Nüchterne Bilanz des EU-Wiederaufbaufonds: Viel Geld für fast nichts
750 Milliarden Schulden hat die EU unter Ursula von der Leyen für den Corona-Wiederaufbaufonds aufgenommen. Jetzt stellt sich heraus: Das Ergebnis ist mehr als ernüchternd.
0,2 Prozent Wachstum für 750 Milliarden Euro. So lautet die ernüchternde Bilanz des EU-Corona-Wiederaufbaufonds.
Enormer finanzieller Aufwand für fast nichts
Wie das Handelsblatt als Erstes berichtete, schätzen mehrere Analysten die EU-weite Wachstumswirkung des auf Schulden finanzierten Fonds auf lediglich rund 0,2 Prozent pro Jahr.
Der Wiederaufbaufonds mit einem Volumen von 750 Milliarden Euro wurde 2020 von Brüssel beschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der eigenen Corona-Politik abzufedern und zugleich Investitionen in Digitalisierung und Klimaschutz zu beschleunigen.
Begrenzter Wachstumseffekt auf EU-Ebene
Fünf Jahre später fällt die Gesamtbilanz aus makroökonomischer Sicht katastrophal aus.
Auf europäischer Ebene zeigt sich laut Handelsblatt, dass der Fonds das Wirtschaftswachstum nur geringfügig gestützt hat. Im Durchschnitt ergibt sich über mehrere Jahre hinweg ein zusätzlicher Wachstumsimpuls von nur rund 0,2 Prozent pro Jahr. Damit bleibt der Effekt deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, die von der Kommission für die erstmaligen gemeinsamen Schulden der EU postuliert wurden.
Unterschiedliche Effekte in den Mitgliedstaaten
Nur Griechenland profitierte laut Berechnungen von Capital Economics. Die dortigen Hilfen von 36 Milliarden Euro entsprachen fast 22 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von 2020 und sorgten für einen jährlichen Wachstumseffekt von rund 1,5 Prozentpunkten.
Keine messbaren Produktivitätsgewinne
Ein zentrales Ziel des Fonds war es, langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Volkswirtschaften zu stärken. Doch gerade hier sind die Ergebnisse laut Handelsblatt ernüchternd: Weder in Griechenland noch in Spanien oder Italien ist die Produktivität pro Beschäftigtem bislang messbar gestiegen.
Ökonomen schließen zwar spätere Effekte nicht aus, belastbare Belege gibt es bislang jedoch nicht.
Beruhigung der Märkte, offene Finanzfragen
Positiv bewerten Experten vor allem die Signalwirkung des Fonds. Die Ankündigung gemeinsamer EU-Schulden habe 2020 zur Beruhigung der Finanzmärkte beigetragen und die Zinsen für hochverschuldete Länder gesenkt, betont der Ökonom Zsolt Darvas vom Thinktank Bruegel.
Zugleich mehren sich jedoch Fragen zur weiteren Abwicklung: Nicht alle Staaten rufen ihre Mittel ab, Kredite gelten als unattraktiv, und ein klarer Rückzahlungsplan für die EU-Schulden ist weiterhin offen.
Österreich zwischen Nutzen und Belastung
Aus österreichischer Sicht bleibt die Bilanz besonders heikel, zumal die Österreicher rund zwölf Milliarden Euro davon gestemmt haben. Wie sich jetzt herausstellt: für fast nichts. Gleichzeitig erhält Österreich nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Mittel zurück und ist es über den EU-Haushalt wesentlich an der Rückzahlung beteiligt. Unterm Strich ergibt sich damit für Österreich ein negativer Saldo von mindestens acht Milliarden Euro, wobei der tatsächliche Endbetrag noch steigen kann, da Zinskosten und Rückzahlungsmodalitäten bis heute nicht vollständig fixiert sind.
Gleichzeitig arbeitet die EU bereits an neuen Schulden-Instrumenten – etwa für die Ukraine-Finanzierung, den Klimaschutz oder die Verteidigung.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Blog comments
"Österreich zwischen Nutzen…
"Österreich zwischen Nutzen und Belastung"
Und wie sieht die Bilanz erst für Deutschland aus?
Aber da gilt ja "Hauptsache, die Deutschen haben das Geld nicht!"
Deutschland der einstige…
Deutschland der einstige Überflieger geht in den Sinkflug. Jetzt droht dem Überflieger der Strömungsabriss.
Wie lange braucht es noch bis zum Crash?
Findet doch schon längst statt
Deutschland ist schon längst im freien Fall.
Vermögen verschleudert durch Fehlentscheidungen
(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)
In Mrd. €
Merkel
– 400 GRC
– 500 Banken
– 6800 für Asylbewerber für bis 10/2016 bis 2050 berechnet
– 6800, Seit 2016 mindestens nochmal dieselbe Anzahl, eher mehr
– 1200 Target2
– 2100 Energiewende
– 500+ Mrd. COVID
Scholz & Merz haben noch 1200 Mrd. draufgepackt.
> 20.600 Milliarden Euro
Bei Flüchtlingen & Energiewende geht es immer weiter.
Wirtschaftlicher Verlust durch
– Sanktionen
– Deindustrialisierung
– Vertrauensverlust
Sind nichtmal annähernd bezifferbar
Dürften aber schon eine ähnlich hohe Summe ausmachen und der wirkliche Abschwung kommt erst noch, DE zehrt noch von dem Speckgürtel, den wir hatten.
Venezuela ging es auch erst nach 20 Jahren Chávez schlecht und erst Maduros Unfähigkeit hat den Rest gegeben, DE ist heute noch reicher als VE vor Chávez war.
Also, 20 Billionen sind sicher weg.
30 Können es problemlos sein
DE hat seit 2022 ein reales Minus von ca 15% gemacht
50.000 Milliarden vielleicht?
Mehr als USA Schulden hat
250.000+ Deutsche Staatsbürger wandern im Jahr aus, in der absoluten Hauptsache gut ausgebildete Menschen mit gutem Einkommen, netto Steuerzahler, die ihr Leben auch woanders führen können, weil sie von irgendetwas gut Ahnung haben und es gut gelernt haben. Transfersteuerzahler, die ganzen Typen, die auf den Ämtern sitzen, oder Beamte sind, die können nicht woanders leben, die schaffen ihr Leben nur in Deutschland, die bleiben alle da.
Das ist ein ungeheuerlicher Brain-Drain, der seit nun 10 Jahren anhält.
Und jedes Jahr kommt eine Großstadt von 250 000 ungelernten Analphabeten nach Deutschland, und über den Familiennachzug noch mal eine gleich große Stadt hinterher, um die 500 000 pro Jahr kann man wohl rechnen, alles Menschen, die nie eingezahlt haben und nie werden, und wenn, dann sind sie in Geringverdienerjobs.
Die kosten Milliarden jedes Jahr, siehe den Posten weiter oben mit den mindestens 6800 Millionen alleine für die, die bis 2016 gekommen sind.
Im Jahr gehen 480.000 Arbeitsplätze verloren, um die 200.000 davon fänden einen neuen Job, 280.000 jedes Jahr wandern derzeit in die Arbeitslosenstatistik.
Arbeitslosenquote bei 6,3 % Offiziell, wenn ABM und alles mitgezählt werden, sind es um die 9-10 %
Die Sozialabgaben werden drastisch erhöht, und uns wird weisgemacht, dass das wegen dem Wasserkopf der 95 verschiedenen Krankenkassen wäre.
Und das alles, während gleichzeitig die Bundesregierung offenen Gesetzesbruch betreibt, offene Zensur, offene Verfolgung Andersdenkender usw.
Deutschland hat fertig, endgültig, da wird sich nichts mehr dran ändern. Wir sind im Sturzflug, der wird einige Zeit anhalten. So viel Reichtum, wie wir angehäuft hatten, lässt sich nicht in wenigen Jahrzehnten verschleudern, aber wir werden ihn verlieren.
Und wenn die Regierung es schafft, sich mit Russland erfolgreich anzulegen, werden wir alles verlieren. Das ist der Plan der Eliten.
Denn seit mindestens 30 Jahren tobt in Europa der Irrsinn. Das links-sozialistische Irrenhaus hat sich selbst bedient und die Taschen vollgestopft, und um das alles zu verschleiern und vor allem die eigene Bestechlichkeit und Unfähigkeit zu verschleiern, muss das System resettet werden.
Denn nur dann kann man uns erzählen, dass es an der AfD und den Russen gelegen hat, wenn das Land in Schutt und Asche liegt.
Genau mit demselben Trick, den die Sozialisten schon vor 80 Jahren gemacht haben, die Schuld von sich weisen.
Na dann kann ja die EU die…
Na dann kann ja die EU die nicht benötigten MIlliarden Schulden - oder wenigstens die meisten davon - an den Verleiher zurückzahlen, was eine Menge Zinsen erspart.
Add new comment