Handelskrieg zwischen Peking und Washington eskaliert

Peking ignoriert von den USA verhängte Sanktionen gegen den Iran

Der Handelskrieg zwischen den USA und China eskaliert zunehmend, die Spannungen nehmen deutlich zu. China hatte sich bislang an indirekte US-Sanktionen gehalten, um wirtschaftliche Nachteile zu vermeiden. Diese zurückhaltende Haltung wird nun aufgegeben.

Chinas Regierungschef


Ausgangslage: US-Sanktionen und Chinas bisherige Haltung

Sanktionen wirken nur, wenn sie durchgesetzt und Umgehungen verhindert werden können. China hielt sich bislang offiziell an US-Sanktionen – trotz Kritik. Die Gründe für die Zurückhaltung waren der Schutz der eigenen Wirtschaft sowie der Zugang zum globalen, (noch) vom US-Dollar dominierten Finanzsystem.

Kurswechsel: China geht auf Konfrontation

Laut Berichten weist China Unternehmen an US-Sanktionen nicht anzuerkennen und nicht zu befolgen. Betroffen sind u. a. chinesische Raffinerien mit Verbindungen zum Iran. Hintergrund: US-Sanktionen umfassen u. a. Vermögenssperren und Transaktionsverbote.

Einsatz des "Blocking Statute"

Das ist ein seit 2021 bestehendes Instrument zum Schutz chinesischer Firmen vor ausländischen Sanktionen. Peking betrachtet viele US-Sanktionen als einseitig und völkerrechtlich nicht legitim

Juristischer Druck auf Unternehmen

Durch diese Maßnahmen entsteht eine neue Dynamik für Firmen. Bei einer Befolgung von US-Sanktionen drohen Klagen in China, beim Ignorieren der US-Sanktionen besteht das Risiko von US-Strafen oder der Ausschluss aus dem Dollar-System. Unternehmen geraten damit in einen rechtlichen Konflikt zwischen beiden Staaten.

Geopolitische Dimension: Herausforderung für den Dollar

China nutzt die Situation auch strategisch mit dem Ziel der Schwächung der globalen Dominanz des US-Dollars. Hinweise darauf sind Diskussionen innerhalb der BRICS-Staaten über Alternativen sowie das Wachstum digitaler Währungen und neuer Zahlungssysteme. Langfristig könnte die Rolle des Dollars im Welthandel infrage gestellt werden.

Sven von Storch

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Comments

Und wann ignorieren endlich die EU - oder zumindest Deutschland - die letztlich von den US-Globalisten verhängten Sanktionen gegen Russland?

Das würde nicht nur einen Friedensschluß mit Russland erleichtern, sondern auch die Industrie Europas wieder konkurrenzfähiger machen ggü. den USA.

"Peking ignoriert von den USA verhängte Sanktionen gegen den Iran"

Das kann man nur begrüßen und hoffen, dass andere Länder nachziehen, und dass das Gleiche auch mit den Sanktionen gegen Russland geschieht.

Die Länder dieser Welt müssen endlich wieder eigenständig werden, eigene Entscheidung treffen, statt sich von den USA und der EU zu etwas zwingen zu lassen, das ihnen selbst wirtschaftlichen UND politischen Schaden zufügt und den gesamten Welthandel extrem stört!

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