurde und deren erklärtes Ziel es war, linke Parteien und Bewegungen auf dem Kontinent zu koordinieren . Das Forum nahm nicht nur autoritäre Regime auf, sondern auch bewaffnete Organisationen und Gruppen, die mit dem Drogenhandel in Verbindung stehen, darunter die FARC, die von den USA, der EU und Kanada offiziell als terroristisch eingestuft wird.
Während der Regierungen von Lula und Dilma Rousseff hat Brasilien
• die venezolanischen Wahlen anerkannt, die von internationalen Organisationen als gefälscht angeprangert wurden;
• schwiegen, als das Regime 2017 dem venezolanischen Parlament seine Befugnisse entzog;
• legitimierte die von Maduro geschaffene betrügerische Verfassungsgebende Versammlung;
• gewährte Verbündeten des Regimes in internationalen Foren indirekten politischen Schutz.
Es handelt sich nicht um Unterlassung. Es handelt sich um bewusste politische Ausrichtung.
Drogenhandel und Terror: das Regime, das Brasilien schützt
Maduro ist nicht nur ein autoritärer Diktator. Er wird beschuldigt, Mitglied des Kartells „Cartel dos Sóis” zu sein, einem von venezolanischen Militärs betriebenen Drogenhandelsnetzwerk, das von internationalen Organisationen und der US-Regierung selbst angeprangert wird. Es gibt formelle Anschuldigungen der Zusammenarbeit zwischen dem Chavista-Regime und der FARC, um die Vereinigten Staaten mit Kokain zu überschwemmen, wobei Venezuela als logistischer Korridor genutzt wird.
Unterdessen unterhielt die PT normale politische und diplomatische Beziehungen zu Caracas und verteidigte das Regime im Namen der „Souveränität” und des „Antiimperialismus”. In der Praxis verteidigte sie einen Drogenstaat.
Brutale Unterdrückung: Die Fakten, die Lula ignoriert
Die interne Repression in Venezuela ist keine Rhetorik der Opposition. Es handelt sich um eine dokumentierte Tatsache:
• außergerichtliche Hinrichtungen, die von der UNO selbst angeprangert wurden;
• Tausende politische Gefangene;
• systematische Folter;
• Verfolgung von Journalisten, Oppositionellen und Geistlichen;
• Demonstrationsverbot;
• manipulierte Wahlen;
• Millionen von Flüchtlingen, die gezwungen sind, die Grenzen zu überqueren.
Die Oppositionsführerin Maria Corina Machado wurde ihres Amtes enthoben, verfolgt und bedroht. Als sie Lula öffentlich herausforderte – „Sagen Sie Maduro, dass es Zeit ist zu gehen“ – deckte sie das stillschweigende Einverständnis der lateinamerikanischen Regierungen gegenüber einer der schlimmsten Diktaturen des Kontinents auf.
Das Schweigen Brasiliens ist keine Neutralität. Es ist Komplizenschaft.
Die Wahrheit hinter der brasilianischen Erklärung
Die Regierung Lula verurteilt die Inhaftierung Maduros nicht aus juristischer Sorgfalt. Sie verurteilt sie, weil
1. sie befürchtet, dass die Festnahme Maduros das Forum von São Paulo als kontinentale Machtstruktur entlarven könnte;
2. sie befürchtet, dass Ermittlungen zu Finanzierungsnetzwerken, Drogenhandel und politischer Unterstützung voranschreiten könnten;
3. befürchtet, dass der Diskurs der „Solidarität zwischen den Völkern” angesichts der Tatsachen zusammenbricht.
Deshalb greift er auf das Völkerrecht als moralischen Schutzschild zurück. Ein abgenutzter, zerbrechlicher und immer weniger überzeugender Schutzschild.
Die Verhaftung von Nicolás Maduro ist keine Bedrohung für die internationale Ordnung. Sie ist eine verspätete Antwort auf die Straflosigkeit. Die wahre Gefahr für Lateinamerika ist nicht die Rechenschaftspflicht von Tyrannen, sondern das anhaltende Bündnis zwischen formalen demokratischen Parteien und kriminellen Regimes.
Die brasilianische Regierung hat sich für die falsche Seite der Geschichte entschieden. Indem sie Maduro verteidigt, verteidigt sie einen Drogenstaat, legitimiert Unterdrückung und verrät ihre eigenen Grundsätze, die sie angeblich vertritt. Neutralität gegenüber Verbrechen ist Mittäterschaft. Sich auf das Völkerrecht zu berufen, um einen Diktator zu schützen, ist eine moralische Verfälschung der Rechtssprache.
Die Geschichte geht unerbittlich mit Regierungen um, die Ideologie mit Gerechtigkeit verwechseln. Und wenn die Wahrheit ans Licht kommt, verschont sie nicht einmal die stillen Komplizen.


Comments
Wolodja21La@web.de
Trump will sich noch mit den politischen Führern in Kolumbien, Mexiko, Kuba und Brasilien anlegen!
China ist ein großer Player…
China ist ein großer Player in Südamerika und soll nun von der US-Regierung und ihren Hinterleuten aus Südamerika herausgeworfen werden. Man sollte sich das Buch von Eduardo Galeano "die offenen Adern Lateinamerikas" lesen, um zu verstehen, welches "Fass" die US-Strategen in Lateinamerika öffnen könnten.
Lula
Ganz klar, dem Lula, selbst ein ganz linker Vogel, um nicht zu sagen Kommunist, unter dem und seinem obersten "Richter" auch in Brasilien die Opposition kein gutes Blatt hat, dem wird langsam der Thronsessel unter dem Allerwertesten zu heiß. Wenn so einer wie Lula sich auf das "Völkerrecht" beruft, sieht er sich wohl schon in New York verweilend!
Menschrecht vw. Völkerrecht
Vollkommen klar, dass kommunistische Diktatoren sich gegenseitig versuchen zu unterstützen, Ebenso klar, ist dass hiesige Kommunisten das auch verurteilen. Denn Menschenrechte gelten für Kommunisten stets nur für Menschen die eine identische Meinung mit der ihren haben.
Die Schäbigkeit mit der sich Linksradikale einerseits auf das Völkerrecht berufen, andererseits aber mit keinem Wort die Verbrechen des Hochkriminellen Maduro erwähnen ist kennzeichnend und offenbart die Abgründe ihrer menschenverachtenden Idelogie.
Offenbar soll jeder Diktator in seinem Land, sich auf das Völkerrecht berufend tun und lassen können was er will. Den SED Kommunisten sei in ihr rotes Gebetsbuch geschrieben; Ohne die USA und deren Unterstützung eures Freundes Stalin, hätte der größten Verbrecher aller Zeiten, Hitler zumindest nicht so schnell bzw. überhaupt nicht das Handwerk gelegt werden können..
Alle anderen Linksgrünen sollten sich mit abfälligen Äußerungen gegen die USA wegen Völkerrechtsverstößen zurückhalten, schließlich ist der erste gesetzeswidrige deutsche Angriffskrieg von einer rot-grünen Regierung Schröder Fischer veranstaltet worden.
Zu Ehren aller an dem Einsatz beteiligen tapferen Soldaten/ Soldatinnen mit Dank für die präzise Durchführung:
https://www.youtube.com/watch?v=QsI3pThlmXs&list=RDQsI3pThlmXs&start_radio=1&pp=ygUldGhlIGJhdHRsZSBoeW1uIG9mIHRoZSByZXB1YmxpYyB0cnVtcKAHAQ%3D%3D
... „Wenn ein Regime •…
... „Wenn ein Regime
• Oppositionelle hinrichtet,
• politische Gefangene foltert,
• Wahlen manipuliert,
• Millionen von Bürgern aus seinem Hoheitsgebiet vertreibt,
• und sich mit dem internationalen Drogenhandel verbündet,
ist das Berufen auf Verträge und staatliche Souveränität keine Verteidigung des Rechts, sondern institutioneller Schutz für Verbrechen“! ...
Ist es deshalb etwa längst selbstverständlich, wenn Washington fordert, „Venezuela soll Beziehungen zu Russland und China abbrechen“? https://rtde.team/international/266715-washington-fordert-venezuela-soll-beziehungen/
So erkenne auch ich im Verhalten Washingtons in Sachen Venezuela eine Kriegerklärung der USA an die ganz Welt! https://globalbridge.ch/venezuela-eine-kriegserklaerung-der-usa-an-die-ganze-welt/
Wobei sich die EU samt ihrem Zugpferd – der deutschen Bundesregierung – aus auch meiner Sicht in Sachen Russland an den Amis auf Kosten der hiesigen Steuerzahler scheinbar beispielhaft(?) orientiert!!!
Basiert der Kurs der Bundesregierung und der EU nicht sogar auf Lügen?https://www.nachdenkseiten.de/?p=144418
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