Nur vier Cent kommen bei den Bürgern an

Spritpreisbremse entpuppt sich als Rohrkrepierer

Der Tankrabatt der Bundesregierung kommt bei den Autofahrern nur bruchstückhaft an. Besonders dramatisch zeigt sich das beim Diesel: Von den 17 Cent Steuersenkung pro Liter geben die Tankstellen im Schnitt lediglich vier Cent weiter.

Nur vier Cent kommen bei den Bürgern an


Beim Superbenzin sind es immerhin zwölf Cent. Was als spürbare Hilfe für die Bürger angekündigt wurde, verpufft größtenteils, bevor es die Zapfsäule erreicht.

Denn: Kaum war die Spritpreisbremse angekündigt, da zogen die Preise an den Tankstellen noch einmal kräftig an. Besonders beim Diesel kletterten die Werte teilweise über 2,30 Euro – und in manchen Fällen sogar deutlich höher. Ab dieser schwindelerregenden Höhe fiel die ohnehin schon mickrige Steuersenkung der Regierung für die Verbraucher entsprechend noch magerer aus.

Nur vier Cent bleiben hängen

Seit dem 1. Mai gilt für zwei Monate eine Steuersenkung von knapp 17 Cent pro Liter für Benzin und Diesel. Doch bereits in den ersten Tagen nach Einführung wurde klar, dass der Großteil dieser Entlastung nicht bei den Verbrauchern landet. Experten führen die geringe Weitergabe beim Diesel unter anderem auf Importabhängigkeit und Preisanpassungen vor Inkrafttreten der Maßnahme zurück. Was am Wochenende noch voll versteuert getankt wurde, verstärkt den Effekt zusätzlich.

Wer profitiert wirklich?

Die Maßnahme erlaubt es der Politik, mit gutem Gewissen zu verkünden, sie habe etwas zur Entlastung der Bürger unternommen – während der Staat weiter kräftig kassiert. Finanzminister Klingbeil dürfte mit diesem Ergebnis besonders zufrieden sein: Minimaler Aufwand, maximales Entlastungs-Image. Gleichzeitig bleibt die reale Belastung für Pendler, Handwerker und Logistikunternehmen hoch.

Politisches Theater statt echter Hilfe

Trotz grundsätzlicher Kritik vieler Ökonomen an solchen kurzfristigen Interventionen schließt die Bundesregierung eine Verlängerung des Tankrabatts nicht aus. Verkehrsminister Patrick Schnieder betont, man behalte die Lage im Blick, um das Tanken bezahlbar zu halten – vor allem für diejenigen, die auf Auto und Lkw angewiesen sind. Das Signal sei wichtig, heißt es.

Am Ende bleibt der Eindruck eines klassischen politischen Manövers: viel Ankündigung, wenig Wirkung und ein Staat, der seine Hand in der Kasse behält, während er gleichzeitig den Retter spielt.

Sven von Storch

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Comments

Einfach genial! Und da behaupten manche, wir würden von Idioten regiert ...

Kürzungen bei CO2- oder MWSt. wären unseren(?) Staat doch viel teurer gekommen! Die Mittel sind schließlich "in Abstimmung" mit unseren globalistischen "Beratern" längst anderweitig verplant - insbesondere für die Weiterfinanzierung des Krieges in der Ukraine ...

Ekkehardt Fritz Beyer

05.05.2026 | 12:01

... „Der Tankrabatt der Bundesregierung kommt bei den Autofahrern nur bruchstückhaft an. Besonders dramatisch zeigt sich das beim Diesel: Von den 17 Cent Steuersenkung pro Liter geben die Tankstellen im Schnitt lediglich vier Cent weiter.“ ...

Ja mei: ... „Die Preisentwicklung könne laut ADAC nicht durch einen Anstieg der ‌Rohölpreise erklärt werden, da der Rohölpreis derzeit niedriger als Ende ⁠April sei. Der Automobilclub fordert daher, dass die Preise so weit fallen, dass sie um mehr als 16,7 Cent unter den Preisen vor Einführung des Tankrabatts liegen.

Damit ist die Befürchtung der Kritiker des Tankrabatts eingetreten, dass dieser nicht oder nur zu Teilen an die Autofahrer weitergegeben wird. Ein ⁠Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte, es sei die "klare Erwartung" der Bundesregierung, dass die Mineralölkonzerne den Tankrabatt ​an die ⁠Verbraucher weitergeben. ​Es ​sei wichtig, dass der seit 1. Mai geltende Schritt "wirklich spürbar" sei, so der Sprecher.“ ... https://rtde.team/inland/279018-abzocke-tankrabatt-verpufft-spritpreise-weiter/

Ekkehardt Fritz Beyer

05.05.2026 | 12:28

... „Am Ende bleibt der Eindruck eines klassischen politischen Manövers: viel Ankündigung, wenig Wirkung und ein Staat, der seine Hand in der Kasse behält, während er gleichzeitig den Retter spielt“!!!

Ja mei: "Der Eindruck"!!!

Was schon unter göttlicher(?) Betreuung begann und sich über dieses Ole bis hin zu seinem https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich fortsetzte:

... „Das Umweltbundesamt winkte offenbar jahrelang nicht existierende Klimaschutz-Projekte durch, deren Kosten auch die Autofahrer bezahlten. Sowohl Fahrer von Benzin- und Diesel-Autos als auch Elektroauto-Besitzer könnten Anspruch auf Entschädigung haben.“ ... https://www.focus.de/auto/news/thg-quote-klimaschutz-betrug-kostet-milliarden-anwalt-erklaert-ob-autofahrer-entschaedigt-werden_id_260068714.html

Und nun darf sich der Autofahrer dafür selbst entschädigen???????

Kann nicht sein. Das Kartellamt hat doch die Preise scharf im Blick. Und an die SuperIdee  mit der nur Zwölfuhrerhöhung halten sich viele Tankstellen nicht. Ist aber egal. Kommt alles dem Steuerabgriff zugute.

Else Schrammen

05.05.2026 | 14:21

Das war doch nun wirklich vorauszusehen, dass der sogenannte "Tankrabatt" nicht beim Verbraucher ankommt und nur dem Staat und den Ölkonzernen hilft. Die Regierung setzt sich den lädierten Heiligenschein wieder auf und gibt sich als großer "Fürsorger", die Konzerne zucken mit den Schultern und sagen: <Tut uns ja furchtbar leid, aber wir mussten vor dem 1. Mai so viel draufschlagen; ihr wisst ja, die Straße von Hormus und so>. Und das liebe ich so an "Vater" Staat: 1 Euro für den Bürger in die rechte Tasche stecken und ihm gleichzeitig 2 Euro aus der linken Tasche rausziehen.  Und Lars der Sensible jubelt, ähnlich wie einst der Ablasshändler Tetzlaff: Wenn das Geld im Kasten klingt, mein Herz vor Freud im Dreieck springt!

Johannes Friedrich

05.05.2026 | 15:24

Trotz grundsätzlicher Kritik vieler Ökonomen an solchen kurzfristigen Interventionen schließt die Bundesregierung eine Verlängerung des Tankrabatts nicht aus. 

Da sieht man, wie gut die Regierung für die Ölkonzerne sorgt. 

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