Kommende Phasen: 1. Kontrolle des Chaos, 2. Neuausrichtung der Macht 3. Legitimation durch Demokratie?

Was kann der mögliche Plan von Trump für Venezuela sein?

Die politische Landschaft Venezuelas hat sich in den letzten Tagen dramatisch verändert, und die Ereignisse vom Januar 2026 markieren einen potenziellen Wendepunkt in der langjährigen Krise des Landes.

Donald Trump


Nach Jahrzehnten einer tyrannischen chavistischen Herrschaft, die Venezuela in wirtschaftliche Ruinen, soziale Unruhen und internationale Isolation stürzte, kam es zu einer spektakulären Intervention: Der US-Präsident Donald Trump ordnete die Festnahme des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro an. Maduro wurde von US-Spezialeinheiten in Caracas aufgegriffen, in die USA transportiert und soll nun vor einem US-Gericht wegen schwerwiegender Vorwürfe wie Drogenhandel, Unterstützung des Terrorismus, Geldwäsche und Verletzung internationaler Sanktionen angeklagt werden. Diese Aktion, die auf jahrelangen Ermittlungen des US-Justizministeriums und des DEA basiert, wurde durch Trumps Wiederwahl im November 2024 ermöglicht, die eine härtere Linie gegen autoritäre Regime in Lateinamerika ankündigte. Die Festnahme Maduros ist das Ergebnis eskalierten Drucks: Bereits 2020 hatte die Trump-Administration eine Belohnung von 15 Millionen Dollar für Informationen zu Maduro ausgeschrieben, und nun, unter einer neuen Administration, wurde dies in die Tat umgesetzt. Diese Entwicklung hat Venezuela in ein Vakuum gestürzt – ein Machtvakuum, das nun anscheinend durch Verhandlungen mit Figuren wie Delcy Rodríguez, der Vizepräsidentin und engen Vertrauten Maduros, gefüllt werden soll.

Die Wurzeln dieser Krise reichen zurück in die Ära Hugo Chávez, der den Chavismus als linke, sozialistische Revolution startete, die wie erwartet in Korruption, Misswirtschaft und brutaler Unterdrückung mündete. Unter Maduro verschärfte sich dies zu einer vollständigen Tyrannei: Hyperinflation, Massenauswanderung von über sieben Millionen Venezolanern und die Allianzen mit Staaten wie Iran, Russland und China isolierten das Land. Die US-Anklagen gegen Maduro basieren auf Beweisen für seine Beteiligung am "Cartel de los Soles", einem kriminellen Netzwerk, das Drogen aus Kolumbien über Venezuela in die USA schmuggelte, sowie auf Unterstützung terroristischer Gruppen wie der FARC und Hezbollah. Diese linke Narco-Terror-Regierung hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten geschickt mit globalistischen Strukturen arrangiert – von Kooperationen mit internationalen Organisationen, die ihre Tyrannei ignorierten, bis hin zu Allianzen mit Mächten wie China und Russland, die ihre kriminellen Aktivitäten deckten, um geopolitische Vorteile zu erlangen. Besonders perfide ist die enge Verflechtung mit der kubanischen Diktatur: Venezuela hat die kubanische Tyrannei finanziell am Leben gehalten, indem es seit 1999 unter Chávez Milliarden an subventioniertem Öl nach Kuba lieferte – Schätzungen sprechen von bis zu 18 Milliarden Dollar allein zwischen 2008 und 2011. Im Gegenzug stellte Kuba Tausende von Agenten, darunter Soldaten, Sicherheitskräfte und Berater, die das venezolanische Regime infiltrierten und kontrollierten; aktuelle Schätzungen gehen von 15.000 bis 30.000 Kubanern aus, die Schlüsselpositionen in der Regierung, Armee und Geheimdiensten innehatten, oft als Bodyguards für Maduro selbst. Dies machte Venezuela de facto zu einer Marionettenregierung der kubanischen Diktatur, die bis heute Entscheidungen in Caracas beeinflusst und das Land als Erweiterung ihres eigenen Einflussbereichs nutzt, um den Sozialismus in der Region zu exportieren. In der jüngsten US-Operation kamen 32 kubanische Offiziere ums Leben, was die tiefe Präsenz Kubas unterstreicht.

Noch schärfer wird das Bild, wenn man die Verbindungen zu US-Globalisten unter den Demokraten betrachtet. Die Obama-Administration erkannte Maduro trotz seiner illegitimen Machtergreifung an und zögerte mit harten Sanktionen, was Kritiker als Appeasement-Politik brandmarken – sie sanktionierte erst 2015 einige Offizielle, blieb aber insgesamt passiv und ermöglichte so die Konsolidierung der Tyrannei. Unter Biden wurde diese Linie fortgesetzt: Die Administration hob Sanktionen teilweise auf, erlaubte Chevron 2022, Operationen in Venezuela wiederaufzunehmen, und erkannte sogar Oppositionelle wie González an, während sie Maduros Regime durch Verhandlungen und Öllieferungen indirekt stützte – alles unter dem Deckmantel diplomatischer "Normalisierung", die in Wirklichkeit dem Narco-Terror-Regime Luft verschaffte. Diese Zusammenarbeit mit dem Regime, das eng mit Kuba verknüpft ist, diente globalistischen Interessen, wie der Sicherung von Ölvorräten und der Vermeidung regionaler Instabilität, auf Kosten der venezolanischen Freiheit. Trumps Festnahmeaktion, die am 3. Januar 2026 stattfand, war ein kalkulierter Schlag: Sie nutzte die Schwäche des Regimes nach manipulierten Wahlen 2024 und interne Spaltungen im Militär. Doch diese Intervention hat nicht zu einem sofortigen Triumph der Demokratie geführt, sondern zu einer prekären Situation. Bewaffnete Milizen kontrollieren Teile des Landes, die Wirtschaft steht am Rande des Kollaps, und ohne eine Übergangsstrategie droht Bürgerkrieg. Hier tritt Delcy Rodríguez auf die Bühne – nicht als Reformerin, sondern als zentrale Vertreterin der verbliebenen chavistischen Machtstrukturen, die tief in dieses kriminelle System verstrickt ist. Verhandlungen mit ihr und der Chavista-Führung sind unvermeidlich, aber nur aus rein taktischen Gründen, um das venezolanische Volk vor weiterem Leid zu schützen und die Freiheit schrittweise wiederherzustellen.

Die bittere Realität: Macht liegt bei den Bewaffneten

Nach Maduros Festnahme und seiner Überstellung in die USA liegt die effektive Macht in Venezuela weiterhin bei den bewaffneten Kräften dieser linken Narco-Terror-Organisation, die sich als Regierung ausgibt. Die Armee, die Geheimdienste wie der SEBIN und paramilitärische Gruppen wie die Colectivos beherrschen das Territorium und die Infrastruktur durch Einschüchterung und Gewalt. Delcy Rodríguez, als Vizepräsidentin und Schwester des einflussreichen Jorge Rodríguez, ist tief in dieses kriminelle Netzwerk verstrickt – sie hat direkten Zugang zu diesen Strukturen, koordiniert administrative Prozesse, pflegt Verbindungen zu militärischen Hardlinern und kontrolliert Schlüsselressourcen wie den Ölkonzern PDVSA, Banken und Häfen, die oft für illegale Aktivitäten missbraucht wurden.

Warum verhandelt man mit ihr? Die Antwort ist pragmatisch und unangenehm: Ohne ihre vorübergehende Kooperation würde das Land innerhalb von Tagen zusammenbrechen, und die Tyrannei würde in offene Anarchie münden. Lieferketten für Lebensmittel und Medikamente würden versiegen, Stromausfälle würden sich häufen, und der Schwarzmarkt würde in Gewalt explodieren. Rodríguez, als Teil dieses kriminellen Systems, könnte taktisch als Brückenfigur dienen, indem sie Demobilisierungen einleitet, Informationen über korrupte Strukturen liefert und administrative Kontinuität sicherstellt – aber nur, um den Übergang zu erleichtern und das Volk zu retten, nicht weil sie irgendeinen Respekt verdient. In der aktuellen Situation, ausgelöst durch Trumps Intervention, die das Regime enthauptet hat, ohne es vollständig zu zerschlagen, ist sie eine der wenigen, die noch Befehle erteilen und Gehorsam erzwingen kann, dank ihrer Verbindungen zu den bewaffneten Banden. Historische Parallelen, wie die Festnahme von Manuel Noriega in Panama 1989 oder Saddam Hussein in Irak 2003, zeigen, dass solche Aktionen oft zu instabilen Übergangsphasen führen, in denen Verhandlungen mit verbliebenen Regime-Elementen essenziell sind – auch wenn diese Elemente wie Rodríguez selbst für ihre Rolle in der Unterdrückung verachtet werden müssen. Es geht nicht um moralische Anerkennung dieser Tyrannei, sondern um den reinen Nutzen: Rodríguez hat die Handlungsfähigkeit, die die Opposition fehlt, aber sie bleibt eine Komplizin in einem System, das mit Globalisten und Schurkenstaaten paktiert hat. Sie kann Garantien für Amnestien aushandeln, Exiloptionen für Hardliner organisieren und den Übergang einleiten – rein taktisch, um Freiheit zu ermöglichen. Ohne diesen Ansatz würde die Festnahme Maduros nicht zu Freiheit, sondern zu Anarchie führen – ein Szenario, das Trump vermeiden will, da es Migrantenströme und Drogenflüsse in die USA verstärken würde.

Der Schmerz der Opposition: Warum María Corina Machado außen vor bleibt

María Corina Machado, die charismatische Führerin der radikalen Opposition, symbolisiert den Wandel und die Ablehnung dieser linken Narco-Terror-Tyrannei. Ihre Popularität, gestützt durch Millionen von Stimmen in den Wahlen 2024 – trotz Disqualifikation durch das Regime –, macht sie zur Hoffnungsträgerin für eine marktwirtschaftliche Erneuerung. Doch in der aktuellen Phase nach Maduros Festnahme bleibt sie marginalisiert. Diese Entscheidung ist schmerzhaft, folgt jedoch der Logik der Realpolitik: Machado kontrolliert keine Waffen, kein Territorium und keine Logistik. Sie kann nicht garantieren, dass bewaffnete Gruppen entwaffnet werden oder dass Gewalt ausbricht.

Die Chavistas, als Überreste dieser kriminellen Organisation, sehen in Machado eine Bedrohung, da ihre Rhetorik von Abrechnung und Säuberung Verhandlungen blockieren würde. In diplomatischen Treffen, etwa unter US-Vermittlung in Barbados oder Mexiko, fordern sie Garantien wie Amnestien und Posten in einer Übergangsregierung. Machado einzubinden, würde dies sabotieren. Stattdessen wird sie zunächst außen vor gelassen, um den Prozess voranzutreiben. Trumps Aktion hat das Vakuum geschaffen, aber nicht die Strukturen beseitigt; hier zählt Stabilität mehr als Legitimität. Machado bleibt eine Symbolfigur, die später Kapital daraus schlägt – in freien Wahlen, wenn das Chaos gebändigt ist.

Edmundo González: Der Konsensmacher für später

Edmundo González Urrutia, der Kandidat der Einheitsopposition 2024, ergänzt das Bild als mäßigender Diplomat. Er verkörpert Konsens, ohne Machados Radikalität, und dient als Brückenbauer zu moderaten Chavistas und internationalen Partnern. In der aktuellen Krise, nach Maduros Überstellung, ist er nützlich für Phase 2: Als potenzieller Übergangspräsident könnte er Technokraten einbinden, Reformen einleiten und Stabilität garantieren.

González bleibt jedoch zunächst im Hintergrund, da er das unmittelbare Chaos nicht kontrollieren kann. Seine Rolle entfaltet sich später, wenn Machtstrukturen neu ausgerichtet sind. Er signalisiert Kontinuität ohne Provokation und ebnet den Weg für Demokraten.

Die kalte Logik der Übergangsphasen

Venezuelas Weg nach Maduros Festnahme folgt der klassischen Logik politischer Übergänge.

Phase 1: Kontrolle des Chaos 

Hier verhandelt man mit Bewaffneten und Insidern dieser kriminellen Struktur. Rodríguez, als Teil des Netzwerks, demobilisiert Milizen, sichert PDVSA und verhindert Plünderungen – rein taktisch, um das Volk zu retten. Die USA drängen darauf, um regionale Instabilität zu vermeiden. Amnestien werden vereinbart – hässlich, aber notwendig, um die Tyrannei endgültig zu brechen.

Phase 2: Neuausrichtung der Macht  

Zivilisten wie González treten ein: Reformen stabilisieren die Wirtschaft, moderate Chavistas werden integriert. Rodríguez könnte vorübergehend als Beraterin bleiben, aber ihr Einfluss muss schnell minimiert werden.

Phase 3: Legitimation durch Demokratie 

Freie Wahlen legitimieren den Prozess; Machado triumphiert als Präsidentin. Ohne frühere Phasen gäbe es kein Land zu regieren.

Der emotionale Irrtum und die strategische Wahrheit

Viele glauben, Maduros Festnahme bringe sofort Demokratie. Doch zuerst regieren Pragmatiker mit Macht, dann Konsensmacher, schließlich Volksvertreter. Proteste gegen Rodríguez-Verhandlungen scheitern an der Realität. Strategisch ist Machado essenziell für später; ihre Ausschaltung würde den Übergang gefährden.

Diese Analyse basiert auf den aktuellen Ereignissen: Trumps Intervention hat Maduro entfernt, aber den Chavismus nicht vollständig beseitigt. Pragmatismus ist der Schlüssel zum Erfolg – sonst bleibt Chaos, und die Tyrannei lebt in anderer Form weiter

Sven von Storch

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Comments

Ekkehardt Fritz Beyer

06.01.2026 | 09:44

... „Nach Jahrzehnten einer tyrannischen chavistischen Herrschaft, die Venezuela in wirtschaftliche Ruinen, soziale Unruhen und internationale Isolation stürzte, kam es zu einer spektakulären Intervention: Der US-Präsident Donald Trump ordnete die Festnahme des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro an.“ ...

Und was sagt die KI zum tatsächlichen Hintergrund? 

https://www.google.com/search?q=wie+die+usa+venezuela+in+den+wirtschaftlichen+ruin+trieben&sca_esv=9437bc439e189606&source=hp&ei=HMVcabzZH4GC9u8P54CUqQg&iflsig=AOw8s4IAAAAAaVzTLCT24SWz_Mgyo6f9aTUJx0e…

Doris Mahlberg

06.01.2026 | 12:12

Stellen wir uns einmal vor, in Venezuela gäbe es kein Öl und auch keine sonstigen Bodenschätze und Ressourcen. Was wäre dann ?? Gar nichts wäre dann ! Sie glauben doch hier nicht allen Ernstes, daß es Trump um Menschenrechte oder Demokratie geht. Hier geht es ausschließlich um geopolitische Interessen und Milliardenprofite für die US-Globalisten ! Wie ist es seinerzeit in der Ukraine gelaufen ? Zuerst kam der Putsch auf dem Maidan, dann wurde die US-Marionette Selenski eingesetzt, dann kam der Krieg in der Hoffnung, die russischen Bodenschätze plündern zu können. Dafür haben die USA wieder einmal ein Land zerstört und Hunderttausend Ukrainer und Russen in den Tod getrieben. Und was sagte Kissinger damals zu Gorbatschow ? "Sehen Sie zu, daß diese Mauer endlich weg kommt !" Hahahaaa ! Die Mauer kam weg und das gesamte Volkseigentum der ehemaligen DDR wurde dem US-Lumpengesindel praktisch umsonst auf dem Silbertablett serviert. Und wären die Deutschen nicht in einem endlosen Lügen- und Selbstbetrugskonstrukt gefangen, würden sie endlich begreifen, daß das US-Lumpenpack uns seit 80 Jahren ausplündert.    

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