Rüstungsaufträge werden Deutschlands Wohlstand nicht retten

Enttäuschende Zahlen: Rüstungsindustrie ist kein Ersatz für die anderen Industrien

Rheinmetall verfehlt im ersten Quartal 2026 die Erwartungen deutlich. Das ist ein Warnsignal für die Hoffnung auf einen breiten Wirtschaftsaufschwung durch Verteidigungsausgaben.

Symbolbild eines Panzers


Trotz voller Auftragsbücher und geopolitischer Spannungen hinkt der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hinter den Analystenerwartungen her. Die Zahlen zeigen: Die Rüstungsbranche allein kann die strukturellen Probleme der deutschen Industrie nicht lösen.

Rheinmetall verpasst die Markterwartungen

Der Düsseldorfer Konzern legte am 5. Mai 2026 vorläufige Quartalszahlen vor, die bei Investoren und Analysten für Ernüchterung sorgten. Der Umsatz stieg im ersten Quartal zwar um rund acht Prozent auf 1,94 Milliarden Euro. Analysten hatten jedoch im Schnitt mit etwa 2,3 Milliarden Euro gerechnet. Auch das operative Ergebnis von 224 Millionen Euro lag unter den Prognosen. Die operative Umsatzrendite verbesserte sich zwar auf 11,6 Prozent, konnte die hohen Erwartungen aber nicht vollständig erfüllen [siehe Bericht "n-tv"].

Rheinmetall begründet die schwächere Entwicklung mit zeitlichen Verschiebungen und hofft auf eine deutliche Beschleunigung im zweiten Quartal, unter anderem durch höhere Auslieferungen in der Sparte Waffe und Munition sowie Abnahmen der Bundeswehr. Am Jahresziel – einem Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent bei einer operativen Rendite von rund 19 Prozent – hält das Unternehmen fest. Der Auftragsbestand liegt bei beeindruckenden 73 Milliarden Euro.

Rüstungsboom als vermeintlicher Rettungsanker

Seit dem Beginn des Ukraine-Krieges gilt Rheinmetall als einer der großen Gewinner der Zeitenwende. Hohe Verteidigungsausgaben in Deutschland und Europa haben dem Konzern Rekordumsätze und -gewinne beschert. Politiker und manche Ökonomen sehen in der Rüstungsindustrie einen zentralen Wachstumsmotor für die angeschlagene deutsche Wirtschaft.

Doch die aktuellen Quartalszahlen unterstreichen die Grenzen dieses Ansatzes. Selbst ein führendes Unternehmen wie Rheinmetall kann nicht durchgängig die hohen Erwartungen erfüllen. Produktionshochläufe brauchen Zeit, Lieferketten sind komplex und Abhängigkeiten von staatlichen Aufträgen bergen eigene Risiken.

Die breite Industrie leidet weiter

Während die Rüstungssparte punktuell profitiert, kämpft die deutsche Industrie insgesamt mit anhaltenden Problemen. Besonders betroffen sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Chemiebranche. Seit 2019 sind Hunderttausende Industriearbeitsplätze verloren gegangen. Hohe Energiepreise, schwache Auslandsnachfrage, Bürokratie und Standortnachteile belasten die exportstarken Kernbranchen.

Rüstungsausgaben haben einen vergleichsweise niedrigen wirtschaftlichen Multiplikator. Investitionen in zivile Infrastruktur oder zukunftsorientierte Technologien erzeugen oft deutlich mehr zusätzliche Wertschöpfung. Die Rüstungsindustrie schafft zwar Arbeitsplätze und steuert zum BIP bei, ersetzt aber nicht die Breite und Innovationskraft traditioneller Exportindustrien.

Realistische Einschätzung statt Wunschdenken

Die enttäuschenden Rheinmetall-Zahlen sind mehr als eine Quartalsmeldung. Sie sind ein Hinweis darauf, dass die deutsche Wirtschaft tiefergehende Strukturreformen braucht: weniger Bürokratie, bezahlbare Energie, bessere Rahmenbedingungen für Innovation und Investitionen in zivilen Zukunftstechnologien.

Rüstung ist wichtig für die Sicherheit – kein Allheilmittel für wirtschaftliche Schwäche. Wer die Industrie retten will, muss die gesamte Breite der deutschen Wirtschaft stärken und nicht nur auf einzelne, staatlich geförderte Sektoren setzen. Die aktuellen Zahlen erinnern daran, dass Wachstum auf soliden Fundamenten entsteht, nicht allein durch geopolitische Notwendigkeiten.

Sven von Storch

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Comments

Nicht nur auf einzelne staatlich geförderte Sektoren setzen! Noch dazu auf einen Sektor, der - abgesehen von einer fragwürdigen "Abschreckung" - keinerlei produktiven Nutzen bringt.

Auch würde ich bezüglich der Rüstungsindustrie statt von "geopolitischen Notwendigkeiten" lieber von "fremdbefohlenen Zwängen" sprechen.

Und - was die an der Börse krass überbewerteten Rheinmetall betrifft, könnte es nach - letztlich unvermeidlichen - Friedensabkommen ähnlich laufen wie bei gewissen Pharmaprofiteuren nach dem Ende der Corona-Impfzwänge. 

Ekkehardt Fritz Beyer

06.05.2026 | 08:33

... „Trotz voller Auftragsbücher und geopolitischer Spannungen hinkt der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hinter den Analystenerwartungen her. Die Zahlen zeigen: Die Rüstungsbranche allein kann die strukturellen Probleme der deutschen Industrie nicht lösen.“ ...

Weil die vom https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich versprochenen Reformen der teuren Merkel-Jahre - weil göttlich(?) - etwa sehr bewusst ausbleiben? https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/teure-merkel-jahre-eine-erschreckende-bilanz/ 

Ja mei: Deutschland ist längst selbst für die Nato ein Problem!!! https://www.google.com/search?q=deutschland+gr%C3%B6stes+problem+f%C3%BCr+die+Nato+ist+dessen+infrastruktur&sca_esv=19ca41183bcca24c&rlz=1C1ONGR_deDE1024DE1024&ei=Qdn6abSxGteqi-gP_c73IA&biw=1024&bih=441&ved=0ahUKEwj01bqs_qOUAxVX1QIHHX3nHQQQ4dUDCBE&uact=5&oq=deutschland+gr%C3%B6stes+problem+f%C3%BCr+die+Nato+ist+dessen+infrastruktur&gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiQ2RldXRzY2hsYW5kIGdyw7ZzdGVzIHByb2JsZW0gZsO8ciBkaWUgTmF0byBpc3QgZGVzc2VuIGluZnJhc3RydWt0dXJIAFAAWABwAHgAkAEAmAEAoAEAqgEAuAEDyAEA-AEBmAIAoAIAmAMAkgcAoAcAsgcAuAcAwgcAyAcAgAgB&sclient=gws-wiz-serp

Ist das zum Schutze Russlands, Chinas und der restlichen Welt nicht aber ein Segen???

Frieden in der Ukraine zur Belebung der deutschen Wirtschaft

https://www.nachdenkseiten.de/?p=147191

Ein Artikel von Armin Langer

Die Gesellschaft fordert von der Bundesregierung Verhandlungen mit Russland für einen Frieden in der Ukraine.

Die deutsche Industrie und Wirtschaft brauchen diesen Frieden, um den fortschreitenden Abstieg aufzuhalten.

Bislang scheint nur die Rüstungsindustrie zu profitieren, alle anderen verlieren.

Eine Eskalation zwischen Deutschland und Russland hat in der Geschichte weder Russland noch Deutschland genutzt — Deutschland am wenigsten.

Die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik wollen nach aktuellen Umfragen keine neue Spirale der Spannungen, und das derzeitige „kalte“ Verhältnis scheint am Ende vor allem den USA zu nutzen.

Nach fast vier Jahren Krieg in der Ukraine hat sich die deutsche Wirtschaft nicht erholt und die Industrie schrumpft weiter.

Eine Mehrheit der Deutschen fordert nun, parteiübergreifend den direkten Kontakt wieder aufnehmen: Laut der Nachrichtenagentur dpa sprechen sich 58 Prozent der Deutschen dafür aus, dass Friedrich Merz und Wladimir Putin sich treffen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. ALLES LESEN !!

Wir haben es jetzt mit der hirnverbranntesten Regierung seit dem 3. REICH zu tun!!

Der Russenhasser Merz ist bereit sein ganzes Land in die Hölle zu fahren weil er Russland besiegen will!!

Dieser Idiot gehört sofort in Haft genommen weil er Krieg beförder statt zu verhindern!

Zentrale Aspekte des Friedensgebots im Grundgesetz

Verpflichtung zum Weltfrieden (Präambel): Das deutsche Volk verpflichtet sich, dem Frieden der Welt zu dienen.

Völkerverständigung (Art. 9 Abs. 2 GG): Vereinigungen, die sich gegen die Völkerverständigung richten, sind verboten!

Hallo Bürger: Was muss eigentlich seitens Politik noch alles geschehen und über uns entschieden werden, bis es auch der hinterletzte ahnungslose Naivling endlich kapiert, dass wir nur noch ausgebeutet, belogen und betrogen werden???

"Leider muss es sein" – Kreml macht Europa klar, dass Russland keine Wahl hat

Europa bereitet sich unübersehbar auf einen Krieg gegen Russland vor.

Russlands Offizielle nehmen diese Gefahr zunehmend ernster – in der zurückliegenden Woche sagte Dmitri Medwedew, dass es um das Überleben Russlands geht, und warnte vor der nuklearen Apokalypse.

Im Dezember 1941, nachdem Hitlers Nazis bereits zwei Millionen unschuldige sowjetische Menschen getötet hatten, trat Hitler im Reichstag auf und erklärte erneut, warum dies richtig und gut sei und warum es nicht anders sein könne.

Es stellte sich heraus, dass die Sowjetunion eine "neue Invasion der Mongolen" vorbereitete, um die wehrlosen Länder Europas zu unterdrücken und zu erobern.

Es scheint, als würden die heutigen europäischen Staats- und Regierungschefs von einem Blatt ablesen, auf dem noch Hitlers Fingerabdrücke zu sehen sind.

Angesichts der Tatsache, dass jeder Zweite von ihnen seine Abstammung auf Nazis oder Nazi-Kollaborateure zurückführt, wird dieser Verdacht zur völligen Gewissheit!!

Großvaters von Friedrich Merz Josef Paul Sauvigny war Bürgermeister von Brilon und Mitglied der NSDAP sowie der SA (Oberscharführer der Reserve-SA). 

Es ist nicht «unser» regelbasiertes Wertesystem, es ist das der Angelsachsen.

Unsere Poltitiker der Altparteien sind doch nur deren Vasallen und deren Kriegshunde, wenns drauf ankommt. Sieht man doch täglich.

Die wollen unbedingt Rußland überwältigen und ausrauben, wie sie es schon mit dutzenden anderen Ländern getan haben und ihre Hegemonie absichern.

Das hätten sie aber vor 30 Jahren machen müssen, da wäre es noch möglich gewesen.

Jetzt ist der Zug abgefahren, sie haben die Gelegenheit verpaßt wie man auch im Iran sieht und sind jetzt – zu unser aller Glück – selber am absteigenden Ast!

Wenn die von der Weltbühne endlich abgetreten sein werden,
kann sich Eurasien frei und ungehindert entwickeln!!

Wolfgang Lammert

06.05.2026 | 18:32

Die Zunahme der deutschen Rüstungsindustrie ist ein Ausbau der Konsumgüterindustrie und nutzt den deutschen Steuerzahlern überhaupt nicht, sondern ist eine VERBRENNENUNG der deutschen Steuergelder. MERZ und die MEDIEN sollten aufhören, andauernd vor einen Angriff durch Russland  zu warnen, während die USA aktuell Deutschland mit teuren GASEXPORTEN UND IMPORTZÖLLEN zu ausplündern. MERZ und die SPDCDUCSU-Regierung fährt Deutschland an die WAND !

Man schaue in die Ukraine, was der große "Freund" von MERZ, Wolodymyr SELENSKY gerade macht...

Selenskyj unter Verdacht: Mögliche Verwicklung in 100-Millionen-Dollar-Skandal

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