Mittelamerika wählt rechts: Laura Fernández gewinnt Präsidentschaftswahl
Laura Fernández wurde bei einer Wahlbeteiligung von 70 Prozent gleich im ersten Wahldurchgang zur Präsidentin Costa Ricas gewählt.
Costa Rica, ein Land mit rund 5,2 Millionen Einwohnern in Mittelamerika, hat mit der Wahl von Laura Fernández eine Richtungsentscheidung nach rechts getroffen.
Fast 50 Prozent der Stimmen
Die Bürger wählten die 39-jährige Politikerin von der konservativen „Souveränen Volkspartei“ (PPSO) gestern, Sonntag, gleich im ersten Wahlgang zu ihrer neuen Präsidentin.
Nach der Auszählung von 88 Prozent der Stimmen ging sie mit fast 49 Prozent in Führung und überschritt den erforderlichen Schwellenwert von 40 Prozent deutlich. Daher wird sie ohne Stichwahl voraussichtlich am 8. Mai Präsidentin und Nachfolgerin des amtierenden Präsidenten Rodrigo Chaves, der aufgrund der verfassungsrechtlichen Regelungen keine sofortige Wiederwahl antreten konnte.
Rechter Kurs mit harter Linie gegen Kriminalität
Fernández, die zuvor als Stabschefin des Mitte-rechts-Präsidenten Chaves agierte, hat sich während des Wahlkampfs als Verfechterin einer harten Linie gegen die zunehmende Kriminalität im Land positioniert.
Costa Rica, das im Vergleich zu seinen Nachbarn als stabil gilt, sieht sich zunehmend mit Bandenkriminalität und einer hohen Mordrate konfrontiert. 2023 erreichte die Mordrate mit 18 Getöteten pro 100.000 Einwohnern einen historischen Höchststand.
Vorbild El Salvador
In ihrem Wahlkampf kündigte Fernández an, sich gegen die Drogenkartelle und die wachsende Gewalt in den urbanen Zentren zu stellen, wobei sie sich von Präsident Nayib Bukeles Modell der Notstandsgesetze in El Salvador in Mittelamerika inspirieren ließ.
El Salvador mit seinen 6,5 Millionen Einwohnern war vor kurzer Zeit eines der kriminellsten Länder der Welt. Die Regierung unter dem rechten Präsident Nayib Bukele hatte ab 2022 dem Verbrechen auf brutale Art den Kampf angesagt: 60.000 Personen, die einer Bandenmitgliedschaft bezichtigt waren, wurden innerhalb eines Jahres festgenommen und verurteilt, ein Riesengefängnis errichtet. Durch den ausgerufenen Ausnahmezustand waren auch Festnahmen ohne Haftbefehl möglich, das Militär wurde für Verhaftungen herangezogen.
Doch die Maßnahmen zeigten Wirkung: Die Kriminalität ging drastisch zurück, der Rückgang von Schutzgelderpressungen und liberale Reformen sorgten für einen Wirtschaftsaufschwung.
Parlamentswahlen und politische Ausrichtung
Das Modell wollten Kolumbien und Honduras übernehmen, und Fernández gewann damit die Wahl.
Parallel zur Präsidentschaftswahl wurde auch das Parlament in Costa Rica gewählt, bei dem die PPSO 30 von insgesamt 57 Sitzen gewann. Dies ermöglicht es Fernández, ihre politischen Pläne relativ problemlos umzusetzen.
Freiheitliches Programm
Ihre Partei verfolgt eine wirtschaftsliberale Linie, tritt jedoch in sozialen Fragen konservativ auf, was ihr besonders unter den Wählern der Mittel- und Oberschicht Unterstützung verschaffte.
Costa Rica kämpft derzeit mit einer wirtschaftlichen Schieflage, da sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet. Trotz eines soliden Wachstums von fünf Prozent im Jahr 2025, das unter Präsident Chaves erreicht wurde, kämpfen viele Costa Ricaner mit der zunehmenden Armut.
Bevölkerungszusammensetzung und politische Tradition
Costa Rica gilt als eines der stabilsten Länder Zentralamerikas. Die Bevölkerung ist ethnisch heterogen, wobei etwa 83 Prozent der Costa Ricaner „Weiße“ oder „Mestizen“, also Kinder von Weißen und Indianern, sind, während der Anteil der afro- und indigenen Bevölkerung bei etwa 14 Prozent liegt.
Die politische Landschaft des Landes war in den letzten 25 Jahren von einer starken Vorherrschaft der mittleren bis linken Kräfte geprägt, mit all den damit einhergehenden Problemen wie Klientel-Politik, Steuergeldverschwendung, Gängelungen von Wirtschaft und Menschen und damit dem Sinken des Wohlstands. Davon hatten die Menschen jetzt genug. Mit Fernández wird nun eine starke Wende nach rechts erwartet.
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Blog comments
Ob Merkel da anrufen wird?
Ob Merkel da anrufen wird?
Machtgerangel der Stärkeren ?
Mit der Wahl von Laura Fernández hat Mittelamerika eine Richtungsentscheidung nach rechts getroffen. ...?
Rechts ...-Links-- oder um 180Grad durch die Mitte ? Ist es nicht völlig gleichgültig ,wenn man für seine Bürger und sein Land etwas Gutes tun möchte ?
Die Frage bleibt doch immer das :WARUM ist es so im Land? Zuwenig Bildung -Gottvergessenheit ?-Macht -Geld -Materialismus -
Ein Land mit seinen Bewohnern ist wie eine Familie .Generationen ,wie Großeltern -Eltern-Kinder-Enkel...; möchte nicht einjeder glücklich sein -zu Essen haben -Arbeit -und Zukunft ? Führer eines Landes haben viel in der Hand und Verantwortung dies zu gewährleisten .Doch wo stehen sie selber ?
Schule und Bildung sind der Anfang ! Kinder lernen Umgang ,Gesetz und Gerechtigkeit und können mit Bildung ein ganzes Land verändern und nach vorne bringen .Eine Generationenaufgabe !
Politik sollte dies vorrangig und vorbildlich im Auge haben ,um für alle ,gleich seiner Herkunft gute Zukunftsmöglichkeiten in gerechter Weise zu bieten .Leider sind oft Politiker selbst an Macht besessen und stehen unter Korruption. Somit bleibt für viele nur Gewalt und illegale Arbeit ,um besser oder schnell und einfacher Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen .
Es gilt also um Chancengerechtigkeit und faire Möglichkeiten für jeden ,ein gutes Leben führen zu können . Das wäre die Aufgabe für Politiker ,dafür Voraussetzungen zu setzen !
Wer wahre und gute Absichten hat ,wer mit Gottes Hilfe sein Land nach vorn bringn will ,wird dennoch Widerstände haben ,da Systeme geändert werden müssen . Doch dringt die Erkenntnis im Volk durch ,und sind diese Politiker echte Vorbilder ,wären es die besten Voraussetzungen für Wiederwahlen .Dann würde auch ein Volk hinter solchen stehen ,wenn die Ergebnisse im Lande konstant zu Verbesserungen führen !
Es beginnt im Kopf bei jedem Einzelnen ,Selbstreinigung und ehrlichen, wahren ,guten Absichten .
In heutiger Welt leider Seltenheit !
Fangen wir bei Rechts an…
Fangen wir bei Rechts an.
Ehe, Familie, Privateigentum sind die Basis für ein vernünftiges Gemeinwesen. Wer davon abweicht, ist ein Linker, ein Störfaktor.
Unsere Sprache verrät, Rechts ist (R)echt und Links ist link.
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