Rentendiskussion geht am Ursprungsproblem vorbei
Seit Jahrtausenden war es so, dass im Alter die Kinder für die Großeltern sorgten. Kinder in die Welt zu setzen war die Altersvorsorge. Die Anti-Familienpolitik hat dies zerstört. Daran scheitert die Gesellschaft insgesamt, nicht nur das Rentensystem.
Das deutsche Rentensystem funktioniert nicht mehr. Es werden von allen Parteien Stellschrauben diskutiert, um zu retten, was kaum noch zu retten ist.
Arbeiten bis 70, 75 oder gar 80?
Das demographische Problem ist hierbei entscheidend: Es gibt zu wenig Einzahler in die Rente. Und es gibt zu viele Rentner, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen.
Daher wird gerade aus der Wirtschaft sowie aus den Reihen der Union immer wieder vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter nach hinten zu verschieben.
Doch in vielen Berufen ist es schon allein aus gesundheitlichen Gründen gar nicht möglich, so lange zu arbeiten. Fliesenleger, Dachdecker, Bäcker, Bauarbeiter, Bergarbeiter, Pflegekräfte: Sie alle sind nach mehr als vierzig Arbeitsjahren erschöpft. Schwere körperliche Arbeit ist ab einem bestimmten Alter nicht mehr möglich.
Rente nach Beitragsjahren?
Nun wird diskutiert, das Renteneintrittsalter entsprechend der Beitragsjahre anzupassen. Das bedeutet, dass Menschen, die bereits mit 17 Jahren angefangen haben zu arbeiten, nach spätestens 45 Jahren in Rente gehen können sollten. Akademiker, die erst später in Rentenkasse einzahlen, sollen später in Rente gehen.
Doch das ist ein Trugschluss: Denn warum gilt eine Ausbildung als Arbeit, ein Studium aber nicht? Akademiker können nach ihrem Studium oftmals die verlorenen Jahre gar nicht mehr aufholen, zumindest, wenn sie nicht verbeamtet sind.
Doch das entscheidende ist: In vielen Akademiker-Berufen gibt es zu wenige Stellen. Wenn die ältere Generation zu lange auf ihren Posten sitzen bleibt, können die jüngeren nicht Nachrücken und landen in der Praktikanten-Spirale, in der sie auch nichts einzahlen.
Pensionäre kosten ein Vielfaches der Rentner
Eine andere Problematik ist, dass Pensionäre der Gesellschaft um ein Vielfaches mehr kosten als Rentner. Es ist sehr viel einfacher, als Beamter eine ordentliche Pension zu bekommen, als es für einen Arbeiter ist, ordentliche Rentenansprüche zu erwerben.
Die Pensionen schaffen eine Art Zweiklassengesellschaft. Doch die Lobby der Beamten ist groß und mächtig. Beamte werden so leicht nicht auf ihre Ansprüche verzichten wollen. Immerhin gibt es viele Beamte, die gerade wegen der Pension-Aussichten diese Laufbahn gewählt haben.
Selbstständige gucken in die Röhre
Für Selbstständige ist es am Schwierigsten: Sie investieren ihr Geld in ihr Unternehmen, ihren Betrieb oder sind als Solo-Unternehmer unterwegs und müssen parallel privat ansparen. Sobald das Geschäft schlecht läuft, Aufträge wegfallen oder sich Schulden ansammeln, können sie nicht mehr für die Altersvorsorge ansparen.
Ein Landwirt beispielsweise, der sein ganzes Leben lang seine Arbeit und sein Geld in einen Bauernhof gesteckt hat, der dann wegen neuer EU-Richtlinien bankrott geht, hat keine Altersversorgung mehr.
Viele Solo-Selbstständige und Freiberufler scheitern, müssen sich nach vielen Jahren der Selbstständigkeit eine Arbeit im Angestelltenverhältnis suchen. Auch sie können die verlorenen Jahre nie wieder aufholen.
Das Kernproblem: Die Kinder fehlen
All die Probleme scheinen unlösbar. Doch vor 50 Jahren gab es diese Probleme nicht. Warum? Weil das Zahlenverhältnis von arbeitenden Menschen und Senioren stimmte. Da konnte man in alle Richtungen großzügig sein. Doch die demographischen Verhältnisse sind gekippt.
Seit Jahrtausenden war es so, dass im Alter die Kinder für die Großeltern sorgten. Kinder in die Welt zu setzen war die Altersvorsorge. In vielen Ländern ist das noch heute so.
Bei uns werden aber zu wenig Kinder geboren. Viele Frauen studieren, sind dann berufstätig. Wenn sie Kinder bekommen, dann sehr spät und oft nur ein bis zwei Kinder. Viele bleiben kinderlos.
Kinderkriegen wurde unattraktiv gemacht
Mit dem Krieg gegen das klassische Familienbild schrumpfte die Zahl der Kinder. Damit ist das demographische Problem entstanden, dass unsere Gesellschaft mitsamt ihrer Renten- und Pensionskassen belastet.
Wer Kinder aufzieht, bekommt zwar Kindergeld und kann an der einen oder anderen Stelle Steuern sparen. Doch unter dem Strich sind die Kosten pro Kind mit mehreren hunderttausend Euro zu berechnen, bis es die Volljährigkeit erreicht hat.
Dieses Geld können Kinderlose in die Vorsorge stecken, obwohl sie keinen Beitrag zum demographischen Erhalt der Gesellschaft leisten. Wer Kinder hat, kann wiederum weniger Geld für die Vorsorge zurücklegen.
Das Problem ist grundsätzlicher
Weil Deutschland weniger Kinder bekommt, sinkt die Zahl der Bürger im Verhältnis zu den Staatsschulden. Da die Schuldenberge Deutschlands, Frankreichs, Italiens immer weiter in den Himmel steigen, aber die Wirtschaft durch demographischen Rückgang zu schrumpfen droht, drängen die Zentralbanken auf Migration, um das Problem vorläufig zu überbrücken.
Zu uns kommen Kulturen, die mehr Wert auf Familienstrukturen legen und mehr Kinder bekommen. Wenn der Sozialstaat zusammenbricht, werden sie sich auf ihre Großfamilien stützen können. Kinderlose Deutsche werden alt aussehen. Im doppelten Sinne des Wortes.
Die Zerstörung der Familien und die Kinderarmut sind auch eines der Probleme, die die US-Regierung in ihrer neuen Sicherheitsstrategie Europa vorwerfen.
Der Kindermangel ist nicht nur für das Rentensystem katastrophal, sondern für die Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft insgesamt.
Daher wäre es auch beim Rentensystem angebracht, die Menschen dazu zu motivieren, in Familien mit Kindern zu investieren.
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Blog comments
Eine sehr berechtigte und…
Eine sehr berechtigte und realitätsnahe Betrachtung!
Aber die Beseitigung des "Ursprungsproblems", nämlich der Kinderarmut, läßt sich nicht erzwingen. Es ist einfach überall auf der Welt so, daß mit steigendem Wohlstand, erleichterter Empfängnisverhütung und besserer Altersversorgung die Zahl der Kinder abnimmt.
Kommt noch hinzu, daß es wenig motivierend ist, Kinder in einem Land großzuziehen, dessen Regierungen immer deutlicher von deutschfeindlichen Mächten dominiert werden.
Pflichteinzahlungen für alle (am besten von Geburt an) in weltweit gestreute Vermögensanlagen (so läuft es z.B. erfolgreich in Norwegen) könnten langfristig helfen. Bis dahin muß man eben das Rentenniveau senken und private Altersvorsorge steuerlich fördern.
Angehobene Altersgrenzen und steuerfinanzierte Renten sind m.E. keine Lösung!
Und geradezu selbstmörderisch ist es, an nichteingebürgerte und nichteinzahlende Migrantenfamilien Kindergeld zu zahlen. Das ist keine Hilfe für unsere Altersversorgung sondern pure "Umvolkung".
Sehr geehrter Hr. Steiner,…
Sehr geehrter Hr. Steiner,
auch Sie sind dem 'demografischem Wandel Gespenst' aufgesessen. Damit wiederholen Sie nur Regierungspropaganda.
Eine Frage, wieso funktioniert es in anderen Ländern? Japan, noch mehr überaltert als wir?
NEIN, unser Problem ist in erster Linie 'zweckentfremdete Entnahme' aus der Rentenkasse durch die Politik. Sind bereits über eine Billion. Fremde 'Fresser die nix einzahlen' sind dann das zweite nicht reparierbare Problem. Und dazu zählen nicht nur Beamte.
Wenn man alles betrachtet liegt unser Hauptproblem darin, das sich 'alle Welt' an den Einzahlungen bedient. Also alimentierter RAUB!
Politversagen und toxischer Feminismus
Seit Jahrzehnten war das Problem bekannt. Jede Regierung hat das ausgesessen und ist hochpensioniert in der Versenkung verschwunden. Ich habe mir immer gesagt: Wer ist der Trottel, dern den Leuten endlich die Wahrheit sagen muss?
Schuld an dieser Misere ist vor allem der von Sozialisten forcierte Feminismus, der jede Faser dieses Staates mittlerweile durchzogen hat. Dazu kommt die ganze Homo-Propaganda. Homos haben eben keine Kinder.
Auch ist zu berücksichtigen, dass die Politik über Jahrzehnte den Rentenfond der Rentner für fremde Zwecke geplündert hat. Man spricht von Summen von 960 Milliarden Euro. Wo ist das Geld denn hin? Bei einem zahnärztlichen Pensionfond ist es derzeit ähnlich, auch dort haben Deppen gezockt und die Zahnärzte haben die Hälfte ihrer Renten verloren.
Was hierbei unberücksichtigt…
Was hierbei unberücksichtigt bleibt ist aber noch was ganz anderes. Nehmen wir mal an, es hätte keinen
Pillenknick gegeben und jede Familie hätte drei oder vier Kinder. Ich glaube nicht dass dieser Umstand die Unternehmen davon abgehalten hätte, ihre Prozesse zu optimieren und Lohnkosten zu sparen, sprich zu rationalisieren.
Dann hätten wir heute halt Massenarbeitslosigkeit oder prekäre Arbeitsverhältnisse. Denn auch auf dem Arbeitsmarkt gilt das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Somit wäre das Problem nur auf einen anderen Bereich verlagert.
Soziale Wohltaten
Die Rentendiskussion geht am Problem vorbei - richtig. Das eigentliche Problem ist, daß unsere Politiker soziale Wohltaten für ihr Klientel vergeben wollen, ohne dem Volk die erforderliche Finanzierungstransparenz zu zeigen. Deshalb: Nur Renteneinzahler bekommen auch Rente und über den Rententopf entscheiden nicht die Politiker sondern die Renteneinzahler. Alle sozialen Wohltaten werden aus dem Steueraufkommen bezahlt. Damit wäre im Hinblick auf Ursache und Wirkung in groben Zugen die Transparenz hergestellt und das jährliche Gerangel um "Gerechtigkeit" verbunden mit Schuldzuweisungen entschärft. Dazu müßte der Souverän befragt werden und keine unendlichen Kommissionen.
...Ist das nicht ein…
...Ist das nicht ein politisch beförderter- & herrlich fruchtbarer Nährboden der Sozialisten & Ewiggestrigen ... auf dem Weg in die Jugend- & Altersarmut ... und deren Begleitumstände ? :
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/armut-zahl-der-zwangsraeumungen-wieder-gestiegen/100183736.html
https://www.tagesspiegel.de/politik/bundestagswahl-spd-will-steuersenkungen-fur-fast-alle-und-milliardenfonds-12879421.html
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien-wohnen/grundsteuer-spd-will-nur-noch-vermieter-zahlen-lassen-16072479.html
Der lange Weg zur faktischen 1-Kind-Politik der Sozialisten : Lügen, gebrochene Wahlversprechen, Bestrafung von Eigentümern, Raubzüge ... auf dem Weg zu Armut & Zwangsräumung.
https://www.express.de/koeln/plaene-von-koelns-neuem-ob-sorgen-fuer-aerger-1166607 :
"Er findet es „schwer zu vermitteln, dass wir uns eine Opernsanierung für 1,5 Milliarden Euro leisten.“
"Stadtkasse ist leer
Und warum das Ganze? Die Stadtkasse ist leer. Kämmerin Dörte Diemert argumentiert, die Erhöhung sei nötig, um „drohende Einschnitte in die sozialen Leistungsstrukturen zu verhindern“. Konkret soll damit zum Beispiel die „Lösung der Drogenproblematik am Neumarkt“ finanziert werden. Eine Ausrede, kein Geld zu haben, gäbe es dann nicht mehr."
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https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/sven-lehmann/fragen-antworten/sehr-geehrter-herr-mdb-lehmann-wie-konnte-sich-in-ihrem-pers-wahlkreis-koeln-ii-ein-widerwaertiger
..."Köln braucht am Neumarkt einen veränderten Schutzraum, der den tatsächlichen Bedürfnissen suchtkranker und teilweise obdachloser Menschen gerecht wird. Dazu gehören:
ein Drogenkonsumraum für Heroin- und Crackkonsum mit ausreichend Inhalationsplätzen, idealerweise auch unter freiem Himmel,
ein Tagesaufenthalt mit Ruheplätzen, Dusch- und Waschmöglichkeiten sowie einer Essensausgabe,"...
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Mein Vorschlag wäre : die avisierte prächtige Essens- & Drogenausgabe für Heroin- und Crackkonumenten (...und natürlich für deren Dealer) direkt in eine örtliche Speisegaststätte zu verlegen :
https://www.youtube.com/watch?v=lO1fE5IPXEQ
https://www1.wdr.de/mediathek/av/video-neumarkt-drogenhotspot-von-koeln-100.html
https://www.ksta.de/koeln/koelner-innenstadt/altstadt-sued/puzta-huette-koelner-lokal-leidet-unter-drogenszene-am-neumarkt-1-1123814
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...und bitte keine Bange vor Zwangsräumungen : Es wird bestens für mehr Sicherheit gesorgt ! :
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2025/09/berlin-gerichtsvollzieher-schutzwesten-mehr-sicherheit.html
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NEIN :
Es geht nicht um die lütte "Teilmenge" der mickrigen Renten - es geht um alle sozialistischen Raubzüge auf die letzten Krümel des Deutschen Kuchens & um den sozialistischen Frontalangriff auf das Privateigentum !
https://www.bild.de/politik/wir-sind-im-prinzip-pleite-doch-schwarz-rot-blaest-milliarden-raus-69173300cc12c94ca4e42aab
MP
...wenn es um den…
...wenn es um den sozialistischen Frontal-Angriff auf des Privateigentum der Rentner:innen mit kleinem & (immer noch) eigenem Häuschen & anderer Bürger (des verhassten sog. "Besitzbürgertums") geht ... halten CDU & SPD & Grüne und andere willige linke Kollaborateure IMMER felsenfest zusammen ... wie z.B. hier (...denn nur das +++ GEBROCHENE Wort +++ hat reale politische Relevanz) :
https://www.ksta.de/koeln/hoehere-grundsteuer-koelner-cdu-kassiert-ihr-wahlversprechen-ein-1169121
...für widerwärtiges Pack & Gesindel, das politisch vor Ort etabliert-, hofiert & fest angesiedelt wurde, müssen die ehrbaren & redlichen BÜRGER JETZT massiv höhere Grundsteuern blechen ... um dieses politisch stabil zu gewährleisten :
..."Ein Drogenkonsumraum für Heroin- und Crackkonsum mit ausreichend Inhalationsplätzen, idealerweise auch unter freiem Himmel,
ein Tagesaufenthalt mit Ruheplätzen, Dusch- und Waschmöglichkeiten sowie einer Essensausgabe,"...
Quelle:
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/sven-lehmann/fragen-antworten/sehr-geehrter-herr-mdb-lehmann-wie-konnte-sich-in-ihrem-pers-wahlkreis-koeln-ii-ein-widerwaertiger
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Die verlogenen & verkommenen parteipolitischen Raubzüge sprengen die Dimensionen des realen DDR-Sozialismus seitens der SED ! : Alles richtig gemacht, Volksgenossen : "Privateigentum lohnt nicht mehr !!!"
MP
... „Kinderkriegen wurde…
... „Kinderkriegen wurde unattraktiv gemacht“ ...
Ja mei: ... „Wenn man Kinder hat, wird einem das Leben in Deutschland einfach in vielen Bereichen erschwert. Ganz krass wird es dann im Rentenrecht, wo Eltern im Prinzip doppelt bezahlen. Zum einen bezahlen sie mit ihren Rentenbeiträgen die Renten der jetzigen Rentner. Aber gleichzeitig bezahlen sie sehr viel Geld – laut statistischem Bundesamt 130.000 Euro bis zum 18. Lebensjahr eines Kindes – und das bezahlen Eltern für ihre Kinder, die später die Rentenbeiträge für die jetzigen Kinderlosen bezahlen werden. Eltern leisten also eine Art doppelten Generationenbeitrag, bekommen dafür aber keine Erleichterungen oder Absatzmöglichkeiten“!!! ...
https://www.focus.de/familie/deutschland-ein-kinderfeindliches-land-die-kinderfeindlichkeit-unseres-landes-zeigt-sich-in-allen-bereichen_id_146590304.html
Und so ganz nebenbei: „Das Bundesverfassungsgericht stellte eindeutig fest“:
https://sciencefiles.org/2014/11/07/bundesverfassungsgericht-stellt-eindeutig-fest-kinder-gehoren-dem-staat/
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