Der Preis der deutschen Wiedervereinigung: Wie Helmut Kohl die D-Mark opferte
Die Einführung des Euro und damit die Vernichtung der deutschen Währung war der politische Preis, den Deutschland für die Zustimmung zur Wiedervereinigung zahlte.
Was Ihnen nie gesagt wurde: Die D-Mark war der Preis für die deutsche Wiedervereinigung! Zahlreiche Zeitzeugen, Spitzenpolitiker und Wirtschaftsexperten vertraten genau diese Auffassung: Die Einführung des Euro und damit die Vernichtung der deutschen Währung war der politische Preis, den Deutschland für die Zustimmung zur Wiedervereinigung zahlte. Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl opferte damit die stärkste Währung Europas – die der ehemalige französische Präsident François Mitterrand als »deutsche Atombombe« bezeichnete – für die Wiedervereinigung und den Weg zur europäischen Einheitswährung!
Während jegliche Kritik am Euro also politisch und auch medial ausgeblendet wird, kommen dennoch immer mehr Bedenken gegen seine damalige Einführung auf.
»Als der Vertrag von Maastricht 1992 unterzeichnet wurde, hatte die EU zwölf Mitgliedsstaaten«, sagte Helmut Schmidt. »Und diese zwölf haben den Fehler gemacht, jedermann in Europa zum Beitritt einzuladen, auch zur gemeinsamen Währung (…) Die Deutschen haben nicht richtig hingeschaut. Sie waren beschäftigt mit der Wiedervereinigung.«[1]
Der Historiker und Kohl-Biograf Hans-Peter Schwarz gab auch Politikern wie Mitterrand, Delors, Chirac und den Regierungen der damaligen »Weichwährungsländer« Mitschuld an der Einführung der Gemeinschaftswährung, die Kohl auf den »Weg gedrängt und ihn dafür gebauchpinselt haben«. Und weiter: »Sie verlangten nur nach Europäisierung der D-Mark.«[2]
Konkreter wurde der ehemalige Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Heinrich Weiss: »Bereits vor Abschluss des Maastricht-Vertrages habe ich auf die Gefahren einer verfrühten Gemeinschaftswährung hingewiesen. Als ich 1991 als BDI-Präsident mit meinem französischen Kollegen (…) das Thema besprach, wies dieser mich in aller Offenheit darauf hin, dass Deutschland hier den Preis für die französische Zustimmung zur Wiedervereinigung zu bezahlen habe: ‚Wir möchten die Deutschen langfristig an der Finanzierung der riesigen ungedeckten Pensionslasten im französischen Staatshaushalt beteiligen.’ Also verspätete Reparationszahlungen?«[3]
Selbst der damalige Innenminister unter der Regierung Kohl, Wolfgang Schäuble, gab zu: »Die Preisgabe der D-Mark war eine der Konzessionen, die dazu beitrugen, den Weg zur deutschen Vereinigung zu ebnen.«[4]
Und auch Altbundespräsident Richard von Weizsäcker sagte, der Euro sei »nichts anderes als der Preis für die Wiedervereinigung«.[5]
Norbert Blüm, ehemaliger Bundesarbeitsminister, meinte, dass Deutschland für das neu gestaltete Europa ein Opfer bringen müsse, nämlich die D-Mark.[6]
Zu diesem Sachverhalt schrieb Focus Money in dem mutigen Artikel »Euro: Wie wär’s mal mit der Wahrheit?« bereits im Juni 2012:
»Der ehemalige französische Präsident Francois Mitterand wollte die Wiedervereinigung Deutschlands zunächst verhindern. Aber noch mehr wollte er: die D-Mark loswerden. Also verlangte er für die Zustimmung der Wiedervereinigung von Kanzler Helmut Kohl die Einheitswährung.« Und weiter: »Jaques Attali, Mitterands außenpolitischer Berater, erklärte: ‚Um eine Balance zu erhalten, möchten wir über die deutsche Atombombe reden.’ Darauf antworteten die Deutschen: ‚Sie wissen doch, wir besitzen gar keine Atombombe.’ Woraufhin Attali sagte: ‚Ich meine die Deutsche Mark.’ Kohl wollte partout die Wiedervereinigung. Also opferte er das Stärkste, was Deutschland hatte: die D-Mark.«[7]
Kurt Biedenkopf, Ex-Ministerpräsident von Sachsen, meinte dazu, Helmut Kohl wäre der Zeitplan der Währungsunion letztlich wichtiger gewesen als »die Stabilität, darum hat er auch sein politisches Schicksal mit dem Euro verbunden, was eine rationale Debatte verhinderte«.[8]
Während der damalige SPD-Kanzlerkandidat Gerhard Schröder noch davon sprach, dass eine überhastete Währungsunion eine »kränkelnde Frühgeburt« sei, stand Bundesfinanzminister Theo Waigel seinem Chef eisern zur Seite. So postulierte er noch 1998: »Es macht keinen Sinn, über eine Verschiebung der Europäischen Währungsunion zu philosophieren. Ich habe keine Zweifel, dass die gemeinsame Währung so stark sein wird wie die D-Mark. Dafür sind alle Vorkehrungen getroffen.«[9]
Wie die Zeitgeschichte zeigt, hat Kohl nicht nur die D-Mark geopfert, sondern mit der erkauften Wiedervereinigung auch die Bundestagswahlen gewonnen.
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Thyssen, Dieter Spethmann, einer der wichtigsten Wirtschaftsführer während der Regierungszeit Kohls, machte dem Ex-Kanzler ebenfalls Vorwürfe: »Kohl kannte die vielen berechtigten Einwände gegen die Einführung des Euro. Aber er hat sie alle beiseite gewischt. Deshalb trägt er heute auch einen großen Teil der Verantwortung für die Eurokrise (…) Man hätte den Euro auf die wenigen Länder begrenzen müssen, die die Kriterien wirklich erfüllten.«[10]
Im September 2012 sah sich der damalige Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bemüßigt, den Altkanzler gegen die Vorwürfe in Schutz zu nehmen. »Die Kritik ist nicht begründet«, sagte er. »Die Entscheidung, die D-Mark abzuschaffen, war nicht leicht, aber richtig.« Die Einführung des Euro sei eine der »bedeutendsten geschichtlichen Erfolge« Kohls gewesen.[11]
Quellen:
[1] Vgl. »17 waren zu viele« in: Der Spiegel 37/12, S. 106, 107
[2] Vgl. »Er machte sich Illusionen« in: Focus 36/2012, S. 37
[3] Vgl. »Heinrich Weiss: Ein Austritt muss möglich sein« in: Handelsblatt v. 05.07.12
[4] Vgl. »100 Antworten zum Euro« in: Stern 49/2011, S. 138
[5] Zitiert nach: Philipp Bagus: »Die Tragödie des Euro – Ein System zerstört sich selbst«, München 2011, S. 69
[6] Zitiert nach: Philipp Bagus: »Die Tragödie des Euro – Ein System zerstört sich selbst«, München 2011, S. 69
[7] Vgl. »Euro: Wie wär’s mal mit der Wahrheit?« in: Focus Money 25/2012 v. 13.06.12 (http://www.focus.de/finanzen/boerse/euro-wie-waers-mal-mit-der-wahrheit_aid_766365.html)/Zugriff: 21.06.12
[8] Vgl. »Mit aller Macht« in: Focus 36/2012, S. 30
[9] Vgl. »Mit aller Macht« in: Focus 36/2012, S. 31, 33
[10] Vgl. »Mit aller Macht« in: Focus 36/2012, S. 29
[11] Vgl. »Schäuble nimmt Altkanzler Kohl in Schutz« in: zeit.de v. 09.09.12 (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-09/schaeuble-kohl-esm)/Zugriff: 10.09.12
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Blog comments
Wegen dem EURO sind wie…
Wegen dem EURO sind wie seinerzeit nicht auf die Straße gegangen.
Es hätte (wenn es schon…
Es hätte (wenn es schon politisch kaum zu vermeiden war) mit einem "€-Nord" beginnen müssen. Zumindest das hätten Kohl & Co. heraushandeln können und müssen!
Der glatte Wahnsinn war es, die chronisch schwachen Europa-Süd-Währungen von Anfang an einzubeziehen. So hat z.B. die ital. Lira in den 30 Jahren vor Einführung des € gegenüber der DM 80%(!) verloren.
Und man muß davon ausgehen, daß der € in den 25 Jahren seines Bestehens mindestens 30% gegenüber einer theoretisch fortbestehenden DM verloren hat - wobei der stabile Schweizerfranken als Vergleichsgröße geeignet wäre.
... „Konkreter wurde der…
... „Konkreter wurde der ehemalige Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Heinrich Weiss: »Bereits vor Abschluss des Maastricht-Vertrages habe ich auf die Gefahren einer verfrühten Gemeinschaftswährung hingewiesen. Als ich 1991 als BDI-Präsident mit meinem französischen Kollegen (…) das Thema besprach, wies dieser mich in aller Offenheit darauf hin, dass Deutschland hier den Preis für die französische Zustimmung zur Wiedervereinigung zu bezahlen habe: ‚Wir möchten die Deutschen langfristig an der Finanzierung der riesigen ungedeckten Pensionslasten im französischen Staatshaushalt beteiligen.’ Also verspätete Reparationszahlungen?« ...
Musste die D-Mark https://schule.zdf.de/video/d-mark-waehrungsreform-102 etwa auch deshalb verschwinden, weil die von den Deutschen nach Auffassung von sich Patrioten Nennenden gar nicht verdient wurde – und das dumme(?) Volk erst entsprechend gebildet(?) werden sollte/musste???https://ulis-buecherecke.ch/Neue%20Eintr%C3%A4ge%202020/zur_l%C3%BCge_wiederaufbau_durch_ausl%C3%A4nder.pdf
Die Wiedervereinigung geht…
Die Wiedervereinigung geht schon mal mit der Lüge dieser Bezeichnung einher. Solange es noch die fremdverwalteten deutschen Ostgebiete gibt, ist davon keine Rede. Die lügen nicht nur deutsche Geschichte um, die verhunzen nebenbei auch noch die deutsche Sprache, dabei war die mal exakt.
Die können Sie vergessen, die geistige Selbstbehauptung
Da die Verhunzung der deutschen Sprache nun aber schon seit fünfzig Jahren andauert, sollten sie diese Sprache zusammen mit Denglisch besser vergessen und die englische Sprache endlich vollständig einführen nicht nur als Amtssprache, sondern auch als Alltagssprache.
"Downright Dangerous"
"Die Einführung des Euro und damit die Vernichtung der deutschen Währung war der politische Preis, den Deutschland für die Zustimmung zur Wiedervereinigung zahlte.
Was Ihnen nie gesagt wurde: Die D-Mark war der Preis für die deutsche Wiedervereinigung!"
Das wurde aber gesagt, nur hat das das dunkeldeutsche Pack in seiner dämlich - irren "Wende" - und Einheitshysterie kein bisschen interessiert. Für Übernahme und Zukauf solcher vereinter ProletArier*Innen(und außen) war der Preis viel zu hoch, man hätte das Geld 1990 besser genutzt für die lebenslange Sicherungsverwahrung dieser Leute, damit sie nicht später unermessliches Unheil und unermesslichen Schaden anrichten können in diesem, Ihrem Lande.
Na, die gesamtdeutsche…
Na, die gesamtdeutsche Einführung der Ost-Mark - i.R.d. Wirtschafts- und Währungsunion mit der DDR - hätte die Sache ab 1990 auch nicht besser gemacht, meint jedenfalls die Google KI (s. unten).
Außerdem gilt ja immer noch das Wort von IM Czerny (Ost-CDU) alias Lothar de Maiziere :
+++ "Keinem DDR-Bürger wird es schlechter gehen als bisher. Im Gegenteil!" +++
https://www.ddr-museum.de/de/objects/1018291
Zitat von Lothar de Maizière im Zuge der Wirtschaft-, Währungs- und Sozialsunion
Kurzum :
Hätte man im Rahmen der Wirtschafts- und Währungsunion zwischen DDR und BRD auch die Ost-Mark gesamtdeutsch einführen können? und wäre das in der Nachschau zur West D-Mark und zum Euro volkswirtschaftlich besser für das wiedervereinigte Deutschland gewesen? (Google KI)
Nein, eine gesamtdeutsche Einführung der Ost-Mark war 1990 politisch und ökonomisch völlig ausgeschlossen, und eine solche Entscheidung wäre volkswirtschaftlich ein Desaster für das wiedervereinigte Deutschland gewesen. Die Entscheidung für die West-D-Mark war die einzig realistische Option, um den totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch der DDR zu verhindern und die Abwanderungswelle zu stoppen.
In der Nachschau zum Euro zeigt sich zudem, dass die Mechanismen der damaligen Währungsunion wichtige Lehren für die europäische Gemeinschaftswährung lieferten.
Warum die Ost-Mark keine Chance hatte
Fehlende Konvertierbarkeit: Die Mark der DDR war eine reine Binnenwährung ohne internationalen Wert. Sie konnte auf dem Weltmarkt nicht gegen harte Devisen eingetauscht werden. [1, 2, 3]
Kein Vertrauen der Bevölkerung: Die Menschen in der DDR forderten lautstark die West-Mark („Kommt die D-Mark nicht zu uns, geh’n wir zu ihr!“). Eine Beibehaltung der Ost-Mark hätte die Massenabwanderung in den Westen drastisch verschlimmert. [1, 2]
Wirtschaftlicher Ruin: Die DDR stand im Frühjahr 1990 vor dem Staatsbankrott. Ihre Währung besaß keinerlei Kaufkraftrückhalt durch eine wettbewerbsfähige Industrie. [1, 2]
Volkswirtschaftliche Folgen einer hypothetischen Ost-Mark für ganz Deutschland
Hätte man die Ost-Mark hypothetisch für das gesamte wiedervereinigte Deutschland eingeführt, wären die ökonomischen Folgen verheerend gewesen:
Hyperinflation im Westen: Um die Kaufkraft der Bundesrepublik mit der wertlosen Ost-Mark abzubilden, hätte das Geld massiv abgewertet werden müssen. Dies hätte die Ersparnisse der Westdeutschen vernichtet. [1]
Kollaps des Außenhandels: Die Bundesrepublik war (und ist) eine exportorientierte Wirtschaft. Eine weiche, nicht akzeptierte Währung hätte den Außenhandel blockiert, da internationale Partner Zahlungen in Ost-Mark verweigert hätten.
Kapitalflucht: Investoren hätten ihr Geld fluchtartig aus Deutschland abgezogen, um es in stabilen Währungen wie dem US-Dollar oder dem Schweizer Franken anzulegen.
Vergleich: Währungsunion 1990 vs. Euro-Einführung
Die Erfahrungen der deutsch-deutschen Währungsunion lassen sich in drei Kernpunkten mit der späteren Einführung des Euro vergleichen:
Kriterium [1, 2, 3, 4, 5]Deutsch-Deutsche Währungsunion (1990)Euro-Einführung (1999/2002)
Produktivitätsgefälle
Extrem hoch (West-Produktivität war ein Vielfaches der Ost-Produktivität).
Moderat bis hoch (Unterschiede zwischen Nord- und Südeuropa).
Wechselkurs
Politischer Wechselkurs (1:1 für Löhne/Renten) statt ökonomischer Realität (ca. 1:4).
Ökonomisch fundierte, feste Umrechnungskurse basierend auf den Märkten.
Ausgleichsmechanismen
Massive, dauerhafte Transferzahlungen (Solidarpakt) von West nach Ost.
Ursprünglich als „No-Bailout“-Zone geplant, später Entstehung von Rettungsschirmen (ESM).
Der fundamentale Unterschied liegt darin, dass die DDR-Wirtschaft durch den harten 1:1-Wechselkurs über Nacht ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit verlor (Schocktherapie). Beim Euro hingegen behielten die beteiligten Länder zunächst ihre relative Wettbewerbsfähigkeit, da die Kurse marktgerecht fixiert wurden – auch wenn der Wegfall des Wechselkursmechanismus als „Ventil“ für wirtschaftlich schwächere Staaten im Euroraum bis heute zu Spannungen führt. [1]
Wenn Sie diese historische Phase vertiefen möchten, kann ich Ihnen folgende Details heraussuchen:
Die genauen Gründe für den gewählten Wechselkurs (1:1 bzw. 1:2) der Währungsunion.
+++ Die Rolle der Treuhandanstalt bei der Privatisierung der DDR-Wirtschaft. +++
Den Vergleich der wirtschaftlichen Angleichung zwischen Ostdeutschland und den südeuropäischen Euro-Staaten. [1]
Welcher Aspekt interessiert Sie am meisten?
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+++ Die Rolle der Treuhandanstalt bei der Privatisierung der DDR-Wirtschaft. +++
Die Treuhandanstalt (kurz: Treuhand) war das zentrale Instrument zur Transformation der DDR-Planwirtschaft in eine marktwirtschaftliche Ordnung. Sie gilt bis heute als eine der umstrittensten Institutionen der deutschen Wiedervereinigung, da sie den Spagat zwischen wirtschaftlicher Sanierung und sozialer Abfederung bewältigen musste. [1, 2]
Der Auftrag: Privatisieren, Sanieren, Stilllegen
Die Treuhand wurde ursprünglich im März 1990 noch von der DDR-Modrow-Regierung gegründet, um das "Volkseigentum" zu wahren. Mit dem Treuhandgesetz vom Juni 1990 änderte sich der Auftrag radikal hin zur schnellen Privatisierung nach dem Prinzip: „Privatisierung vor Sanierung vor Stillegung“. [1, 2, 3]
Die Bilanz der Behörde (1990–1994) umfasst gigantische Dimensionen:
Volumen: Übernahme von rund 8.500 Betrieben (durch Aufspaltungen später ca. 14.500) mit rund 4 Millionen Beschäftigten.
Flächen: Verwaltung von fast 40 Prozent der gesamten DDR-Fläche (Land- und Forstwirtschaft).
Ergebnis: Über 15.000 Privatisierungen, ca. 4.300 Schließungen (Liquidationen). [1, 2]
Warum die Treuhand so umstritten ist
Die Arbeit der Treuhand führte zu tiefen Brüchen in den Biografien von Millionen Ostdeutschen. Die Hauptkritikpunkte umfassen drei Kernbereiche:
Der Beschäftigungsschock: Von den ursprünglich 4 Millionen Arbeitsplätzen blieb in den privatisierten oder sanierten Betrieben nur noch knapp 1,5 Millionen übrig. Dies führte zu einer bis dahin unbekannten Massenarbeitslosigkeit in Ostdeutschland. [1, 2]
Der wirtschaftliche Ausverkauf: Viele Betriebe wurden für symbolische Preise (oft für 1 D-Mark) an westdeutsche oder internationale Investoren abgegeben. Ostdeutsche Käufer spielten mangels Eigenkapital kaum eine Rolle. Dies führte zum Vorwurf des „Wirtschaftskolonialismus“. [1]
Kriminalität und Kontrollverlust: Die enorme Schnelligkeit und der Mangel an Kontrollmechanismen zogen Kriminelle an. Es kam zu Subventionsbetrug, Scheinprivatisierungen und illegalen Vermögensverschiebungen („Treuhand-Anstalt-Skandale“). [1, 2]
Das finanzielle Desaster
Bei der Gründung schätzte der letzte DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière das Vermögen der Treuhand noch auf rund 600 Milliarden D-Mark. Die Realität war ein wirtschaftlicher Schock:
Die DDR-Betriebe waren durch jahrzehntelange Unterinvestition, marode Fabriken und Altlasten technologisch völlig veraltet. [1, 2]
Durch die Währungsunion (1:1 bei Löhnen) verloren sie über Nacht ihre Absatzmärkte in Osteuropa, da ihre Produkte im Vergleich zum Westen zu teuer wurden.
Die Abschlussbilanz (Dezember 1994): Statt eines Gewinns hinterließ die Treuhandanstalt bei ihrer Auflösung ein gigantisches Defizit von rund 256 Milliarden D-Mark, das in den Staatshaushalt (Erblastentilgungsfonds) überging.
Bewertung aus heutiger Sicht
Aus heutiger volkswirtschaftlicher Sicht war die Arbeit der Treuhand eine historische Sisyphusarbeit ohne historischen Präzedenzfall.
Befürworter argumentieren, dass es keine realistische Alternative zum harten Schnitt gab. Die Betriebe waren auf dem Weltmarkt schlicht nicht überlebensfähig. Die Treuhand habe die Basis für einen modernen, wenn auch kleineren industriellen Kern im Osten gelegt. [1, 2]
Kritiker betonen, dass eine behutsamere Sanierung vor dem Verkauf viele Betriebe und Identitäten hätte retten können. Das Trauma der Massenarbeitslosigkeit und das Gefühl, abgewickelt worden zu sein, prägen die politische Kultur in Ostdeutschland bis heute.
Wenn Sie diesen Aspekt noch weiter vertiefen möchten, kann ich Ihnen folgende Themen aufbereiten:
Konkrete Fallbeispiele wie die Rettung der Leuna-Werke oder den Arbeitskampf in Bischofferode.
Die Entwicklung der ostdeutschen Wirtschaft heute (Bruttoinlandsprodukt und Lohnniveau im Vergleich zum Westen).
Die politischen Folgen und die Aufarbeitung durch die Treuhand-Untersuchungsausschüsse. [1]
Welches Thema soll ich als Nächstes beleuchten?
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MERKE :
+++ "Keinem DDR-Bürger wird es schlechter gehen als bisher. Im Gegenteil!" +++
https://www.ddr-museum.de/de/objects/1018291
Liebe Leser:innen,
>>> bitte vertrauen auch Sie (!) einem absolut authentischen-, ehrlichen-, treuen-, zuverlässigen und bibelfesten CDU'ler "der alten DDR-Schule! ! :
https://deutsche-einheit-1990.de/die-regierung-de-maiziere/ministerpraesident-lothar-de-maiziere/
»Ehrlich, treu, zuverlässig«
https://www.spiegel.de/politik/ehrlich-treu-zuverlaessig-a-807574d2-0002-0001-0000-000013501875
https://www.chronik-der-mauer.de/material/180426/rundfunk-und-fernsehansprache-von-ddr-ministerpraesident-lothar-de-maizire-2-oktober-1990
Fernsehansprache des Ministerpräsidenten
"Ministerpräsident Lothar de Maiziere hielt am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit über Rundfunk und Fernsehen am 2. Oktober 1990 die nachstehende Ansprache:"
..."Wir wissen sehr wohl, was die Vergangenheit uns angetan hat. Wir wollen sie hinter uns lassen. Wir wollen die Vergangenheit nicht verdrängen, und wir haben sie ehrlich und verantwortungsvoll aufzuarbeiten."...
+++ DDR-Staatssicherheit: Was Lothar de Maizière dazu trieb, IM zu werden +++
https://www.welt.de/geschichte/article147148400/DDR-Staatssicherheit-Was-Lothar-de-Maiziere-dazu-trieb-IM-zu-werden.html
>>> Liebe Ossis,
jammert & heult nicht rum, ob eures widrigen Schicksals ohne Ost-Mark ... sondern bedankt Euch höchst artig & anständig bei EUREM IM Czerny ... so wie Angela Merkel es EUCH konkret vormacht(e) :
Merkel gratuliert Ex-Chef zum 70.
https://www.bz-berlin.de/berlin/merkel-gratuliert-ex-chef-zum-70
..."Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gratulierte gestern ihrem ehemaligen Chef Lothar de Maizière zum 70. Im Bankettsaal des Palace Hotels erinnerte sie an gemeinsame DDR-Zeiten „als deine damalige stellvertretende Regierungssprecherin“...
https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/newsletter-und-abos/bulletin/ansprache-von-bundeskanzlerin-dr-angela-merkel-794794
Lieber Lothar de Maizière,
..."Ich möchte dir persönlich ganz herzlich für das danken, was ich in der Zeit, als ich für dich und mit dir gearbeitet habe, lernen konnte."...
Danke Czerny,
danke für deine allzeit treuen & absolut zuverlässigen Dienste für die Stasi in der SED-Diktatur,
danke für deine unvergleichlich "wahren" Worte : https://www.ddr-museum.de/de/objects/1018291
danke für die wundersame Hehler-Treuhand und die ätzende Vettern-BVVG !
...bitte lieber Czerny, werde mindestens 100-Jahre alt - und erfülle alle Ossis - die dir gutgläubig vertraut hatten - mit aufrichtigem Stolz und mit christlicher Hochachtung ! :
https://www.tagesspiegel.de/images/3239398/alternates/BASE_1_1_W1000/1660104519000/lothar-de-maiziere.jpeg
...so sehen wahre & authentische CDU-Helden der DDR aus !!! q.e.d.
PS :
...kann mir evtl. einer der hiesigen Leser:innen 3-Ost-Mark in Euro (€) wechseln ?
Tschüss Czerny & others !
MP
Über Nacht halbiert
Bis zur Einführung des Euros hatte ich bereits über 20 Beitragsjahre und 1200 DM Rentenanspruch erwirtschaftet. Über Nacht waren es nur noch 600 Euro. So dürfte es jeden Babyboomer ergangen sein.
Re.: "Bis zur Einführung des…
Re.: "Bis zur Einführung des Euros hatte ich bereits über 20 Beitragsjahre und 1200 DM Rentenanspruch erwirtschaftet. Über Nacht waren es nur noch"...
...und ich arme Socke habe mir durch harte Arbeit-, Müh' & Plag - redlich und rechtschaffen - einen (kleinen) Rentenanspruch erworben; und hab mir danach - durch noch viel mehr Arbeit Müh' & Plag - (große) Pensionsansprüche als Beamter rechtschaffen erworben.
Da Vater Staat mir meine - durch Arbeit-, Müh`und Plag - verdiente kleine Altersrente neidet, kürzt er kurzer Hand meine erdiente Beamtenversorgung (Pension) in Höhe der - durch harte Arbeit, Müh' & Plag - erschufteten Rentenansprüche. (...vornehm heißt es natürlich : die Versorgungsbezüge werden i.H.d. Altersrente "ruhend" gestellt ... und genau das leider auf nimmer Wiedersehen.)
+++ Das sind die realen Schicksale, die den Deutschen Arbeitsmichl erschüttern ! +++
______________
Wenn eine Beamtenpension i.R. einer ebenfalls erwirtschafteten Altersrente (in der DRV) "ruhend" gestellt wird, erhält der/die Betroffene diese gekürzten Pensionsanteile jemals wieder zurück im Leben? (Google KI)
Nein, die einbehaltenen (gekürzten) Pensionsanteile aus der Vergangenheit sind für diesen Zeitraum unwiderruflich verloren und werden nicht rückwirkend erstattet. [1]
Das Gesetz sieht beim Zusammentreffen von Pension und gesetzlicher Rente (festgelegt in § 55 Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG) bzw. den entsprechenden Landesgesetzen) eine laufende Anrechnung vor. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Geld unwiederbringlich "weg" ist, wenn sich die Lebensumstände ändern. Für die Zukunft gilt: [1]
Das Prinzip des "Wiederauflebens"
Die Pension ist nicht dauerhaft gekürzt, sondern der Kürzungsbetrag wird jeden Monat individuell und dynamisch berechnet. Sollte die gesetzliche Rente aus der Deutschen Rentenversicherung (DRV) in der Zukunft wegfallen, sinken oder ausgesetzt werden, lebt die Pension in voller Höhe wieder auf: [1, 2, 3]
Wegfall der Rente: Fällt die Rente weg (z. B. bei einer zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrente, die nicht verlängert wird), zahlt die Versorgungsbehörde ab diesem Moment wieder die ungekürzte Pension.
Änderung der Rentenhöhe: Verändert sich der Rentenbetrag, wird auch der Ruhensbetrag der Pension für die Zukunft neu berechnet. [1, 2]
Wichtige Ausnahmen und Praxisregeln
Freiwilliger Verzicht schützt nicht: Wer denkt, er beantragt die DRV-Rente einfach nicht, um die volle Pension zu behalten, irrt sich. Die Versorgungsbehörden rechnen eine zustehende Rente ab dem Moment des theoretischen Anspruchs fiktiv an. Ein Verzicht führt also zu einem echten finanziellen Verlust. [1, 2]
Renten aus freiwilligen Beiträgen: Haben Sie selbst freiwillig in die DRV eingezahlt (ohne Arbeitgeberanteil), wird dieser Teil der Rente nicht auf die Pension angerechnet und führt zu keiner Kürzung. [, 2]
Keine Doppelversorgung über der Höchstgrenze: Das Ruhen dient nur dazu, dass die Summe aus Pension und Rente die gesetzliche Höchstgrenze (in der Regel 71,75 % der letzten ruhegehaltfähigen Dienstbezüge) nicht übersteigt. Alles, was Sie zusammen darunter erhalten, bleibt Ihnen eins zu eins erhalten. [1, 2, 3, 4]
Wenn Sie eine konkrete Berechnung für Ihren Fall wünschen, teilen Sie mir gerne Folgendes mit:
Sind Sie Bundes- oder Landesbeamter (und in welchem Bundesland)?
Erreichen Sie mit der Pension bereits den Höchstsatz von 71,75 %?
Handelt es sich bei den DRV-Zeiten um Pflichtbeiträge vor/während der Beamtenzeit oder um freiwillige Zahlungen? [1, 2]
KI-Antworten können Fehler enthalten. Weitere Informationen
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Merke Dir für`s reale Leben
Da reißt man sich als Beamter für Vater Staat förmlich den Arsch auf - und wird im Alter bei der Pension beschissen, weil man im realen Leben - auch - für seine Rente geschuftet hatte !
Deutscher Arbeitsmichl
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