Wir drehen uns im Schuldenstrudel

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Einführung

Wenn die Schuldzinsen das Geld verschlingen, bleibt weniger für Staat und Gesellschaft. 

Die Schulden der öffentlichen Haushalte in Deutschland wachsen weiter. Gleichzeitig steigen die Zinsausgaben spürbar. Immer mehr Steuergeld fließt damit in den Schuldendienst statt in Bildung, Infrastruktur oder soziale Leistungen.

Schuldenberg wächst weiter: Lasten für Generationen

Ende 2025 lagen die Schulden von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen bei rund 2,84 Billionen Euro. Die Schuldenquote stieg auf 63,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im ersten Halbjahr 2026 gaben die öffentlichen Haushalte 71,3 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen. Das Defizit lag bei 3,1 Prozent der Wirtschaftsleistung und überschritt damit die europäische Drei-Prozent-Marke.

Zinsen werden zur Belastung: Das Geld für die Zinsen fehlt dann anderswo

Für 2026 plant der Bund Zinsausgaben von rund 30 Milliarden Euro. Für 2027 sind bereits etwa 42 Milliarden Euro vorgesehen. Bis 2030 könnten die Zinszahlungen des Bundes auf über 80 Milliarden Euro ansteigen. Alte Kredite mit niedrigen Zinsen laufen aus und müssen zu deutlich höheren Marktzinsen refinanziert werden. Jeder zusätzliche Euro für Zinsen fehlt an anderer Stelle im Haushalt.

Weniger Spielraum für Investitionen und Soziales

Die steigende Zinslast engt den Handlungsspielraum der Politik ein. Mittel, die eigentlich in Straßen, Schienen, Verteidigung, Pflege oder Bildung fließen sollten, werden für den Schuldendienst benötigt. Experten warnen, dass ohne Gegensteuern der Anteil der Zinsen an den Gesamtausgaben weiter wächst und langfristig die Handlungsfähigkeit des Staates einschränkt.

Sven von Storch

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Blog comments

Ekkehardt Fritz Beyer

28.08.2026 | 08:06

... „Das Defizit lag bei 3,1 Prozent der Wirtschaftsleistung und überschritt damit die europäische Drei-Prozent-Marke.“ ...

Weil es die Amis sind, welche in ihrem Überlebenskampf https://www.focus.de/finanzen/40-billionen-dollar-schulden-usa-vor-dem-finanziellen-schock_86eb9eaf-2ecf-4ef2-a159-c70e3c9f2af1.html Europa - besonders aber dessen Lokomotive – in den Schuldenstrudel ziehen, in welchen sie sich selbst hineinmanövrierten und längst hinzukommt, dass nicht nur Asien und Europa für Russland eine ganz unterschiedliche Bedeutung haben https://rtde.podbean.com/e/asien-und-europa-haben-fur-russland-eine-ganz-unterschiedliche-bedeutung/ sondern auch die USA davon betroffen sind?! https://3fach.ch/programm/krasspolitic/das-phaenomen-usa 

Kann es sein, daß die Herumgeisternde Geldmenge gar nicht gedeckt istt und das ganze zum Platzen verurteilt ist? Schön wärs. Dann müßte der ganze imperiale/Internationale/globale Wahnsinn platzen. Vom Chaos zurück in die Ordnung der nationalen Einheiten.

Wenn weniger für "Staat und Gesellschaft bleibt", ist das zu vernachlässigen.

Schlimm wird es erst, wenn wir die Ukraine nicht mehr genügend unterstützen könnten, damit sie keinen Frieden schließen müssen.

Fast genauso schlimm wäre es, wenn wir nicht mehr Millionen untätiger Migranten ein besseres Leben bieten könnten - oder nicht mehr das Weltklima retten - oder nicht mehr für die Absichten der globalistischen Kriegstreiber aufrüsten könnten - oder nicht mehr "ärmere EU-Staaten" und den Wasserkopf der EU finanzieren könnten - oder wenn wir darauf angewiesen wären, wieder billiges Russengas zu kaufen.

Und dann noch die Zinsen, weil immer mehr dieser wichtigen Dinge kreditfinanziert werden müssen! Da muß man doch Verständnis haben, daß für "Staat und Gesellschaft" kaum noch etwas bleibt ...

Regierungen die Schulden machen sind kriminell.

28.08.2026 | 17:45

Schon Ludwig Erhardt bezeichnete Inflation als Folge krimineller Politik! Inflation entsteht durch Geldentwertung, Kaufkraftschwund und das ist die Folge des Schuldenmachens. Steigende Schulden evozieren steigenden Zins. Um steigenden Zins zu zahlen werfen Regierungen, die Gelddruckerpresse an. Wer auf Kredit lebt verspielt seine Zukunft, denn Kredite sind Kosten in der Zukunft und schmälern zukünftige Einkünfte!

Xaver Philipp Schlesinger

28.08.2026 | 18:39

Neues Geld entsteht in unserem Geldsystem, wenn sich jemand verschuldet. Gleichzeitig benötigen wir eine wachsende Geldmenge für ein wachsendes BIP um dies auch handeln zu können. Jede Ersparnis dagegen entzieht dem System Geld, welches dann nicht mehr für Transaktionen zur Verfügung steht.

Deswegen muss sich immer irgendjemand verschulden und zwar um das Wirtschaftswachstum und um die Höhe der zukünftigen Ersparnisse. Und da die Ausgaben des einen stets die Einnahmen der anderen sind, sind die Schulden des Staates die Vermögen der Unternehmen und privaten Haushalte.

https://einfache-standards.blogspot.com/2025/02/Flassbeck0Cde.html

https://einfache-standards.blogspot.com/2026/03/wirtschaft-anlasslich-der-meinungsmache.html

"Sind die Schulden des Staates die Vermögen der Unternehmen und privaten Haushalte". Schön wär's!

Oder gilt das auch für die kreditfinanzierten Kosten der Immigration, der Subventionen für angeblichen Klimaschutz, für sinnlose Rüstung, für Sanktionen oder für die Unterstützung der Ukraine? 

Wenn das keine "Zweckentfremdung" ist ...

Hans-Peter Klein

29.08.2026 | 03:53

Wir leben in einer Finanzwelt des virtuellen Firlefanzes, der sich von der Realwirtschaft entkoppelt hat. Milliarden entstehen per Mausklick.
Nur eines bleibt stets real: Das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Gläubiger und Schuldner. Wer sich in die Schuldenfalle begibt wird zum Sklaven des Gläubigers, er wird unfrei, manipulierbar, steuerbar, er hängt an der Nadel wie ein Junkie und ist abhängig von der Droge Geld.

MfG, HPK

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