Schwedens Rückbesinnung aufs Bargeld
Bisher gilt Schweden für die nahezu bargeldlose Gesellschaft als Vorbild, zumindest als Vorzeigeobjekt. In vielen schwedischen Bankfilialen gibt es Bargeld schon lange nicht mehr. Zahlreiche Geschäfte akzeptieren ausschließlich Kartenzahlungen oder Apps. Aber nun, man staune, vollzieht das Land eine Kehrtwende.
Jetzt gilt es dort als wichtiger Bestandteil von Krisenvorsorge – Das Risiko vollständiger Abhängigkeit von digitalen Zahlungssystemen ist zu hoch – Das Zahlungssystem braucht eine Doppelreserve und Ausfallsicherheit – Schwedens Kehrtwende sollte beispielgebend wirken – Die Bargeldkosten einer Volkswirtschaft sind Kosten für des Bürgers Freiheit. Sie sollten uns die Freiheit wert sein – Der große Nutzen von Bargeld: Bezahlen mit ihm hinterlässt keine Datenspuren – Wenn Bargeld nicht mehr lacht, wird auch uns das Lachen vergehen
Bisher gilt Schweden für die nahezu bargeldlose Gesellschaft als Vorbild, zumindest als Vorzeigeobjekt. In vielen schwedischen Bankfilialen gibt es Bargeld schon lange nicht mehr. Zahlreiche Geschäfte akzeptieren ausschließlich Kartenzahlungen oder Apps. Aber nun, man staune, vollzieht das Land eine Kehrtwende. Vom 1. Juli an sind Supermärkte und Apotheken gesetzlich verpflichtet, Bargeld anzunehmen. Banken müssen wieder ausreichend Möglichkeiten schaffen, Bargeld einzuzahlen und abzuheben, bargeldlose Bankfilialen sollen weitgehend der Vergangenheit angehören. Diese Rückbesinnung aufs Bargeld ist besonders deswegen von Belang, weil gerade Schweden, obwohl ein am stärksten digitalisiertes Land in Europa, jetzt nun doch erkannt hat, dass Bargeld nicht bloß ein Zahlungsmittel, sondern durch dessen Robustheit auch ein wichtiger Bestandteil von Krisenvorsorge, persönlicher Unabhängigkeit und Freiheit ist.
Das Zahlungssystem braucht eine Doppelreserve und Ausfallsicherheit
Der Grund für diesen Kurswechsel ist aufschlussreich: Die schwedische Regierung warnt vor den Risiken einer Gesellschaft, die sich vollständig von digitalen Zahlungssystemen abhängig macht. Cyberangriffe, technische Störungen, Stromausfälle oder sogar militärische Konflikte könnten elektronische Zahlungssysteme jederzeit beeinträchtigen. Deshalb soll das Zahlungssystem wieder über Doppelreserve und Ausfallsicherheit verfügen. Die schwedischen Behörden empfehlen ihren Bürgern inzwischen sogar, mindestens 1.000 Kronen in bar zuhause vorzuhalten, um in Krisensituationen lebenswichtige Einkäufe tätigen zu können. (Quelle: hier und ausführlicher hier).
Schwedens Kehrtwende sollte beispielgebend wirken
Schwedens Kehrtwende sollte beispielgebend wahrgenommen werden und wirken. Denn schon seit etwa fünfzehn Jahren bekommen wir Bürger tröpfchenweise und gleichsam subkutan die perfide Botschaft vermittelt „Mit Bargeld bezahlen ist altmodisch, bargeldlos bezahlen modern“. Die Tröpfchen wirken zugleich wie lauter kleine Testballons, um abzuwarten, ob und wie die Bürger darauf reagieren. Aber öffentlich bisher rühren sich dagegen bei weitem nicht genug von ihnen. Sollten sie die Botschaften übersehen oder überhört haben? Oder finden sie es vielleicht sogar gut, nicht mehr mit Bargeld herumlaufen zu müssen? Oder halten sie die Absicht, das Bargeld abzuschaffen, für so absurd, dass diese sich von selbst erledigt? Danach aber sieht es überhaupt nicht aus.
Was anfangs noch wie ein Aprilscherz klang
Anfangs noch hatte es sehr nach Aprilscherz geklungen, als der Online-Nachrichtendienst MMNews am 1. April 2015 schrieb: „Die EU will ab 2018 das Bargeld komplett abschaffen. Das geht aus internen Papieren hervor, die offenbar bereits von Kommissionspräsident Juncker abgesegnet worden sind. Demnach soll das Bargeld in drei Jahren komplett abgeschafft werden. Bezahlt werden darf dann nur noch mit Kreditkarten oder sogenannten ‚Wallets’, wie sie bereits derzeit von einzelnen IT-Unternehmen angeboten werden (‚E-Cash’). Dies gilt auch für Minibeträge.“ Als Stichtag für das Bargeldverbot sei der 1. Januar 2018 vorgesehen. In der Zeit danach werde es nicht mehr möglich sein, bar zu zahlen. Einzelhandel und Dienstleister würden sich dann strafbar machen, wenn Sie Münzen und Scheine annähmen. Die Finanzminister der EU-Mitgliedsstaaten hätten die neue Regelung ausdrücklich begrüßt. Der Vorstoß sei offenbar von der Bankenlobby gekommen. Die Finanzindustrie habe schon seit langem beklagt, dass die Bereitstellung von Bargeld mit erheblichen Kosten verbunden sei. Der ganze Beitrag hier.
Immer mehr Einschränkungen, bis das Bargeld ganz verschwindet
Inzwischen wissen wir, 2018 ist längst verstrichen, und das Bargeld gibt es immer noch, und immer noch können wir mit bar bezahlen. Aber das Vorhaben schwelt weiterhin, ist alles andere als bar jeder Realität. Schon im März 2015 hatte der damalige französische Finanzminister Michel Sapin einen Gesetzesentwurf eingebracht, der Barzahlungen von September 2015 an stark begrenzte. Dann sollten Franzosen für Zahlungen nur noch höchstens 1000 Euro (bisher 3000) Bargeld verwenden dürfen und Touristen nur noch 10 000 Euro statt bisher 15 000. Auch andere schon bestehende Einschränkungen sollten ausgedehnt werden. Näheres hier. Die übliche und unglaubwürdige Begründung: Die Verschärfung sei als Mittel zum Bekämpfen von Steuerflucht, Kriminalität und Terror gedacht. Kriminelle und Terroristen werden sich kaputtlachen, und Bürger sehen darin eine weitere Form staatlicher Überwachung und Repression. Begrenzungen für Bargeldzahlungen haben auch andere Länder längst eingeführt, darunter Spanien und Italien. Es beginnt mit immer weiteren Einschränkungen und endet eines Tages damit, Bargeld gänzlich verschwinden zu lassen. Die Bestrebungen, Bargeldzahlungen zumindest immer mehr einzuschränken, sind unübersehbar.
Der Vorreiter Schweden und ein G20-Beschluss von 2013
2013 berichtete der Online-Nachrichtendienst Deutsche Wirtschafts Nachrichten (DWN): „Kein Land der Welt ist bei der Abschaffung des Bargelds so weit wie Schweden.“ Danach sind in diesem Land, das 1661 die ersten Banknoten in Europa eingeführt hat, schon 2012 nur noch 2,7 Prozent aller Geldgeschäfte mit Bargeld getätigt worden. In der Euro-Zone waren es damals es 9,8 Prozent, in den Vereinigten Staaten 7,2 Prozent. DWN: „Mit dem Argument der Steuerflucht arbeiten Staaten und Banken darauf hin, dass alle Kontobewegungen der Bürger weltweit jederzeit überprüfbar sind.“ Die Abschaffung des Bargelds sei ein wichtiger Baustein im Abschaffen auch der Privatsphäre. Wesentliche Schritte, um die Steuerdaten abzugleichen, wurden auf dem G-20-Gipfel im September 2013 unternommen (hier). Der ganze DWN-Bericht hier.
So wird Bargeld kriminalisiert und der Barzahler verdächtig gemacht
Von Schweden war schon 2010 zu lesen, es habe vor, das Bargeld abzuschaffen: „Schweden plant, auf dem Weg zu einer komplett überwachten und digitalisierten Welt die Vorreiterrolle zu übernehmen, und möchte das Bargeld gänzlich abschaffen. Begründet wird die Notwendigkeit dieses Schritts mit mehr Bequemlichkeit und Sicherheit für den Verbraucher“, hieß es in einem Beitrag vom 11. November 2010 auf der Web-Seite www.politeia.org („Unzensiertes aus aller Welt“). Die Lobbyisten, die sich seit einiger Zeit vehement für die bargeldlose Gesellschaft einsetzten, kämen vorrangig aus der Finanzbranche, den Gewerkschaften und der Polizei. „Wer Bares hat, hat was zu verbergen“, behauptete beispielsweise Maria Löök von der schwedischen Bankgewerkschaft. Schließlich würden auch Freier ihre Dienste von Prostituierten (in Schweden verboten) bar bezahlen. Überhaupt seien ihrer Ansicht nach ‚Zwei von drei Bargeld-Kronen schwarz’. Die Stockholmer Polizei-Chefin Carin Götblad habe noch einen draufgesetzt: „Bargeld ist das Blut in den Adern der Kriminalität“. So wird Bargeld kriminalisiert. Wer bar zahlt, ist verdächtig und stigmatisiert.
Der US-Ökonom Summers: Bargeld global abschaffen
Im Januar 2014 hat der Harvard-Ökonom Larry Summers, unter Bill Clinton amerikanischer Finanzminister, auf einer Forschungskonferenz des Internationalen Währungsfonds gefordert, jegliches Bargeld global abzuschaffen. Henning Lindhoff kommentierte das damals im Magazin eigentümlich frei (ef-Magazin) so: „Sein Vortrag mutete damals an wie eine Kriegserklärung. Erstes Ziel müsse es sein, so Summers, Staat und Banken zu befähigen, Zinssätze unter die Null-Linie drücken zu können. Jeder Bankkunde mit kleinen oder großen Ersparnissen auf seinem Konto müsse dann folgerichtig jedes Jahr Gebühren für die Geldverwahrung berappen. Und damit dann eben kein Bank Run, keine Flucht des Geldes in die Tresore der Bürger, einsetzen könne, müsse Bargeld gänzlich abgeschafft werden. Nur so könne sich das Konzept der zinslosen, der totalen Geldvermehrung durchsetzen. Summers‘ Logik ist bestechend. Und gleichzeitig offenherzig ehrlich in ihrer Botschaft gegen die Freiheit.“ (Quelle hier). Über das Summers-Verlangen berichtet und kommentiert haben auch andere Medien, darunter der Berliner Tagesspiegel (hier).
US-Ökonom Rogoff: Ohne Bargeld sind Negativzinsen leichter durchsetzbar
Auch der prominente amerikanische Ökonom Kenneth Rogoff will das Bargeld abgeschafft sehen. Ob auch heute noch, weiß ich nicht. Aber auf einer Veranstaltung des Ifo-Instituts in München im November 2014 sagte er: „Die Zentralbanken könnten auf diese Weise leichter Negativzinsen durchsetzen, um so die Wirtschaft anzukurbeln.“ Auch ließe sich dann die Steuerflucht und Drogenkriminalität besser bekämpfen, wenn für derartige Geschäfte kein Bargeld mehr zur Verfügung stünde (Quelle: FAZ vom 20. November 2014, Seite 17). Weiter hieß es im FAZ-Bericht: „Besonders mit dem geldpolitischen Argument trifft er einen heiklen Punkt. Die großen Zentralbanken der Welt haben die Leitzinsen praktisch auf null Prozent gesenkt. Dies ist jedoch faktisch die nominale Untergrenze. Zinsen unter null Prozent können Banken oder Verbraucher ausweichen, indem sie statt Guthaben Bargeld horten. Gäbe es diese Alternative nicht mehr, hätten die Zentralbanken noch mehr Spielraum, um die Zinsen zu drücken.“ Und nochmals zitierte das Blatt den Ökonomen: „Papiergeld ist das entscheidende Hindernis, die Zentralbank-Zinsen weiter zu senken. Seine Beseitigung wäre eine sehr einfache und elegante Lösung für dieses Problem.“
Für Anhänger der Freiheit müssen die Alarmglocken schrillen
FAZ-Redakteur Philipp Plickert kommentierte dies damals so: „Erst Larry Summers, nun auch Kenneth Rogoff. Ihre Worte werden bei manchen Zentralbankern, aber auch bei den Finanzministern auf offene Ohren stoßen. Bei allen freiheitsliebenden Bürgern und Sparern müssen die Alarmglocken schrillen. Negativzinsen bedeuten eine schrittweise Enteignung. Bislang war Bargeld eine Alternative und Fluchtmöglichkeit. In vielen Staaten der Erde, vor allem in Skandinavien, aber auch in Südeuropa und Amerika, gibt es Angriffe auf das Bargeld. Nur Kriminelle, Drogen- und Waffenhändler brauchten es, lautet ein verführerisches Argument. Ehrliche Bürger hätten doch nichts zu verstecken. Dies sollte man aus liberaler Sicht scharf zurückweisen. Die Diskussion führt auf eine schiefe Bahn, an deren Ende ein noch größerer staatlicher Zugriff auf die Vermögen der Bürger steht.“ (FAZ vom 20. November 2014, Seite 17).
Ökonomisch hanebüchen und politisch hintertrieben
Nicht anders als Plickert der Ökonom Thorsten Polleit im ef-Magazin: „Dieser Vorschlag ist nicht nur ökonomisch hanebüchen, er ist auch politisch hintertrieben. Denn einem nach Allmacht strebenden Staat ist das Bargeld ein Dorn im Auge. Wenn er nämlich zu aggressiv wird, haben die Bürger mit Bargeldzahlungen die Chance, sich seinen Drangsalierungen zu entziehen. Solange es also noch Bargeld gibt, ist der staatliche Totalitarismus noch nicht ganz perfekt.“
Mit seinem Geldmonopol kann der Staat den Bargeld-Abschied erzwingen
Polleit weist aber auch darauf hin, dass die Staaten über das Geldmonopol verfügen und damit auch über die Macht, die Bargeldverwendung zurückzudrängen oder letztlich ganz aus dem Verkehr zu ziehen: „Sie können Bargeldzahlungen verbieten, die einen bestimmten Betrag übersteigen. Oder sie können die Bargeldverwendung verteuern und damit ihre Attraktivität vermindern: Die Zentralbanken stellen den Geschäftsbanken höhere Kosten für die Bargeldversorgung in Rechnung, die dann die Kunden am Bargeldterminal treffen. Das alles lässt sich vermutlich nicht über Nacht auf den Weg bringen, weil sich ja Zahlungsgewohnheiten nur relativ langsam ändern. Doch ein langsamer, gradueller Abschied vom Bargeld sollte erzwingbar sein.“
Was dem Staat gegen seine Bürger bisher schon gelungen ist
Immerhin, so Polleit weiter, sei es den Staaten schon gelungen, ihre Goldeinlösepflicht des Geldes zu beenden. Es sei gelungen, die Rolle des Dollars als internationale Papierleitwährung in den letzten Jahrzehnten noch weiter zu stärken. Und es sei gelungen, den internationalen Währungswettbewerb zu verringern, der dem ungedeckten Papiergeld gefährlich werden könne – zum Beispiel durch das Verschmelzen vieler nationaler Währungen zu der europäischen Einheitswährung Euro.
Die Unterwürfigkeit in der breiten Bevölkerung
Ferner merkt Polleit dies an: „Die Unterwürfigkeit der breiten Bevölkerung gegenüber der staatlichen Geldhoheit scheint bislang keine Grenzen zu kennen. Doch spätestens dann, wenn das Bargeld abgeschafft und der letzte Fluchtweg versiegelt ist, wenn der Staat ungehemmt und ungestraft volle Einsicht in die Zahlungen der Bürger nehmen kann, ist George Orwells „Big Brother“-Dystopie Wirklichkeit geworden; dann ist es nur noch ein ganz kleiner Schritt, bis der Staat entscheiden kann, wer was kaufen und wer wohin reisen darf.“ Der ganze Beitrag hier.
Bargeldkosten sind Freiheitskosten. Sie sollten uns die Freiheit wert sein
Die Banken wollen das Bargeld aber nicht nur deswegen abschaffen, weil ihre Kundschaft bei Zinsen unter null ihre Bankguthaben abheben und diese dann als Bargeld horten. Ihnen ist auch das Ein- und Auszahlen von Bargeld lästig geworden, weil mit Kosten verbunden. Bargeldkosten entstehen aber nicht nur bei ihnen, sondern auch im Wirtschaftsablauf insgesamt sowie bei der Bargeldversorgung der Bürger und der Wirtschaft, also bei der Herstellung, Erneuerung und Kontrolle der Geldscheine und Münzen. Eine Studie vom Mai 2013 hat die volkswirtschaftlichen Kosten der Bargeldversorgung in Deutschland auf jährlich über 8 Milliarden Euro veranschlagt. Insgesamt koste das Bezahlen mit Scheinen und Münzen über 12,5 Milliarden Euro. Dagegen lägen die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten für das Bezahlen mit elektronischem Geld (E-Geld, Chipkartensystem) bei nur etwa 800 Millionen Euro im Jahr, also deutlich unter den Kosten der Bargeldversorgung. Die ganze Studie hier. Aber: Die Bargeldkosten sind Freiheitskosten. Sie sollten uns die Freiheit wert sein.
Heimlich, still und leise laufen die Vorkehrungen
„Die Politik“ hat für das E-Geld-System die Weichen längst gestellt. Mit der EU-Richtlinie 2009/110/EG ist der Marsch in die Bargeldlosigkeit und damit in weitere Unfreiheit vorgezeichnet.
Das ganze Dokument hier. Was die Richtlinie bedeutet, wohin das führt, siehe hier. Schritt für Schritt wird Bargeld nun abgeschafft oder das Bezahlen mit Bargeld sogar verboten. MMNews schrieb am 11. Dezember 2014: „Heimlich, still und leise werden in Europa die Vorkehrungen für ein Bargeldverbot getroffen. Das wird als ‚Fortschritt’ verkauft, und die meisten Menschen finden es sogar gut: In vielen kleinen Schritten wurden die Menschen in den letzten Jahren auf das bargeldlose Zahlen vorbereitet. Dass sie damit eine der letzten Freiheiten verlieren, wird in den Medien kaum thematisiert. … Proteste, Kritik gab es kaum. Immer mehr ‚Offenkundiges’ kündet derweil den bevorstehenden Verlust der ‚letzten’ Freiheit an.“
Die unheilvolle Allianz zwischen Banken und Staat
Regierungen und Banken bilden im Ziel, das Bargeld verschwinden zulassen, eine unheilvolle Allianz. Denn beide profitieren davon. Michael Brückner schrieb in der Ausgabe 14/12 von Kopp.Exclusiv: „Die Regierungen können ihre Bürger noch genauer und lückenloser kontrollieren. Der anonyme Kauf von Sachwerten (Kunst, Antiquitäten, Edelmetalle, Edelsteine, Uhren usw.) wird in der EU noch schwieriger, das Vermögen der Bürger noch transparenter. Und für die Banken ist die Bargeldabschaffung ein lukratives Geschäft. Das Bereithalten von größeren Mengen an Geldscheinen in aufwendig gesicherten Tresoren wird mittelfristig nicht mehr erforderlich sein. Ebenso kann die Zahl der Geldautomaten reduziert werden. Die Banken sparen also erhebliche Kosten. Gleichzeitig verdienen sie an jeder bargeldlosen Transaktion. In Schweden kostet zum Beispiel jede Bezahlung mit Karte fünf Kronen (0,60 Euro). Kein Wunder, dass sich viele schwedische Einzelhändler beklagen, die digitale Wirtschaft diene vor allem dazu, die Gewinne der Banken zu erhöhen.“ (siehe hier). Ein Video-Gespräch über die Gefahren und Hintergründe zur Bargeldlosigkeit hier.
Der uneingeschränkte staatliche Zugriff auf die Konten der Bürger
Der Vermögensberater und Vorstand der Edelmetallgesellschaft Peter Boehringer schrieb am 19. November 2014 in einer Mail: „Erwartbar und doch unglaublich. Die Propaganda gegen Papiergeld läuft. Damit gegen das Eigentumsrecht und gegen die Sparer. Damit gegen die Marktwirtschaft und gegen den Wohlstand durch freie, sinnvolle Investitionen aus zuvor durch Arbeit angespartes echtes Kapital. [Vor einigen Tagen quasi antizipiert durch Frank Schäffler: http://www.ef-magazin.de/2014/11/01/5910-bargeld-gedruckte-freiheit] Und ‚sie’ sagen es uns extremst ehrlich, warum: Ohne Bargeld (und Gold) sind Negativzinsen durchsetzbar – man bucht die „Zinsschuld“ auf erarbeitete Ersparnisse dann einfach ab von Konten der gläsernen und dann finanziell vollüberwachten Untertanen, auf die man als Staat dann uneingeschränkten Zugriff hat. Widerstand ist dann zwecklos / Resistance is futile! Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Stoppt den Leviathan.“
Ein großer Nutzen: Bezahlen mit Bargeld hinterlässt keine Datenspuren
Wird uns das Bargeld genommen, müssen wir Bürger stets an Folgendes denken: „Bargeld ist anonym und schützt seinen Benutzer vor der Beobachtung durch Dritte. (siehe auch hier). Scheine und Münzen hinterlassen keine Datenspuren. Und je mehr Unternehmen und Geheimdienste sich alle erdenklichen Informationen über das Kaufverhalten sichern und Personenprofile erstellen, desto größer wird dieser Vorteil. Anbieter elektronischer Zahlungssysteme beteuern zwar gebetsmühlenartig, dass die Daten ihrer Kunden sicher seien, aber die Erfahrung zeigt, dass sich immer wieder neue Sicherheitslücken auftun. Der beste Datenschutz ist daher, die Daten erst gar nicht entstehen zu lassen. Bargeld hilft dabei.“ (Gefunden hier).
Wenn Bargeld nicht mehr lacht, wird auch uns das Lachen vergehen
Vom russischen Schriftsteller Dostojewski (1821-1881) stammt das vielzitierte Wort „Geld ist geprägte Freiheit“. Es findet sich in seinen „Aufzeichnungen aus einem Totenhaus“. Mehr noch gilt sein Wort für Bargeld. Doch gibt es noch ein anderes geflügeltes Wort. „Bargeld lacht“, heißt es so schön und treffend. Und wenn es nicht mehr lacht? Dann wird auch uns das Lachen vergehen.
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Ergänzend hierzu der Beitrag von Andreas Popp, was Bargeldlosigkeit bedeutet aus dem Jahr 2010 (als Video hier, als pdf-Datei hier).
Klaus Peter Krause: Copyright, Haftungsausschluss, Impressum hier.
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Blog comments
Sie arbeiten an allen…
Sie arbeiten an allen Fronten hin auf totalitäre Überwachung im Great Reset. Die Bargeldabschaffung wäre dabei ein ganz großer Schritt nach vorn (in den Abgrund).
Da ist Schwedens Rückbesinnung ein wichtiger Lichtblick. Und viele nicht globalistenhörige Organisationen kämpfen bereits intensiv gegen die Bargeldabschaffung.
Auch die AfD sollte sich mehr denn je an diesem Kampf für die Freiheit beteiligen!
Für sog. "Penner, Suffköppe"…
Für sog. "Penner, Suffköppe" und Crack- und Heroin Junkies wäre die Abschaffung des Bargelds natürlich Existenz bedrohend - wie folgt :
"Haste ma 'nen Euro - zum Essen !" lässt sich via Bargeld (hier : Euro-Münzen) problemlos im modernen Stadtbild regeln ... aber : "Kannst'e mir ma mit deinem Smartphone 'nen Euro auf mein BankKonto transferieren - zum Essen !" ... stößt dann wohl eher auf weniger "Gegenliebe" - und sorgt sodann (im Ergebnis) bei Pennern & Drogen-Junkies für massive Verdienstausfälle ... welche natürlich passiv die Beschaffungskriminalität im modernen Stadtbild befördern.
Ohne den "verdienten Euro des Deutschen Volkes" bliebe den Pennern & Drogen Junkies dann - zum Glück für`s moderne Stadtbild - noch der Weg zur öffentlichen Essensausgabe (i.R.d. allgemeinen Grundsteuererhöhung) :
..."ein Tagesaufenthalt mit Ruheplätzen, Dusch- und Waschmöglichkeiten sowie einer Essensausgabe...
...Nur wenn wir Hilfeangebote stärken und ausweiten, entlasten wir gleichzeitig den öffentlichen Raum und verbessern die Situation für alle"...
Quellen :
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/sven-lehmann/fragen-antworten/sehr-geehrter-herr-mdb-lehmann-wie-konnte-sich-in-ihrem-pers-wahlkreis-koeln-ii-ein-widerwaertiger
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/sven-lehmann/fragen-antworten/sehr-geehrter-herr-mdb-lehmann-sind-sie-in-ihrem-koelner-wahlkreis-an-den-planungen-politisch-beteiligt-den
+++ Damit sollen die Probleme am Drogen-Hotspot Neumarkt gelöst werden. +++
https://www.ksta.de/koeln/hoehere-grundsteuer-koelner-cdu-kassiert-ihr-wahlversprechen-ein-1169121
by the way
...wie sagte mein - schon sehr betagter - Schwiegervater vor langer Zeit zu einem Kölner Penner & Suffkopp, der ihm "unverzüglich" die obligatorische "Essens-Frage" stellte "hastè ma 'nen Euro - zum Essen ?" :
Antwort : +++ "EINEN EURO KANN MAN NICHT ESSEN !!!" +++
(...typisch Kriegsgeneration : kalt wie ne Hundeschnauze)
MP
Der ehemalige französische Finanzminister Michel Sapin
ist krank im Kopp gewesen. Wieso sollte ein Staat Touristen, welche ihn besuchen nur erlauben Bargeld in bestimmter Höhe einzuführen. So ein Staat schadet sich selbst und seinen Unternehmern, wenn Touristen nur noch begrenzt einkaufen können. Das zeigt überall sind kranke Köppe in der Regierung, die nicht zum Wohle ihrer Bürger agieren. Das Volk muss sie anklagen und aus dem System Staat entfernen.
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