Heimatklänge
Ende der 1960er Jahre geboren, wuchs ich mit den allgegenwärtigen englischen Hits im Radio auf, die in Personalunion mit Coca-Cola und MacDonalds ganz Westdeutschland mit einer klebrigen Schicht überzogen hatten.
Erst in den letzten zehn Jahren bemerkte ich, dass all die Lieder, die ich so gern in meiner Jugend gehört hatte, ihren Reiz verloren hatten. Seltsam. Man fragt sich, wie man überhaupt je so etwas Simples, Oberflächliches hat hören wollen.
Nun ist es Abend und ich habe meinen Garten gepflegt. Weil mein werbefreier Sender irgendwie verschwunden ist, schalte ich widerwillig SWR1 ein und höre „The River“ (1980) von Bruce Springsteen – ein Liebeslied über eine leidenschaftliche Nacht von zwei Jugendlichen an einem Fluß. Doch die Jugendliebe wird schwanger und der Ernst des Lebens fängt für den jungen Mann viel zu früh an. Die alltägliche Geschichte über verlorene Träume berührt mich – es ist tatsächlich eines der wenigen Lieder aus jener Zeit, die ich noch gern höre. Und so gehe in mich und erinnere mich an weitere Werke, die mir noch heute gefallen, etwa „Bridge over troubled water“ (1970) von Simon and Garfunkel, das mir noch heute Tränen in die Augen treibt. Oder „Bohemian rhapsody“ – ein wahres Meisterwerk von Queen und dem Sänger Freddy Mercury. Ich war in London, als er 1991 als einer der ersten Stars an AIDS verstarb. Noch heute trauere ich, weil dieses Genie – übrigens war er wie seine persischen Eltern zoroastrischen Glaubens – so früh von uns ging.
Das Erhabene ist Teil wahrer Musik
Es gibt noch weitere bewegende Werke wie „Music was my first love“ (1976) von John Miles, „Stairway to heaven“ (1970) von Led Zeppelin, „Thank you for the music“ (1994) von ABBA oder bombastische Werke, die sich langsam aufbauten, wie „You took the words right out of my mouth“ (1977) von Meatloaf. Nicht zu vergessen Joe Cocker und „Summer in the city“ (1994).
Die Sänger in diesen Musikgruppen waren meist Virtuosen an ihren Instrumenten, beeindruckten wie Mercury mit ihrer faszinierenden Stimme oder hatten eine starke, elektrisierende Ausstrahlung. Die Texte waren tiefsinnig, handelten von Liebe zwischen Mann und Frau oder zur Musik. Selbst vor religiösen Themen, wie bei Leonhard Cohen, wurde nicht zurückgeschreckt. Mein Lieblingssänger war lange Cat Stevens. Als mir Mitte zwanzig wie Tausenden anderen Fans bewußt wurde, wie strenggläubig er nach seiner Konvertierung zum Islam geworden war, waren mir seine Lieder vergällt und ich hörte sie nicht mehr.
Alle obigen Sänger zeichnete aus, dass sie zu ihrem Mannsein standen und so schöne Lieder schufen, dass sie bis heute die Menschen bewegen. Wahrlich, ich spüre beim Anhören dieser Lieder, wie meine Zellen aufwachen und sich an dieser Musik erfreuen.
Da ich in Süddeutschland aufgewachsen bin, wurden auch die Lieder österreichischer Liedermacher im bayrischen Radio gespielt. Ich liebte „Schifoan“ (1967) von Wolfgang Ambros. Zu diesem Lied tanzte und grölte unsere Pfadfindergruppe jedes Mal wie verrückt mit. Nicht fehlen durfte bei unseren Partys „Resi, i hol‘ di mit mei’m Traktor ab“ (1986) von Wolfgang Fierek oder „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang, die allerdings aus München war.
Ich hörte immer wieder gern „Weus’d a Herz hast wia a Bergwerk“ (1983) von Reinhard Fendrich oder fast alle Lieder von S.T.S., etwa „Irgendwann bleib i dann dort“ (1985). Die Mundart, mit der man als Säugling aufwächst, sitzt tief und solche Lieder gehen geradewegs tief ins Stammhirn, wo unser Ursprung sitzt.
Da Juchitzer
Und dann wäre da noch Huber von Goisern in seiner Lederhose, verschwitzt mit 3-Tage-Bart, hochgekrempelten Ärmeln und Lederhosenträgern auf der Bühne, wie er mit Zabine in schlichter, weißer Bluse „Du bist so weit weit weg von mir“ singt. Doch das absolute Meisterwerk, bei dem selbst Freddy Mercury verblaßt, ist „Da Juchizter“ (1994). Der Juchizter beginnt mit Zabines Jodelsolo, das ab dem ersten Ton durch Mark und Bein geht und jeden Menschen mit Herz unvermittelt aufbricht, erschüttert und fassungslos in Tränen zurückläßt. Danach gräbt sich Huberts Solo auf seiner Trompete noch tiefer in die Seele ein, bis schließlich Zabine und Hubert im Duett mit hemmungslosem, leidenschaftlichen Jodeln die letzten Verkrustungen aufbrechen und die Zuhörer weich, ganz weich zurücklassen.
Musik ist Heimat
Das ist Heimat – zumindest im Süden Deutschlands. Einem solchen Werk, einer solchen Hingabe an die Musik steht man wehrlos gegenüber. Der Jodelklang erweckt das Alte, was seit jeher schon war – Generationen an Menschen, die aus der Tiefe ihrer Seele den Klang hochsteigen ließen und aus schierer Lebensfreude durch gewaltige Täler schmetterten. Das rührt an und weckt Erinnerungen an unseren Urgrund – wo wir herkommen, wer wir sind und was wir erschaffen können. Unser Urwesen ist noch da. Jedoch schlummer es – begraben, verschüttet unter den 80 Jahren Lagen an Rock, Jazz, HipHop, Techno und Rap und sonstigem Lärmmüll, der dem Vergleich mit unserer Muttersprache und der Musik, die unserer Landschaft entsteigt, nicht im geringsten standhalten kann.
Wagner und Mahler
Für Opernliebhaber haben Wagner und andere Komponisten eine ähnliche Wirkung – nur leider ist die Klassik für mich persönlich eher selten ein Schlüssel zu meiner Herkunft. Ich erinnere mich noch lebhaft an unseren jüngsten Besuch in der Oper, wo Gustav Mahlers 2. Sinfonie „Auferstehung“ mit Chor und Solistin gegeben wurde. Neben mir saß eine – ich kann es nicht anders sagen – hochnäsige Schickse der höhren Gesellschaft, die verächtlich ihr 60-jähriges Näschen über die Proleten rümpfte, die an falschen Stellen klatschten und auch mich als zu laut lachende Person lediglich mit einem abschätzigen Blick musterte. Im 4. Satz dann erklang die honigsüße Stimme der Solistin, die das tiefsinnige Lied „Urlicht“ vortrug – auch hier keinerlei Scheu vor dem Erhabenen, dem Göttlichen, wie dies heute nahezu überall bei der entchristlichten, atheistischen deutschen Bevölkerung der Fall ist:
„O Röschen rot,
Der Mensch liegt in größter Not,
Der Mensch liegt in größter Pein,
Je lieber möcht' ich im Himmel sein.
Da kam ich auf einen breiten Weg,
Da kam ein Engelein und wollt' mich abweisen.
Ach nein, ich ließ mich nicht abweisen!
Ich bin von Gott und will wieder zu Gott,
Der liebe Gott wird mir ein Lichtchen geben,
Wird leuchten mir bis in das ewig selig' Leben!“
Trotz großer Offenheit fand ich keinen Zugang zum Lied. Die hochnäsige Dame neben mir war jedoch so ergriffen, dass sie minutenlang vor Schluchzen geschüttelt wurde. Jeder braucht seinen Schlüssel.
Manche Lieder halten ihre Kraft über Jahrhunderte hinweg. Mich fasziniert immer wieder, wie gregorianische Choräle, die ein längst vergessener Mensch vor 500 Jahren verfaßt hat, durch unsere Stimmen wieder zum Leben erweckt werden können. Es ist ein Wunder – die Zeit verschwindet.
Mein Lieblingsweihnachtslied „Maria durch ein Dornwald ging“ werde ich – im Gegensatz zu früheren Radiohits – nie müde zu hören. Das ist das Besondere an Liedern, die das Herz berühren. „Stille Nacht, heilige Nacht“ schwingt so hoch, dass es in der ganzen Welt gesungen wird. Das ist die Macht der Musik.
Mit welchen Klängen wollen wir leben?
Geben wir acht, mit welchem Klang wir uns umgeben. Wollen wir wirklich jeden Tag mit Techno, harten Beats und vulgärem Rap belästigt werden? Wie wirkt sich diese brutaleske Musik auf uns und unsere Kinder aus? Wir wissen es, denn wir müssen nur in die Gesichter der Menschen blicken. Selten ist noch ein Antlitz von dem Zauber erfüllt, der bei Zabine beim Juchizter zu sehen war. Kaum noch sieht man Menschen, die sich so in sich versunken der Trompete hingeben wie Hubert von Goisern.
Viele der angeführten Sänger sind inzwischen tot, haben sich zurückgezogen oder sich so sehr verändert, dass ich sie nicht mehr hören mag. Nicht vergessen darf ich Udo Jürgens. Als Jugendliche konnte ich gar nicht genug von „Ich wünsch Dir Liebe ohne Leiden“ bekommen, das er mit seiner Tochter Jenny sang. Visionär war sein Lied „Der gläserne Mensch“ (2014), in dem er bei seinem letzten Konzert vor dem Verlust unserer Freiheit und totalitärer Überwachung warnte.
Wir haben immer die Wahl. Wir können entscheiden, womit wir uns umgeben. Wir können uns einfach umdrehen und gehen. In den Himmel schauen. In der Erde wühlen. Unseren Garten pflegen. Der alten Nachbarin helfen oder Zeit mit Freunden verbringen. Es ist schon viel gewonnen, wenn nur einer aufsteht und „Nein“ sagt (Brecht). Jeder kann die Welt verändern. Jeder ist ein Instrument. Die herrliche Musik ist da. Wir müssen sie nur wieder zum Leben erwecken.
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Maria Schneider, 19.01.2026
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Blog-Kommentare
Danke
Schöner Text und das Allermeiste fühlt sich für mich genauso an.
Wagner Beethoven Schumann Schubert... Habe ich erst gegen Ende des Studiums wirklich entdeckt. Andere waren mir immer vertraut: Bach Händel Brahms.
Volkslieder entdecke ich erst jetzt in der Fremde verhalten
Ein sehr schön geschriebener…
Ein sehr schön geschriebener Text, Kompliment, Anerkennung und Respekt dafür.
Zum Austro-Rock dieser Zeit gehört auch "Die Freiheit" von Georg Danzer.
Bei Wolfgang Ambros denke ich sofort an "Mir geht es wie dem Jesus", an die Passage " ... doch ich verwandle nur den Wein, in Wasser das ich lasse."
Bei Leonhard Cohen kommt sofort "Susanne" als Erinnerung hoch.
Bei Cat Stevens sind es "Longer Boats" und " My Lady D'Arbanville".
Neben Pop war ja auch die Rennaissance der Folk-Musik stilprägend für diese Zeit. Meine Favoriten waren die irischen "Dubliners" , aus der Bretagne "Alan Stivell", aus Italien "Adriano Celentano" und "Toto Cotugno".
Von Spliff höre ich heut noch gerne "Carbonara", oder von den Gypsy Kings "Bamboleo".
Bis noch in die 80er hinein hatten wir das Glück, mit richtig guter Musik aufgewachsen zu sein, ohne Tecno, ohne HipHop, ohne Rap mit seinen aggressiven teilweise perversen Texten, einfach nur zum abtörnen.
Zur typischen Literatur, die man gelesen haben musste gehörten die Klassiker von Hermann Hesse ("Siddharta), Erich Fromm ("Haben oder Sein"), uva.
Als dann die grüne Ökobewegung Anfang der '80er aufkam geörten Frtijof Capras "Wendezeit" , Robert Jungks "Heller als tausend Sonnen", Hoimar von Ditfurths "Kinder des Weltalls" und vvvva. zur Standardliteratur die mich, den Zeitgeist meiner Generation und die aufkommende Ökobewegung prägten.
Und dann kam die Wendezeit, es war der "Wind of Change" von den Scorpions, der die damalige Aufbruchstimmung so charakteristisch zeichnete. Ich fühlte, das wir wiedervereinigten Deutschen endlich innerlich zur Ruhe finden und kommen.
Heute stelle ich nüchtern fest, das die entscheidenden Anfangsjahre der Ökobewegung den noch nicht wiedervereinigten Ostdeutschen vom damaligen DDR-System verwehrt wurden, wofür sie ja nichts können, das ist somit kein Vorwurf.
Es erklärt aber, warum es bis heute in Ostdeutschland viel leichter ist, über die Ökobewegung einen weiteren Spaltpilz in unsere Gesellschaft hinein zu treiben, sie können mit dem Thema Ökologie bis heute viel weniger anfangen als wir Westdeutschen.
Vielen Ostdeutschen fehlt offenbar diese Identifikation mit dem Thema Ökologie, welches sich in Westdeutschland hingegen als ganze Generationen prägend in den Köpfen etabliert hat.
MfG, HPK
Werte Frau Schneider, unser…
Werte Frau Schneider,
unser herrliches nationales Liedgut - insbes. alte Volkslieder - unterliegen auch in der modernen BRD beachtlich dem Wandel der Zeit ... und "Schwarzbraun ist die Haselnuss - Schwarzbraun bin auch ist." ... ist doch nun wirklich ein prächtiges altes Volkslied, wie auch Bundesverteidigungsminister Dr. Jung (CDU) in 2007 sehr wohlwollend konstatierte ... und dann wurde es doch 10-Jahre später tatsächlich von einer "kühlen und eher berechnenden blonden, norddeutschen Schönheit" in der Truppe VERBOTEN (s.u.) !
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https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/franz-josef-jung/fragen-antworten/34452
Antwort 28.08.2007 von Franz-Josef JungCDU
Sehr geehrte Frau B.,
haben Sie vielen Dank für Ihre freundliche Anfrage, mit der Sie die Aufnahme des alten deutschen Volksliedes „Schwarzbraun ist die Haselnuss... " in das Liederbuch der Bundeswehr thematisieren....
...Der Typus des südländischen, schwarzbraunen Madel war ein Synonym für Lebensfreude und stand im Gegensatz zur kühlen und eher berechnenden blonden, norddeutschen Schönheit. ...
Dr. Franz Josef Jung
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/verteidigungsministerium-stoppt-bundeswehr-liederbuch-a-1147482.html
"Schwarzbraun ist die Haselnuss"Ministerium stoppt Bundeswehr-Liederbuch
"Panzerlied" und "Schwarzbraun ist die Haselnuss" - das sollen Bundeswehr-Soldaten nicht mehr singen. Auf Wunsch des Verteidigungsministeriums wird ein neues Liederbuch entwickelt.
12.05.2017, 18.35 Uhr
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Wie man sieht, bestimmen die "kühlen und eher berechnenden blonden, norddeutschen Schönheiten" über unser prächtiges nationales Liedgut in der Truppe :
https://www.youtube.com/watch?v=meBZ3P5UKfI
https://www.youtube.com/watch?v=oZRzp2WJK-s
https://www.youtube.com/watch?v=qx9HEn8aq1c
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Kameraden singt (ein letztes Mal) das Panzerlied ... zwo ... drei....
https://www.youtube.com/watch?v=fX5vCkoQYk0&list=RDfX5vCkoQYk0&start_radio=1
MP
PS : ... es überraschte …
PS :
... es überraschte (mich) eher weniger, dass unser Bundesverteidigungsminister Dr. Jung (CDU) sich mannhaft für "Schwarzbraun ist die Haselnuss - Schwarzbraun bin auch ich" öffentlich - im Sinne seiner Soldaten & Soldatinnen - ins Rüstzeug legte ...
...aber das - m.E. doch sehr deutlich diskriminierende - Frauenbild seitens der "modernen" CDU hat mich doch (in Köln am Rhein) sehr befremdet :
Antwort 28.08.2007 von Franz-Josef Jung
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/franz-josef-jung/fragen-antworten/34452
..."Der Typus des südländischen, schwarzbraunen Madel war ein Synonym für Lebensfreude und stand im Gegensatz zur kühlen und eher berechnenden blonden, norddeutschen Schönheit.
Insofern verherrlicht dieses alte deutsche Volkslied weder Gewalt noch fordert es zur Missachtung und Diskriminierung anderer Kulturen auf.
In der Hoffnung Ihre Fragen hinreichend beantwortet zu haben verbleibe ich,
mit freundlichen Grüßen
Dr. Franz Josef Jung
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Na-ja : unsere letzte "Geheimwaffe" - die blonde "CDU-Flinten-Uschi" - hat`s dem Franzl ja danach richtig ordentlich "besorgt" ... diesem offenbar ewiggestrigen Blondinen-Witze-Erzähler in der CDU ! :
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/verteidigungsministerium-stoppt-bundeswehr-liederbuch-a-1147482.html
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...but, but by the way :
Gibt es im Liederbuch der Bundeswehr heute noch ein prächtiges Panzerlied für die woke Truppe? (Google KI) :
Nein, das traditionelle Panzerlied („Ob’s stürmt oder schneit“) ist seit 2017 nicht mehr im offiziellen Liederbuch der Bundeswehr enthalten.
Das Bundesministerium der Verteidigung stoppte die weitere Ausgabe des Liederbuchs „Kameraden singt!“, um es einer kritischen Überarbeitung zu unterziehen. Grund hierfür war, dass das 1933/1935 entstandene Panzerlied sowie andere Werke (z. B. das „Westerwaldlied“ oder „Schwarzbraun ist die Haselnuss“) aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte in der NS-Zeit und ihrer Einbindung in die Wehrmachtstradition als nicht mehr zeitgemäß und politisch sensibel eingestuft wurden.
Die aktuelle Situation (Stand 2026) stellt sich wie folgt dar:
Offizieller Status: Das Panzerlied ist aus dem offiziellen Kanon der Bundeswehr-Liederbücher entfernt worden.
Interne Regelung: Das Singen in der Truppe wird zwar weiterhin als traditionspflegend angesehen, doch müssen die Lieder im Einklang mit dem Traditionserlass stehen, der einen klaren Trennungsstrich zur Wehrmacht zieht.
Ersatz: Moderne Lieder wie „Ein Teil vom Wir“ (2022) werden gefördert, um die Identifikation der heutigen Truppe mit der demokratischen Grundordnung zu betonen.
Möchten Sie mehr über die Kriterien des aktuellen Traditionserlasses der Bundeswehr erfahren?
KI-Antworten können Fehler enthalten. Weitere Informationen
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https://taz.de/Traditionserlass-bei-der-Bundeswehr/!6028911/
...jetzt aber - woke Panzer-Jungs : singt wenigstens (inoffiziell) für EUREN Panzer Lars (!) und seine mutigen Kriegsdienstverweigerer bei Rheinmetall :
https://www.youtube.com/watch?v=fX5vCkoQYk0&list=RDfX5vCkoQYk0&start_radio=1
https://taz.de/SPD-Generalsekretaer-Klingbeil/!5789323/
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...ooh ... jaaaah ... einfach nur herrlich, das völlig neu entwickelte Volks-Lied der woken Truppe :
https://www.youtube.com/watch?v=W1CxqYp7QIY
Ersatz: Moderne Lieder wie „Ein Teil vom Wir“ (2022) werden gefördert, um die Identifikation der heutigen Truppe mit der demokratischen Grundordnung zu betonen ... und da stirbt "man" doch nun wirklich mit Freude für die FDGO & insbes. unseren Panzer-Lars, so denke ich....
MP
Zur Feier des recht kühlen…
Zur Feier des recht kühlen Winter-Sonntags biete ich den hiesigen Lesern/Hörern noch das herrliche - und das Herz innigst erwärmende - altehrwürdige "Westerwaldlied" feil ...
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...gesungen vom wunderbaren Lübecker Polizeichor & others :
https://www.youtube.com/watch?v=bvRSqm10I8E&t
Dieses besonders schöne Heimatlied hatte ich selber - mit großer Passion - gesungen, als ich 1980 das Maschinengewehr MG3 auf meinem Marsch von Pinneberg nach Appen als Luftwaffenrekrut (W15) schleppen durfte !
Warum unsere schöne - aber berechnende & kühle - Blonde aus dem Norden das herrliche Heimatlied (faktisch) verbieten ließ, erkennt man unschwer am empathilosen Gegröle im nachstehenden youtube-Video :
https://www.youtube.com/watch?v=UI1SY3eekJE
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/verteidigungsministerium-stoppt-bundeswehr-liederbuch-a-1147482.html
(...) "Besonders in der Kritik stehen in dem Liederbuch "Kameraden singt!" Stücke wie "Schwarzbraun ist die Haselnuss", das "Panzerlied" oder "Das Westerwaldlied". Sie wurden dem Ministerium zufolge in der NS-Zeit und während des Zweiten Weltkriegs als Ausdruck nationalsozialistischer Überhöhung missbraucht." (...)
________________
Nun aber die wirklich erfreuliche Nachricht - für alle Freunde herrlichen Deutschen-Liedguts :
Darf der Lübecker Polizeichor noch das Westerwaldlied öffentlich singen, dass in der Bundeswehr verboten wurde? (Google KI)
Ja, der Polizeichor Lübeck (oder andere zivile Ensembles) darf das Westerwaldlied grundsätzlich weiterhin öffentlich singen. Es existiert kein allgemeines gesetzliches Verbot für dieses Lied in Deutschland.
Hier ist die rechtliche und formale Situation im Detail:
Kein strafrechtliches Verbot: Das Westerwaldlied gehört nicht zu den verbotenen Symbolen oder Liedgut verfassungsfeindlicher Organisationen (wie etwa das Horst-Wessel-Lied). Es ist ein Volkslied, dessen Text keinen unmittelbaren Bezug zur NS-Ideologie aufweist.
Situation bei der Bundeswehr: Das Verteidigungsministerium hat das Lied nicht „verboten“, sondern 2017 entschieden, es aus dem offiziellen Liederbuch „Kameraden singt!“ zu entfernen. Grund war die historische Belastung, da es während der NS-Zeit und im Zweiten Weltkrieg intensiv von der Wehrmacht genutzt wurde. Innerhalb der Truppe ist das Singen bei offiziellen Anlässen daher unerwünscht oder de facto eingestellt, um Distanz zur Wehrmachtstradition zu wahren.
Zivile Chöre: Da Polizeichöre oft als eingetragene Vereine (z. B. Polizei-Chor Lübeck von 1973 e.V.) agieren, unterliegen sie nicht den internen Dienstvorschriften der Bundeswehr. Die Entscheidung, ob ein Lied im Repertoire bleibt, liegt bei der künstlerischen Leitung des Chores, solange keine Gesetze (wie Volksverhetzung) verletzt werden.
Obwohl es legal ist, verzichten viele Chöre mittlerweile aus Gründen der politischen Sensibilität auf das Lied, um keine Assoziationen zur Wehrmacht zu wecken.
Möchten Sie wissen, ob es für den Polizeichor Lübeck spezifische interne Richtlinien der schleswig-holsteinischen Polizei gibt, die über die allgemeine Rechtslage hinausgehen?
KI-Antworten können Fehler enthalten. Weitere Informationen
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Na, da muss Ministerpräsident Günther (CDU) bei Herrn Lanz aber noch`ne jannz kräftige Schüppe "schwarzbrauner Medien-Klütten" drufflegen ... weil SEIN herrlicher Lübecker Polizeichor es an "politischer Sensibilität" offenbar immer noch deutlich kranken lässt, so denke ich :
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/daniel-guenther-kassiert-shitstorm-fuer-aussagen-bei-markus-lanz,guenther-244.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Westerwaldlied
Heute wollen wir marschier’n
Einen neuen Marsch probier’n
In dem schönen Westerwald
Ja da pfeift der Wind so kalt
Refrain:
O du schöner Westerwald
Über deine Höhen pfeift der Wind so kalt
Jedoch der kleinste Sonnenschein
Dringt tief ins Herz hinein
Und die Gretel und der Hans
Geh’n des Sonntags gern zum Tanz
Weil das Tanzen Freude macht
Und das Herz im Leibe lacht
Refrain
Ist das Tanzen dann vorbei
Gibt es meistens Keilerei
Und dem Bursch, den das nicht freut,
sagt man nach, er hat kein’ Schneid
Refrain
Modifizierte dritte Strophe der Bundeswehr:
Freiheit, Recht und Einigkeit
Hüten wir im Waffenkleid
Wenn’s dem Gegner nicht gefällt
Schützen wir’s in Wald und Feld
__________
...in diesem Sinne : schönen Sonntag allerseits ! :
https://www.youtube.com/watch?v=FXqtQCxkIHA
https://www.vtnvagt.de/index.php/vorstandsinformationen/9-startseite/aktuelles/2150-die-bundeswehr-soll-mehr-wehrmacht-wagen
MP
PS : Mein älterer Bruder…
PS :
Mein älterer Bruder besang während seiner Bundeswehrzeit (W18) sogar noch herrliche DEUTSCHE Provinzen im Osten, die leider (vmtl. endgültig) verlustig gingen - wie folgt :
„Land der dunklen Wälder“
https://www.youtube.com/watch?v=JcvR-1LKu7s
„Wenn in stiller Stunde“
https://www.youtube.com/watch?v=i1YiDttrgW4
„Schlesierlied“
https://www.youtube.com/watch?v=8mj96iDFICU
„Sudetenland, mein Heimatland“
https://www.youtube.com/watch?v=gymZEBPb3uI
__________
...wer diese uralten DEUTSCHEN Volkslieder heute in der Truppe singt - sollte sich auf einen Termin bei seinen Disziplinarvorgesetzen dringend einstimmen...
MP
...und so hat jedes noch so…
...und so hat jedes noch so schöne Volks- und Heimatlied seine Zeit & seinen Ort, Frau Schneider :
___________
https://www.youtube.com/watch?v=wwRnxXQhXBI
https://www.youtube.com/watch?v=0ilwFGQl1fc
https://www.youtube.com/watch?v=L2KDi-L5Qe0
MP
...und am Schluss noch die…
...und am Schluss noch die Pointe :
Tatsächlich hatte ich mit 2007 um den vakanten Dienstposten (A12) beim BMVg "Liedgut der Bundeswehr" beworben ... aber es sollte wohl nicht sein (...bin im Übrigen auch unmusikalisch & kenne leider keine Noten).
ABER :
Ich hätte den Bundeswehr-Lieder-Kanon noch um a`bisserl Mittelalter erweitert - etwa wie folgt :
https://www.youtube.com/watch?v=bz1gMiRsN20
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/transcoded/f/f4/Musikgruppe_Els_Berros_de_la_Cort%2C_Festival_Terra_de_Trobadors_2023.webm/Musikgruppe_Els_Berros_de_la_Cort%2C_Festival_Terra_de_Trobadors_2023.webm.1080p.vp9.webm
________________
...ich denke mal, beides jedenfalls besser, als die woke aktuelle Schnulze mit Rap-Einlage - für Antänzer in der Stricher-Szene von Berlin !!!
https://www.youtube.com/watch?v=W1CxqYp7QIY
O-Ton -bei Min. 2:16 : "...wo man hofft, dass ich nicht falle - da lasse ich mich fallen !"
+++ Ein TEMPELRITTER & Soldat GOTTES ließ sich NIEMALS "fallen" !!! +++
MP
EINES sollte noch (beiläufig…
EINES sollte noch (beiläufig) erwähnt werden, so denke ich :
______
Diese öffentlichen Einlassungen - als amtierender Bundesverteidigungsminister der Bundesrepublik Deutschland - waren stigmatisierend-, herabwürdigend und im Ergebnis m.E. rassistisch ! (kurzum : ein typischer-, ätzender Blondinen-Witz in der Dorfkneipe - im Suff...) :
Antwort 28.08.2007 von Franz-Josef Jung
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/franz-josef-jung/fragen-antworten/34452
..."Der Typus ... stand im Gegensatz zur kühlen und eher berechnenden blonden, norddeutschen Schönheit."
Dr. Franz Josef Jung
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Das nachstehende youtube -Video verdeutlicht eindrucksvoll, dass sog. - "kühle und eher berechnende blonde, norddeutsche Schönheiten" - durchaus Empathie (sogar beim KRIEGS-FEIND) auslösen können - wie folgt :
https://www.youtube.com/watch?v=Fktp8VVsepE
...und Empathie vom Feind - und auch FÜR den Feind - kann bekanntlich niemals schaden !!!
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...und in diesem Sinne,
werte Leser:innen & Hörer:innen, genießen Sie bitte noch einmal ein (wohl unbestreitbar) absolut herrliches Heimat- und Volkslied ... vorgetragen von Mädchen des vormaligen Feindstaates DDR :
https://www.youtube.com/watch?v=0ilwFGQl1fc
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PS. :
...würden unsere sog. "Volksvertreter:innen" der BRD - im ehrwürdigen Deutschen Bundestag - heute tatsächlich so singen, wie folgt, - wären WIR "in Sachen" Empathie und Mitmenschlichkeit schon ein ganz kleines Stückchen weiter !!! :
https://www.youtube.com/watch?v=jkzaUHGrzKU
MP
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https://www.google.com/search?q=gibt+es+einen+Unterschied+zwischen+Empathie+und+Mitmenschlichkeit%3F&sca_esv=262b8e8005cfc964&sxsrf=ANbL-n5zPTSwqJpC5mjrNJRxGoInAPjrlA%3A1769413681823&udm=50&fbs=ADc_l-YGrpJMQtvjQ6h14rj-dfIrbPkd_Upq68wJVnEIgo2Pwxu679PACFfTKv4n_1_FsyUQaeX3jrnY_tqGjKDcVH__TNYDmjVNHsekbOwTjVtkuQLfCbSieAY3QAez98-5pVY5a_lwCbAfHFKS2TLqnooqEJ0O5VVN3pASVK3r4iy0qbcBi0GCtbBuCWIGPj_rgO6HlFls&aep=1&ntc=1&sa=X&ved=2ahUKEwjs19zP26iSAxUK_7sIHb48OaIQ2J8OegQIEBAE&biw=1846&bih=923&dpr=1&aic=0&mstk=AUtExfBFARD1z-w1vs_mfoPKf808mfDPoBP1JtrY3DCQuExFLXHmtiVBt-JPbvvMOscBaQ4APIFyKAzjNuln-vnWOec7vR7q8QPSSVvGzmcz7K72-mtoJQddhTkhtQRWYLaOHZm6pqHugYjbyTNt7siG9fEmKf4H6ns8XrdrbUbhDSCODPoZJSN9kpwTgIOl2GF0zteAWBoi8vqSNj6BWcN8M6AU3EOk4IAtIR9iB3ESWQ883hjHkiuvyZwOfQ&csuir=1
...ich versuche mal, über…
...ich versuche mal, über meinen alten W15er Kameraden und Obergefreiten a.D. Boris Pistorius WENIGSTENS (!) das schöne Westerwaldlied für UNSERE Truppe zu "retten" :
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/boris-pistorius/fragen-antworten/sehr-geehrter-herr-bundesverteidigungsminister-pistorius-wuerden-sie-politisch-befuerworten-und-0
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Leider muss ich der blonden Ursula von der Leyen in einer Sache aber deutlich recht geben :
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/verteidigungsministerium-stoppt-bundeswehr-liederbuch-a-1147482.html
Das absolut ätzende (Nazi-) "Panzerlied" ist heute politisch natürlich völlig verbrannt ... außerdem ist die Panzerwaffe heute in modernen Kriegen militärisch irrelevant und nur noch für verklärte & woke Nostalgiker im Museum zu gebrauchen ... um den Stahl-Schrott dorten dreckigen Neo-Nazis "feierlich" zur Schau zu stellen ! :
https://www.youtube.com/watch?v=fX5vCkoQYk0&list=RDfX5vCkoQYk0&start_radio=1
https://www.youtube.com/watch?v=WhcbkhwJ4_E
https://www.youtube.com/watch?v=YdX3l_HKVvA
...und auch "schwarzbraun ist die Haselnuss - schwarzbraun bin auch ich" ist nur zusammen mit Herrn Dr. Jung von der CDU in der Dorfkneipe & im Suff ernsthaft zu ertragen ... und absolut in der Truppe natürlich völlig untragbar.
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/franz-josef-jung/fragen-antworten/34452
https://www.youtube.com/watch?v=n1BosdElZQI
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Aber das herrliche Westerwaldlied muss in der TRUPPE - bitte zeitnah - wieder erlaubt sein, so hoffe ich.
MP
Mal losgelöst vom…
Mal losgelöst vom fragwürdigen deutschen Liedgut in der Bundeswehr - kann ich als gedienter W15er nicht real nachvollziehen, warum die heutigen Jungs & Mädels nicht mehr "anständig" marschieren können...
https://www.youtube.com/watch?v=UI1SY3eekJE
...andere können`s doch offensichtlich ... und das eindeutig und unbestreibar - um Lichtjahre besser !
https://www.youtube.com/watch?v=YZuAf7VAeKg
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Das muss an der propagierten "Wokeness" bei uns liegen, so denke ich :
https://www.youtube.com/watch?v=WhcbkhwJ4_E (...für breite Schultern gibt`s leider nix...)
https://de.wikipedia.org/wiki/Woke#Anti-Wokeness_und_Backlash
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Na-ja, unser Panzer-Boris wird SEINEN woken Jungs sicherlich alsbald den Marsch persönlich blasen, so denke ich !
MP
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