NIE WIEDER! Von ganz normalen Menschen zu »Volksschädlingen«

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Einführung

Der Holocaust ist die Geschichte ganz normaler Menschen – Nachbarn, Kollegen, Freunde –, die entrechtet, gebrandmarkt, deportiert und schließlich vernichtet wurden. Eine Geschichte von Ausgrenzung und Terror, die in industrieller Massenvernichtung kulminierte. Und eine eindringliche Mahnung, warum „Nie wieder“ kein leeres Wort sein darf.

Für meinen Dokumentarfilm und mein Buch: Hinter dem Dorf die Hölle: Die vergessenen Konzentrationslager auf der Schwäbischen Alb, für das ich auch zwei der letzten Überlebenden des KZ-Auschwitz interviewte,  schrieb ich folgende Synopsis, die das Grauen des NS-Rassenwahns auf einen Nenner bringt:

Wir waren einmal ganz normale, unbescholtene Menschen.

Genau wie ihr.

Wir gingen mit euch zur Schule, zur Arbeit, verbrachten die Freizeit mit euch.

Lachten und weinten zusammen.

Wir waren Nachbarn, Kollegen, Freunde.

Doch eines Tages sagten sie uns, wir wären Volksschädlinge.

Nicht-arisch.

Sie zerschlugen die Scheiben unserer Geschäfte, spuckten uns an, behandelten uns von heute auf morgen wie Kriminelle.

Gesetze gegen uns wurden verabschiedet.

Wir mussten Zwangskennzeichen verschiedener Farben an unsere Kleidung nähen: gelbe Judensterne oder solche für Emigranten, Asoziale und andere.

Nun gehörten wir nicht mehr zu euch, waren ausgegrenzt von der sozialen Gemeinschaft; diskriminiert und gedemütigt.

Ihre menschenverachtende Ideologie und ihr Rassenwahn …

… gipfelte schließlich im Holocaust, wir nennen ihn Schoah, den „Sturm“, den „plötzliche Untergang“,  die vollständige Vernichtung unseres Volkes in Europa.

Sie trennten uns von unseren Familien, sperrten uns in Viehwaggons …

… verfrachteten uns durch halb Europa.

Weg von unserem Zuhause. Tausende Kilometer weit.

So fuhren wir ahnungslos der „Endlösung“ entgegen …

… nach Dachau …

… Buchenwald …

… Treblinka …

… Auschwitz …

… und anderen Höllen dieser Erde, in denen wir schließlich wie Tiere dahinvegetierten.

Wir wurden ausgesondert …

… erschossen, erschlagen, vergast und verbrannt …

Frauen, Männer, Kinder, Alte, Kranke und Behinderte.

Über sechs Millionen.

Nach der Befreiung durch die Alliierten wurden unsere abgemagerten toten Körper mit Baggern in Massengräbern geschaufelt.

Wie menschlicher Abfall.

Noch heute scheint der Rauch der Krematorien über den Vernichtungslagern zu wehen. Denn dieses Grauen, dieses Leid ist Zeitlos.

Diejenigen von uns, die nicht gleich ermordet wurden, dienten als Arbeitssklaven, mussten sich in Konzentrationslagern zu Tode schuften:

„Vernichtet durch Arbeit.“

Dabei waren wir einmal ganz normale unbescholtene Menschen.

Genau wie ihr.

Ich wünschte, jeder von euch hätte das gesehen, was ich gesehen habe. Dann könntet ihr alles viel besser verstehen.

Niemals wieder dürft ihr zulassen, dass so etwas geschieht.

Nie wieder.

Denn wir sind ganz normale unbescholtene Menschen.

Genau wie ihr.

„Nur das Gute, wenn es auf das Böse stößt und von diesem nicht angesteckt wird, besiegt das Böse.“

LEO TOLSTOI (Russischer Schriftsteller)

Sven von Storch

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Im Jahr 1980 war ich zusammen mit meiner Frau Karin  in Nürnberg zu einer von bibeltreuen Christen einberufenen Bußkonferenz  auf Grund des Holocaust und der damaligen Nazigräuel der 1930er und 1940er Jahre, gegenüber dem jüdischen Volk, aber auch wegen der Schuld der Christen in Deutschland und ihren Kirchen, besonders im sog. 3. Reich, ebenfalls gegenüber dem jüdischen Volk.

 

Zu dieser 1 tägigen Konferenz waren in die Meistersingerhalle von Nürnberg  ca. 3000 Personen aus fast 17 christlichen Kirchen, Gemeinden und Verbänden in Deutschland gekommen. Einer der Leiter  war Pastor Volkhard Spitzer aus Berlin und er lud nach der Konferenz ein, wer sich dazu gerufen fühlen würde, anschließend mit zum Zeppelinfeld, dem ehemaligen sog. Reichparteitagsgelände der Nazis zu gehen und dort noch einmal Gott zu loben und das ausgearbeitete und verabschiedete Bußbekenntnis laut zu proklamieren, um in der geistlichen Welt sozusagen ein gesprochenes Gegengewicht zu den Hassparolen Hitlers und der Nazis, vor allem gegen das jüdische Volk zu stellen.

 

Den ganzen Tag über hatte es geregnet und als wir dort vor der Rednertribüne mit ca. 600 Mitchristen standen, brach die Sonne kurz vor ihrem Untergang aus der schwarzen Wolkendecke hervor und leuchtete wie ein Scheinwerferspot auf uns, die wir dort versammelt waren.

Pastor Spitzer sagte, dies ist wie ein Zeichen, als ob der HERR sich freut über das was wir hier tun wollen und daher wollen wir IHN zuerst loben und preisen und IHM Lieder zur Anbetung singen und so geschah es auch. Ich erhob also wie gewohnt meine Hände zum  Himmel und fing an mitzusingen. 

 

Plötzlich hörte ich wie die leise Stimme Gottes zu meinem Inneren redete und mich fragte: „Und Du mein Sohn, hättest  Du kein Nazi werden können? Wärest Du nicht hier vorbeimarschiert mit erhobenem rechten Arm um das Heil von Hitler zu erwarten, statt von mir? Hättest Du kein SS Mann werden können? Hättest Du nicht mein Volk in die Todeskammern führen können? Hättest Du nicht ein KZ Chef werden können um dafür zu sorgen, dass mein Volk Israel gequält und ermordet würde? Wärst Du denn besser als Deine Väter gewesen, wärest Du damals schon älter gewesen - ohne meine Bewahrung und Gnade?

 

Ich war wie vom Donner gerührt und meine Arme waren längst wieder ganz unten. Ich überlegte fieberhaft und dann war mir klar was Gott mir sagen wollte, weil wir als Menschen ja verführbar sind, vor allem ohne die Bewahrung und Gnade Gottes. Und so wiederholte ich während die anderen sangen, leise alles was ER mir vorgehalten hatte und sprach mich in jedem einzelnen Punkt schuldig, als hätte ich alles so persönlich selbst getan, auch wenn ich erst 1941 geboren wurde und am Ende des Krieges 4 Jahre alt war. Ich bat Gott am Schluss um Vergebung gemäß dem  Opfertod von Jesus am Kreuz auch für mich und hörte wie ER zu mir sagte: „Mein Sohn, Deine Sünden sind Dir vergeben!“ Ich wusste es im gleichen Moment, konnte mich wieder freuen und mit erhobenen Händen den HERRN preisen, loben und anbeten.

 

Am nächsten Morgen wachte ich auf und dachte als erstes an das jüdische Volk und fühlte plötzlich eine tiefe Liebe und großes Erbarmen mit Ihnen, die so Schreckliches durch mein eigenes Volk erlitten hatten, aus dem einzigen wahren Grund, nur weil sie Juden waren und zu Gott gehörten. Gott musste mir diese Liebe über Nacht  ins Herz gegeben haben, weil ich 

wohl SEINER Gerechtigkeit in diesen Punkten am Vortag gehorsam gewesen bin.**  Ich liebte auf einmal das jüdische Volk, welches für mich bis dahin  auf gleicher Stufe mit den anderen Völkern stand wie den Briten, den Amerikanern, den Chinesen oder den Holländern z.B. Natürlich hatte ich auch schon vorher das Unrecht an Ihnen gesehen und auch verurteilt, jedoch jetzt hatte es für mich eine völlig andere Qualität, es betraf mich ja selbst und war so als könne ich es jetzt mit den Augen Gottes sehen und dies empfand ich als so überaus schmerzlich.  Dies aber war noch nicht alles. Gott hatte mir offenbar zusätzlich ein großes Geschenk gemacht, nämlich in der Form, dass ich plötzlich wie durch einen roter Faden viele Dinge im Tenach, den wir zur Unterscheidung den „alten Bund“ oder fälschlich „Altes Testament“ genannt haben,  besser verstehen konnte, wenn natürlich auch bei weitem  nicht alles, was aber dennoch  vorher so nicht war. Ich erkannte auch was wir dem jüdischen Volk schon von alters her alles verdanken, außer der Bibel, welche jüdische Männer in großer Treue und akribisch genau bis heute überliefert haben, sondern auch bahnbrechende Erfindungen und große auch materielle Segnungen durch diese.

 

Ab diesem Zeitpunkt setze ich mich mit meiner ganzen Person für die legitimen Rechte des jüdischen Volkes ein und daher vor allem auch für den  Staat Israel bis heute. Ich weiß einfach, dass Israel im Recht ist und dass die ganze Welt ihnen gegenüber wie auch in der Vergangenheit  im Unrecht ist. Menschen aber die wirklich an Gott glauben, haben immer auf  der Seite des Rechts, der Wahrheit und der Gerechtigkeit zu stehen und dies ohne Wenn und Aber. Dazu kommt noch, dass die Juden unsere älteren Geschwister sind, denn wir sind ja durch Gottes Gnade nur in den edlen Ölbaum Israels als wilde Zweige eingefügt worden. (Römerbrief 11,17-32) Wer also die Juden und Israel angreift, der greift auch mich ganz persönlich an.

 

Wir können zwar das Geschehene leider nicht mehr ungeschehen machen, aber wir können gerade als Deutsche unsere Verantwortung heute wahrnehmen und mithelfen, dass so etwas niemals wieder geschieht und dies nicht nur in oder durch unser Land, sondern in der ganzen Welt. Ich persönlich habe daher für mich beschlossen so laut zu schreien wie ich nur kann und mich mit Jedermann anzulegen, rein verbal durch Fakten und sachliche Argumente versteht sich, um Israels willen, wozu ich auch alle jüdischen Menschen in der Diaspora zähle, die ihnen Böse wollen,  auch wenn ich keine politische Macht habe und nur ein einfacher Mensch bin.

 

** Im neuen Bund (von uns NT genannt) fand ich dann später den biblischen Schlüssel zu meinem Erlebnis 1980 auf dem Zeppelinfeld unter: Matthäus Kap. 23, Verse 29 – 36

 

29 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Propheten Grabmäler baut und die Gräber der Gerechten schmückt

Und so hört es sich an, würde Jesus es  zu uns, und in unsere Zeit hinein sagen!

(Wehe Euch  ihr Nachkriegsdeutschen, die ihr regelmäßige Trauerveranstaltungen für die Opfer der Shoa abhaltet, Grabmale und Denkmale für sie errichtet und dennoch mein Volk Israel welches heute lebt, oft ungerecht behandelt, in Wort, Bild und Schrift?

30 und sprecht: Hätten wir zu Zeiten unserer Väter gelebt, so wären wir nicht mit ihnen schuldig geworden am Blut der Propheten!

(Wären wir zur Nazizeit erwachsen gewesen, so wären wir nicht an den Juden schuldig geworden)

31 Damit bezeugt ihr von euch selbst, dass ihr Kinder derer seid, die die Propheten (mein Volk) getötet haben.

(Damit bezeugt ihr, dass Ihr Kinder und Enkel der Nazimörder seid)

32 Wohlan, macht auch ihr das Maß eurer Väter voll!

33 Ihr Schlangen, ihr Otternbrut! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?

34 Darum: siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und von ihnen werdet ihr einige töten und kreuzigen, und einige werdet ihr geißeln in euren Synagogen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zur andern,

35 damit über euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut des gerechten  Abel an bis auf das Blut des  Secharja, des Sohnes Berechjas, den ihr getötet habt zwischen Tempel und Altar.

Zur Zeit als Jesus dies sagte, war der Secharja bereits ca. 500 Jahre tot, dennoch sagte Jesus sinngemäß zu denen die da vor ihm standen, sie seien seine Mörder und auch die Mörder von Abel)

36 Wahrlich, ich sage euch: das alles wird über dieses Geschlecht kommen.

Was also würde Jesus zu uns Nachgeborenen heute sagen, wenn wir eine solche Haltung wie die Schriftgelehrten und Pharisäer damals in diesen Punkten heute einnähmen? Wie oft hört man sagen: „Wir haben doch damit nichts mehr zu tun, wir waren teilweise noch nicht geboren oder am Ende des Krieges noch Kleinkinder“. Das ist zwar vordergründig richtig, aber Gott sieht das offenbar noch etwas anders, denn sonst hätte er mich diese Dinge sicher nicht gefragt 1980 auf dem Zeppelinfeld. Gott möchte, dass wir uns bewusst machen, dass nur seine Gnade und Bewahrung uns davon abhält solche Gräuel zu tun, weil jeder Mensch seit dem Sündenfall verführt werden kann und wir sollen uns, indem wir uns dies bewusst machen, nicht über unsere Vorfahren, also die wirklichen Täter erheben, so als seien wir besser als diese. Nicht umsonst steht geschrieben: „Das Dichten und Trachten des  menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf“! (1. Mose 8,21) oder „Da ist nicht einer der gerecht sei... (Röm 3,9 – 20) Dennoch brauchen wir keine ewigen  Schuldgefühle zu  haben, denn so wie mir vergeben wurde, vergibt der HERR auch jedem anderen der sich SEINER Gerechtigkeit beugt und IHM darin gehorsam ist. Aus der Verantwortung jedoch werden wir nicht entlassen und mich hat dieses Erlebnis in die dauernde Verantwortung des Nichtvergessens und in den ideellen Kampf gegen neues Unrecht gegenüber Israel und dem jüdischen Volk geführt. 

 

Aber HALLO - geht`s denn noch ? :

...unser rotarischer Freund (Frd.) F. Merz vom RC Arnsberg will natürlich nur Polio ausrotten - und hält sich dafür an sein auferlegtes Handbuch & seine Regieanweisung aus den USA  :

https://de.rotary.de/dgr/BestPractices/Distrikt-Organisation/D1930-Handbuch-Mitglieder-21.Aufl.pdf

Der geschasste Ex-Schulhof-Revoluzzer aus Brilon (Sauerland) brauchte halt dringend "Orientierung" - und für sein weiteres Leben & Fortkommen einen "strategischen Plan" ... und US-Rotary-International hat ihm doch beides geboten ... und unser rotarischer Frd. Merz befindet sich doch nun wahrlich damit in allerbester Gesellschaft :

https://de.wikipedia.org/wiki/Rotary_International#Auswahl_bekannter_Rotarier

...die woll(t)en allesamt nur Polio ausrotten ... und sonst niemanden ... und Polio ist nun wirklich eine ganz böse Volkskrankheit !

MP

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