Windenergie: Ein Realitäts-Check
Großbritannien verfügt über eine installierte Windkraftleistung von rund 32 GW. Das ist die offizielle Angabe. Die nutzbare Leistung ist jedoch die Menge, die tatsächlich ins Netz eingespeist wird.
Am Wochenende sank diese Leistung auf etwa 0,6 GW, was weniger als 2 % der Kapazität entspricht. Dies geschah über Nacht, als die Solarstromerzeugung bereits bei Null lag. In diesem Zeitraum leisteten erneuerbare Energien praktisch gar keinen Beitrag zum britischen Stromnetz.
32 GW installierte Leistung (daher die Skalengröße auf der y-Achse), doch am Wochenende sank die Leistung auf 0,6 GW.
Stundenlang blieb die Windleistung unter 3,2 GW, was nur 10 % der Kapazität entspricht. Netzbatterien können das nicht einmal ansatzweise abdecken. Batterien können kurze Schwankungen ausgleichen. Sie können ein System jedoch nicht durch längere Engpässe tragen. Daher muss die Lücke durch regelbare Quellen geschlossen werden: Gas, Importe, gespeicherte Brennstoffe.
Im Winter spitzt sich diese Situation zu. Die Solarstromerzeugung bricht über lange Zeiträume ein, während der Bedarf auf seinen jährlichen Höchststand steigt. Wenn in diesen Zeiträumen auch der Wind abflaut, was häufig der Fall ist, wird das System an beiden Enden getroffen: gleichzeitig niedriges Angebot und hoher Bedarf.
Während dieser langen Zeiträume stützt sich das System vollständig auf regelbare Versorgung. InUK bedeutet das Gas. Ohne diese auf Hochtouren laufende Reserve wäre das Land nicht in der Lage, den Grundbedarf an Licht und Wärme zu decken.
Deutschland hat derzeit mit Problemen aus der entgegengesetzten Richtung zu kämpfen.
Wenn die Bedingungen für die Solarenergie günstig sind, also wenn es tatsächlich sonnig ist, steigt die Stromerzeugung sprunghaft und übersteigt die Nachfrage. Die Preise brechen ein und können sogar ins Minus rutschen. Das bedeutet, dass der Markt dafür bezahlt, Strom loszuwerden.
Aufgrund der Art und Weise, wie das dortige System aufgebaut ist, sind Solarstrombetreiber von diesen Preissignalen abgeschirmt. Anlagen erhalten weiterhin feste Zahlungen, selbst wenn die Preise negativ sind. Die Erzeuger werden dafür bezahlt, Strom zu erzeugen, den das Netz nicht benötigt, und dann erneut dafür, den Überschuss zu bewältigen. Netzbetreiber greifen oft durch Redispatching ein und bezahlen einige Erzeuger dafür, den Betrieb vollständig einzustellen, während andere ihre Leistung anpassen müssen, um die Stabilität aufrechtzuerhalten. Diese Kosten kommen zu den ohnehin schon exorbitanten Subventionen und Infrastrukturausgaben noch hinzu.
Deutscher Strommarkt, Woche 17, 2026: Durch den starken Anstieg der Solarstromerzeugung übersteigt das Angebot täglich die Nachfrage, wodurch die Preise unter null fallen – auf rund -48 Cent/kWh. Dennoch erhalten viele Erzeuger weiterhin feste Vergütungen, was bedeutet, dass das System für den Überschussstrom bezahlt und anschließend erneut dafür zahlt, diesen zu bewältigen.
Die Einzelheiten: Wenn Wind- und Solarstrom hinter den Erwartungen zurückbleiben, sucht das System verzweifelt nach Ersatz. Wenn sie zu viel liefern, zahlt das System dafür, die Produktion zu drosseln. Beides treibt die Kosten in die Höhe. Das Ergebnis ist kein Geheimnis: Großbritannien und Deutschland zahlen die höchsten Strompreise in der entwickelten Welt.
Die unabhängige Energieberaterin Kathryn Porter fasst es so zusammen: „Man gibt Milliarden für erneuerbare Energien aus. Dann gibt man Milliarden aus, um die durch erneuerbare Energien verursachten Probleme zu beheben. Und schließlich gibt man Milliarden aus, um Verbraucher zu unterstützen, die sich die vorherigen Milliarden nicht leisten können. Genial!“
Dann wendet euch doch endlich der Kernenergie zu!
Link: https://electroverse.substack.com/p/greenlands-record-smb-gains-late?utm_campaign=email-post&r=320l… (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Blog comments
Aber da war doch kürzlich…
Aber da war doch kürzlich bei einer Civey-Umfrage fast die Hälfte der Befragten für einen verstärkten Ausbau der Erneuerbaren, "um unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden".
Die haben sich doch bestimmt anhand unserer(?) unabhängigen(?) Medien informiert ... Und dann sind da noch die inzwischen Vielzuvielen, die vom ungerechten Einspeiseprivileg profitieren.
Nichts gegen Solarstrom, der selbst verbraucht oder gespeichert wird - aber das destruktive Einspeisen mit festen Vergütungen muß endlich gestoppt werden!
Leider fehlen die…
Leider fehlen die entscheidenden nachgewiesenen Zahlen, Daten, Fakten.
Da ist viel die Rede von "stundenlang", "über lange Zriträume", "was häufig der Fall ist," und angeblich sucht das System hin und wider "verzweifelt nach Ersatz." usw. Das übliche.
Alles keine quantifizierbaren analytischen Aussagen, die aber suggestiven Raum für spekulative Horror-Szenarien anbieten, was die eigentliche Absicht dahinter vermutlich ist.
Dann folgt ein Abstecher zu den schnell regelbaren Leistungsreserven.
Die gibts in der Tat.
Die gabs auch schon immer. Nichts Neues.
Gerade in den Phasen von kurzen Leistungsspitzen im Netz (Mittagszeit) mußten schon immer, ich wiederhole immer, schnell regelbare Regelkraftwerke einspringen, genau das was Kohle- und Atomkraftwerke gar nicht in der Lage sind dies kurzfristig zu leisten.
Es ist der typische Daseinszweck von Gaskraftwerken wegen ihrer Flexibilität das zu leisten, genau dafür sind sie da, früher wie heute.
Da aber Gas teuer ist, ist man versucht ihren Einsatz auf die Laufzeiten zu beschränken, in denen sie zwingend benötigt werden.
Das mit dem temporären Überangebot von Solarstrom wird sich mit zunehmender E-Mobilität einpendeln, man könnte diesen Strom ja als kostengünstigen Ladestrom zur Verfügung stellen.
Da ist die Rede davon, das Batterien nur kurzfristig einspringen können, "Sie können ein System jedoch nicht durch längere Engpässe tragen."
Das ist richtig, das sollen sie auch nicht. Der Einsatz der Batterien ist in erster Linie für diese hohen, kurzen Leistungsspitzen vorgesehen.
Der ganze Artikel dreht sich um die flukturierende Regelenergie.
Der letzte Satz : "Dann wendet euch doch endlich der Kernenergie zu!",
ist der Knaller des Tages :
Denn genau das (!) können AKWs nunmal überhaupt nicht.
AKWs liefern stur und simpel Grundlast.
Der Preis an der Strombörse richtet sich aber nach dem Merrit-Order Prinzip nach dem letzten hinzu geschaltetetn Kraftwerk.
Und das sind nunmal die teuren Gaskraftwerke, egal wie billig die AKWs ihren Strom anbieten.
Vermeintlich billiger Atomstrom heißt mitnichten niedrige Strompreise.
Der Endverbraucher-Strompreis richtet sich heutzutage zuerst nach dem Gaspreis und den jeweils nationalen allg. Abgaben wie Steuern, Entgelte, usw.
Artikel wie diese verfolgen gar nicht die Absicht, objektiv und umfassend zu informieren und Zusammenhänge auf zu zeigen.
Der letzte Satz hats mal wieder überdeutlich gezeigt.
MfG, HPK
Alles läuft nach Plan...für…
Alles läuft nach Plan...für die Klimamafia.
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