Der Schutz geistigen Eigentums steht auf dem Spiel

Steve Bannon warnt vor Big-Techs Plünderung kreativer Arbeit

Steve Bannon warnt vor den Folgen des KI-Booms: Während die Tech-Giganten Milliarden mit Künstlicher Intelligenz verdienen, drohen Millionen Künstler, Autoren, Journalisten und kleine Verlage leer auszugehen.

Steve Bannon


Während die Tech-Giganten Milliarden mit Künstlicher Intelligenz verdienen, drohen Millionen Künstler, Autoren, Journalisten und kleine Verlage leer auszugehen. Immer mehr Stimmen aus dem konservativen Lager machen jetzt Front gegen einen Trick, mit dem Google, Meta, Microsoft und OpenAI urheberrechtlich geschützte Werke einfach "kostenlos" für das Training ihrer KI-Modelle verschlingen wollen.

"Fair Use" – die neue Rechtfertigung für Datenraub  

Die Konzerne berufen sich auf die amerikanische "Fair-Use"-Doktrin und behaupten, das Absaugen des gesamten Internets sei legal, weil es schließlich "der Allgemeinheit" diene. In der Praxis entstehen jedoch vor allem piratisierte SpongeBob-Bilder, sexualisierte Chatbots und milliardenschwere Geschäftsmodelle – auf Kosten derer, die die Inhalte ursprünglich erschaffen haben. Branchen, die jährlich mehr als 2 Billionen Dollar zur US-Wirtschaft beisteuern und einen Handelsüberschuss von 37 Milliarden Dollar erwirtschaften, sollen offenbar geopfert werden.

Ein klarer Appell an die Trump-Regierung  

In einem gestern veröffentlichten Brief an Justizministerin Pam Bondi und den Technologieberater des Weißen Hauses Michael Kratsios fordern Steve Bannon und ein breites Bündnis konservativer Köpfe eine klare Absage an diesen Kurs. Sie nennen das Konzept "unamerikanisch und absurd" und verlangen, den globalen KI-Wettlauf "auf amerikanische Art" zu gewinnen: durch den Schutz von Schöpfern, Familien, Kindern und lokalen Gemeinschaften statt durch die Enteignung eben dieser Gruppen.

Die China-Keule zieht nicht mehr

Vertreter des Silicon Valley wie der neue KI- und Crypto-Zar David Sacks wiederholen gebetsmühlenartig, ohne freie Datennutzung würde Amerika im Rennen gegen China zurückfallen. Der Brief kontert trocken: Wenn schon fragwürdige KI-Porno-Bots und Raubkopien von Kinderzeichentrickfilmen als „nationale Sicherheit“ verkauft werden sollen, dann ist etwas grundlegend faul an diesem Argument.

Geld ist kein Problem – nur der Wille

Die beteiligten Konzerne sitzen auf Billionen-Bewertungen und nahezu unbegrenztem Kapital. Einige von ihnen – etwa OpenAI mit News Corp oder Axel Springer – haben bereits bewiesen, dass faire Lizenzverträge möglich sind. Dennoch weigern sich die meisten, für den wichtigsten Rohstoff ihrer Produkte zu zahlen: die kreative Arbeit normaler Menschen.

Lobbydruck bis ins Weiße Haus

Berichte über exklusive Abendessen von Microsoft und Meta mit ehemaligen Trump-Mitarbeitern sowie Forderungen der Big-Tech-finanzierten "Chamber of Progress" nach direkten Regierungseingriffen in laufende Prozesse zeigen, wie weit der Einfluss bereits reicht. Der aktuelle Brief ist eine deutliche Ansage, dass dieser Weg nicht unwidersprochen bleibt.

Die Debatte ist eröffnet – und sie entscheidet mit, ob die nächste Technologie-Revolution wieder nur einer winzigen Elite nutzt oder ob Amerika auch diesmal den Weg findet, Fortschritt und Fairness miteinander zu verbinden.

Sven von Storch

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Die uSA werden von Kräften beherrscht, die nie durch ehrliche Arbeit Geld verdienten, das sind die, die Globalcasino wie Soros Geld aus Geld schöpfen, die noch niemals einen Gegenstand produktiv erschufen. Durch Kriege werden seit Jahrzehnten Rohstoffe und Güter zusammengeraubt, ebenso Intelligenz durch Geld gelockt. Ein Schmarotzerstaat.

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