2025 wurden die Gasspeicher weniger befüllt als in den Vorjahren

Gasspeicher unzureichend befüllt: Droht uns in diesem Winter das Erdgas zum Heizen auszugehen?

Die Gasspeicher in Deutschland sind derzeit deutlich leerer als in den Vorjahren, und die anhaltende Kälte belastet die Reserven stark. Wenn die Kälte anhält, könnte es knapp werden. 

Erdgas-Speicher
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Mitten in einem ungewöhnlich kalten Januar 2026 sorgen sich viele in Deutschland um die Energieversorgung. Die Gasspeicher, die normalerweise als Puffer gegen hohe Heizbedarfe dienen, befinden sich derzeit auf einem sehr niedrigen Stand, wie Freie Welt berichtet hat. 

Aktueller Füllstand der Gasspeicher

Stand Ende Januar 2026 liegen die deutschen Gasspeicher bei etwa 38 Prozent. Das entspricht einem deutlichen Rückgang in den letzten Wochen – allein in den vergangenen Tagen sind teilweise 0,7 bis 0,9 Prozentpunkte pro Tag verloren gegangen. Die Gesamtkapazität der Speicher beträgt rund 250 Terawattstunden, wovon derzeit nur noch knapp 95 Terawattstunden verfügbar sind. 

Seit November 2025, als der Höchststand bei etwa 75 Prozent lag, entleeren sich die Speicher kontinuierlich.

Vergleich mit Vorjahren: Speicherstände niedriger, Winter kälter

Im Vergleich zu den letzten Wintern ist die Lage deutlich angespannter. Vor einem Jahr, Anfang Januar 2025, lagen die Füllstände noch bei über 70 Prozent. In den Wintern 2023/2024 und 2024/2025 startete Deutschland mit deutlich höheren Werten – teilweise nahe 90 bis 98 Prozent. Der jetzige Stand von unter 40 Prozent gehört zu den niedrigsten Werten für diese Jahreszeit seit vielen Jahren. 

Hauptgründe sind eine verhaltene Befüllung im Sommer und Herbst 2025 wegen hoher Preise sowie ein relativ milder Start in die Heizperiode, der die Speicher nicht so stark entlastet hat wie erhofft.

Einfluss der aktuellen Kältewelle

Die anhaltende Kälte seit Anfang Januar hat den Gasverbrauch massiv in die Höhe getrieben. Besonders das zweite Januar-Wochenende mit strengem Frost führte zu einem sprunghaften Anstieg des Bedarfs. Haushalte, die mit Gas heizen – etwa die Hälfte aller deutschen Wohnungen –, verbrauchen derzeit deutlich mehr als im Durchschnitt. 

Ohne eine baldige Wetterentspannung könnte der tägliche Entleerungseffekt von 0,5 bis 1 Prozentpunkt anhalten, sodass die Speicher bis Ende Februar oder Anfang März auf 20 bis 30 Prozent oder weniger sinken würden.

Reicht es noch für den Winter?

Bei durchschnittlichen oder milden Temperaturen reichen die verbleibenden Vorräte voraussichtlich aus, um den Winter ohne größere Probleme zu überstehen – die Speicher sind grundsätzlich so dimensioniert, dass sie mehrere kalte Wochen abfedern können. 

ABER:

Bei einem extrem kalten und langen Winter sieht es jedoch kritischer aus: In solchen Szenarien könnten die Reserven bereits Ende Januar oder Anfang Februar an ihre Grenzen stoßen. 

Experten sprechen von einer erhöhten Risikowahrscheinlichkeit für einen besonders kalten Verlauf. Die Bundesnetzagentur stuft die Gefahr einer angespannten Versorgung in einem normalen Winter jedoch weiterhin als gering ein.

Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung

Deutschland setzt auf mehrere Sicherheitsmechanismen. Das Gasspeichergesetz schreibt Mindestfüllstände vor, die bis in den Frühling hinein gelten. Zusätzlich kommen Importe aus Norwegen, den Niederlanden und über LNG-Terminals zum Einsatz, die die Abhängigkeit von einzelnen Lieferwegen reduzieren. Sparappelle und Effizienzmaßnahmen haben in den vergangenen Jahren bereits zu einem spürbar geringeren Verbrauch geführt. Sollte die Lage dennoch kritisch werden, könnte die Frühwarnstufe in die Alarmstufe übergehen – mit der Möglichkeit, industrielle Großverbraucher vorübergehend zu drosseln, um Haushalte zu schützen.

Sven von Storch

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Kommentare

Graf von Henneberg

26.01.2026 | 14:25

Naja, es gibt doch wichtigers für unsere gewählten Volksvertreter zu tun. Was kümmert es da, ob die Wähler eine warem Stube haben. Und die Industrie - die machhen dann halt den laden zu.

facherfahrener

26.01.2026 | 15:04

in den Händen von vdL - ab 2027 kein Gas mehr aus RU - einzelne Länder die den Notstand

ausrufen  dürfen weiter RU-Gas importieren. Also wenn Brüssel Kalt wird - was interessiert mich

mein Geschwätz von Gestern. Uschi meint auch Alternativgas soll auch preiswerter sein - nur

vergessen zu sagen WER soll das liefern.  Diese EU entpuppt sich noch schlimmer, als ich es

vorhersagte. Einigkeit so lange die EZB Papier bedruckt ??? Oder die Menschen anfangen zu 

frieren??

Wozu brauchen wir Gas? Wir können singen, klatschen und Kniebeugen machen. Mit solchen petitesden wie Gasnotstand sollten wir unsere Hochwohlgeborenen doch nicht langweilen belästigen. Wie sagte es neulich Einer, zwar im anderen Zusammenhang, jedoch gut übertragbar? Ich habe keine Lust mehr darüber zu reden. Damit ist doch alles gesagt. 

Sollte der Winter wieder Einzug halten ,könnten wieder viele Kranke und Ältere Menschen einen Auszug oder Umzug erleben .Und sicher werden diese dann gerne in Häusern von Politikern aufgenommen ,da bei Schnee ja nicht mehr Tennis gespielt werden kann und in Hallen die Heizungen eingefroren sind .

Ich empfehle schon einmal Listen in Altersheimen auszuteilen ,um die Mengen der Menschen in naheliegende  Politiker-Villen aufzuteilen und deren Aufnahmekapazitäten abzuwägen .So könnten ja vielleicht SPD -GRÜNE-LINKE und CDU etwas bessere Wahlquoten erreichen ,vorausgesetzt die Wahlbürger ,.......von Hr.Gabriel auch als "Pack" bezeichnet,....werden gut unterhalten ,-bestens versorgt und mit  gutem Essen und täglichem Taschengeld versorgt ,wie es unsere "Goldstücke aus aller Herrenländer" bekommen  ! 

Es könnte aber passieren ,dass man es dieser Regierung nicht vergibt und nachtragend reagiert,da sie ihrer Verantwortung nicht nachgekommen ist . Apropos "vergessen " .Zur Villa von Hr.Scholz könnte man doppelt so viele Bedürftige unterbringen ,da er sich ja sowieso nicht mehr erinnern kann ! Wir haben ihn da  nicht vergessen !

Sämtliche andere Beamte im Bundestag,welche vielleicht immer noch unter Schnappsideen oder anderen Fürzen leiden wären gute Metangasspeicherfüller ,welche auf super Biodiversität sicher großen Anteil zur Wärmeleistung erbringen könnten und damit wahrlich  Nützliches beisteuern  .

Die Nestwärmeleistung einer Fr.an der Leine ,wenn sie wieder über den Tisch gezogen wird ,reicht da leider nicht ganz aus .Also für Brüssel sehe ich da eher schwarz ;aber wenn Schnee fällt muss man eben nicht alles so schwarz sehen ,zudem wäscht weißer Riese alles wieder weiß ,besonders in Hinterzimmern bei Kurruptikafinanzen ! Dann bräuchte man auch  gar kein Geldwäschegesetz mehr ,das hätte sich rein preislich weggewaschen !

Also nur Mut ,Freunde des Waschlappens und der Wollsöckchen ;die Sesselfurz - und Kriechfächigkeiten würden so praktisch in Kriegstüchtigkeiten umgewandelt und  vorzeigbares Beispiel geben .

Gehen sie mit bestem Beispiel voran !Selbst Aladin hatte eine Öllampe ganz ohne Windenergie ,welche sogar Wunder vollbrachte !

Es wäre vielleicht der Beginn eines neuen Wirtschaftswunders ,ohne AliBaba und seine 40 Räuber ? Wir freuen uns schon ,das Flaschensammeln hätte vorerst ein Ende !

Rita Kubier

28.01.2026 | 16:12

In reply to by Carola C.

Klar, dann sitzen halt alle zu Hause im Kalten. Und wenn der Strom dann auch noch ausbleibt, weil ja das Gas in Deutschland durch fehlende AKW ebenso für die Energieproduktion gebraucht wird, bleibt's auch am PC oder Laptop sowie generell dunkel! Aber so ist das, wenn Ideologie vor Vernunft geht!! 

Damit der Arbeitgeber Heizkosten spart während wir für ihn arbeiten während wir unsere Wohnungen teuer mit Ölöfen/Dieselheizern notheizen müssen? Einen Scheißdreck! Kein Strom kein Office, schon gar nicht home.... 

Wolfgang Lammert

27.01.2026 | 08:08

In Ostdeutschland, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein bleibt es kalt und die Gasspeicher laufen langsam auf null. Währenddessen fährt Pinocchio in der Weltgeschichte herum, schüttelt Hände, macht teuere öko-sozialistische Energiepolitik, kümmert sich um nix, was im eigenen Land schief läuft.

Auch in Bayern versagt die CSU. Dort steigen die Mieten in den meisten Großstädten wie München, Nürnberg, Fürth, Augsburg um 5-6 %, was die Kaufkraft in Bayern massiv vermindert. Natürlich schert sich SÖDER nicht darum, denn er beschäftigt sich mit dem bösen Putin, der eine Osterweiterung der NATO an seine Grenze verhindern will.....

Mieten in Bayern stark gestiegen: Diese Städte sind besonders betroffen | Watch

Vielleicht, ja vielleicht wird ein paar Monate ohne Gas die 75% der Deutschen aufwachen keine Alt-Parteien mehr zu wählen und endlich die Realität zu sehen das Deutschland nur gerettet werden kann mit 50% Plus AFD

Wenn das Wasser in die Heizung erfriert und das ganze System in die Häuser zerstört wird könnte es sein das statt reparieren es Pflicht wird die sau teure Wärme Pumpen ein zu bauen, Wärme Pump Heizung die in ältere Wohnungen gar nicht funktioniert 

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