Frauke Brosius-Gersdorf schreibt Buch über ihre Niederlage als Verfassungsrichterin

Linker Umdeutungsversuch: Gescheiterte Richterwahl soll "Angriff auf Demokratie" gewesen sein

Die Potsdamer Juraprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf hat in ihrem neuen Buch „Wahl und Wahrheit“ die gescheiterte Kandidatur für das Bundesverfassungsgericht als persönliches Drama und als Angriff auf die Demokratie dargestellt.

Frauke Brosius-Gersdorf schreibt Buch über ihre Niederlage als Verfassungsrichterin


Sie sieht sich als Opfer einer angeblichen Verschwörung aus rechtem Populismus und Frauenfeindlichkeit. Tatsächlich scheiterte ihre Kandidatur vor allem an Positionen, die mit dem Grundgesetz nur schwer vereinbar waren – insbesondere ihrer Haltung zur Menschenwürde ungeborener Kinder.

Eine Kandidatin mit problematischer Rechtsauffassung

Brosius-Gersdorf, Inhaberin des Lehrstuhls für Öffentliches Recht an der Universität Potsdam, wurde im Sommer 2025 von der SPD als Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht vorgeschlagen. Ihr Scheitern begründet sie nun in ihrem Buch, das am 1. September erscheint, mit einer angeblichen „absoluten Ausnahmesituation“ für sich und ihren Mann. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur betonte sie, es gehe ihr darum, die „Politisierung der Richterwahl“ aufzuarbeiten und zu zeigen, „welche Kampagnen wie gewirkt haben“. Sie spricht von einem Stück Zeitgeschichte und behauptet, eine solche Instrumentalisierung der Wahl von Verfassungsrichtern habe es vorher nicht gegeben.

Dabei blendet sie aus, warum die Kritik an ihrer Person überhaupt aufkam. Brosius-Gersdorf hatte in ihrer wissenschaftlichen Arbeit offen die Menschenwürde von Ungeborenen in Frage gestellt und juristische Positionen zur Abtreibung vertreten, die weit über das hinausgehen, was das Bundesverfassungsgericht in seiner langjährigen Rechtsprechung als mit dem Grundgesetz vereinbar angesehen hat. Eine Richterin mit solchen Auffassungen hätte das hohe Gericht in einer zentralen ethischen und verfassungsrechtlichen Frage in eine Richtung drängen können, die einer grundlegenden Umdeutung des Grundgesetzes gleichgekommen wäre.

Die SPD und das Kalkül einer linken Verfassungsrichterin

Die Nominierung durch die SPD war kein Zufall. In konservativen und bürgerlichen Kreisen wurde rasch deutlich, dass Brosius-Gersdorf nicht nur zu einer weiteren Liberalisierung der Abtreibungspraxis neigte, sondern auch Positionen vertrat, die einem späteren Verbot der AfD den juristischen Weg ebnen könnten. Genau diese Kombination machte ihre mögliche Wahl zu einem hochproblematischen Signal. Das Bundesverfassungsgericht als Hüter der Verfassung mit einer Richterin zu besetzen, die bereit schien, zentrale Grundrechte umzudeuten und politische Gegner aus dem demokratischen Spektrum auszuschließen, hätte die gesellschaftliche Spaltung weiter vorangetrieben – getrieben von linken Parteien, die das Land mit solchen Manövern vor sich hertreiben.

Die Unionsfraktion zog die Wahl am 11. Juli 2025 schließlich von der Tagesordnung, offiziell wegen Plagiatsvorwürfen. Brosius-Gersdorf trat im August von ihrer Kandidatur zurück. Statt die fachlichen und weltanschaulichen Einwände gegen ihre Person ernst zu nehmen, stilisiert sie das Ganze nun als Opferrolle: Sie habe Drohungen und verdächtige Poststücke erhalten, die Debatte sei von Frauenfeindlichkeit geprägt gewesen und Bezeichnungen wie „ultralinks“ oder „linksradikal“ seien diffamierend.

Die „Kampagne“ war bürgerliche Gegenwehr

Was Brosius-Gersdorf als „beispiellose Hetzkampagne von extrem rechten und konservativen Kreisen“ auf Social Media beschreibt, war in Wirklichkeit die entschlossene Gegenwehr des bürgerlichen Lagers. Beteiligt war unter anderem der österreichische Plagiatsjäger Stefan Weber, der auf der Plattform X von einem „geplanten Missbrauch aller Staatsgewalten“ sprach und der SPD vorwarf, bewusst Juristinnen aufzustellen, die ein AfD-Verbot „absegnen“ würden. Solche Stimmen artikulierten, was viele Bürger empfanden: Die Besetzung des höchsten Gerichts darf nicht zum Instrument parteipolitischer Machtsicherung werden.

Brosius-Gersdorf hingegen möchte in ihrem Buch nicht nur die Ereignisse aufarbeiten, sondern auch Vorschläge unterbreiten, wie künftig „beim Verfahren der Richterwahl, bei den Medien, der Debattenkultur und dem Umgang mit Frauen“ alles besser laufen solle. Damit kehrt sie die Verantwortung um. Nicht die fragwürdigen inhaltlichen Positionen einer Kandidatin stehen im Mittelpunkt ihrer Kritik, sondern die angebliche Politisierung durch Kritiker und die angebliche Frauenfeindlichkeit in der Debatte.

Gefährliche Umdeutung der Verfassungswirklichkeit

Ihre Darstellung birgt eine doppelte Gefahr. Zum einen wird das legitime bürgerliche Aufbegehren gegen eine ideologisch aufgeladene Richterwahl als Angriff auf die „rechtsstaatliche Demokratie“ umgedeutet. Zum anderen suggeriert sie, Kritik an extremen Positionen zur Abtreibung und zur Ausgrenzung politischer Gegner sei per se populistisch oder frauenfeindlich. Damit entzieht sie sich der eigentlichen fachlichen Auseinandersetzung: Kann eine Juristin, die die Menschenwürde Ungeborener relativiert, überhaupt glaubwürdig Hüterin des Grundgesetzes sein?

Das Bundesverfassungsgericht lebt von seiner überparteilichen Autorität und der Bindung an die Verfassung. Eine Kandidatin, deren Auffassungen zu zentralen Fragen der Lebensschutz- und Parteienrechtssprechung als unhaltbar gelten, ins Amt zu heben, wäre tatsächlich ein „historisch bedeutender“ Schritt gewesen – allerdings in die falsche Richtung. Das Scheitern ihrer Kandidatur war daher kein Angriff auf die Demokratie, sondern ein notwendiger Akt der Selbstverteidigung der Verfassungsordnung gegen eine weitere Politisierung von links.

Brosius-Gersdorf möchte aus dem Vorfall lernen – allerdings vor allem, wie man künftig solche „Kampagnen“ verhindern kann. Die eigentliche Lehre sollte eine andere sein: Das höchste Gericht braucht Richter, die das Grundgesetz in seiner Substanz verteidigen und nicht umdeuten wollen. Solange linke Parteien versuchen, mit solchen Kandidatinnen die Verfassungsrealität zu verschieben, wird der Widerstand des bürgerlichen Lagers nicht nachlassen. Das ist keine Hetze, sondern notwendige demokratische Gegenwehr.

Sven von Storch

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Comments

Dieser "Angriff auf die Demokratie" war offensichtlich sehr erfolgreich!

Denn von Demokratie ist in unserem Land fast nichts mehr übriggeblieben.

Als Beispiel sei nur erwähnt, daß völlig undemokratisch und fremdbefohlen Milliarden unserer Steuergelder gegen den Willen der überwältigenden Mehrheit sinnlos an die Ukraine (und die Ukrainer!) verschenkt werden. 

 

Das ist bestimmt eine Frau die keine Kinder hat und viellleicht einen Hass auf sie hat. Wie soll man dann so einer Frau im höchsten Richteramt der Nation vertrauen wenn sie nicht einmal das Grundgesetz richtig interpretierren kann bzw. nicht akzeptiert und irgendwelche eigene Interpretationen als Gesetzeskonform auslegt.

Ein Gericht muss sich neutral verhalten und urteilen. Das ist in der BRD nicht gewährleistet. Hier wird parteikonform geurteilt

Ekkehardt Fritz Beyer

06.05.2026 | 11:50

... „Die Potsdamer Juraprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf hat in ihrem neuen Buch „Wahl und Wahrheit“ die gescheiterte Kandidatur für das Bundesverfassungsgericht als persönliches Drama und als Angriff auf die Demokratie dargestellt.“ ...

Ja mei - so fühle auch ich: „Der Streit um die Verfassungsrichterwahl resultiert aus der gezielten Politisierung des Bundesverfassungsgerichts bei zudem voranschreitender Verrechtlichung der Politik. Das Volk wird entmündigt“!!! https://www.novo-argumente.com/artikel/instrumentalisierung_der_gerichte_als_politische_waffe

Wahrheitsfinder

06.05.2026 | 12:12

Dann fehlt jetzt nur noch, dass Friedrich Merz eine Biographie schreibt. 😁
Ich würde ihm da den Eichborn-Verlag empfehlen. Die würden das, glaub ich, sogar veröffentlichen.
Das hätte für ihn, glaub ich, auch einen gewissen therapeutischen Effekt ! 👍
Denn die wird er sowieso nach seiner Kanzlerschaft brauchen - glaub ich.

 

Ist sie denn eine Frau? Das muss erst einmal nachgewiesen werden.

Warum können sich solche Leute nicht eingestehen, für solch ein Amt ungeeignet zu sein? ist es so schwer mit einem öffentlichen Urteil umzugehen? Alleine das sie jetzt weiten Teilen der Gesellschaft Frauenfeindlichkeit unterstellt, belegt doch eindrucksvoll, wessen Geistes Kind sie ist und wie sie unter dem Druck dieser ideologischen Verblendung in diesem Amt gewaltet hätte. Unabhängig, unbefangen, neutral ... ganz sicher nicht.

Es war eine gute und die richtige Entscheidung, solch eine Feministin von diesem Amt fernzuhalten. Leider gelingt das nicht immer. Die Folgen sehen wir da draußen in Gestalt einer vollkommen asozialen Familienpolitik.

Else Schrammen

06.05.2026 | 14:49

Der Dame kann man auch nur zurufen: "Si tacuisses philosophus manisses". frei übersetzt: "Wenn de dei Gosch g'halde heddsch, no hedd koi Sau gmergt, daß'd bled bisch“! Aber so sind sie die Linken, wo das Herz von voll ist, läuft der Mund über - ob AfD oder Abtreibung - und wundern sich im Nachhinein über den Aufstand, den sie angezettelt haben. Bei der Frau Professorin muss die Erklärung, dass sie das Opfer der "rechten" Kampagne und Frauenfeindlichkeit wurde, natürlich hoch "professionell" in Buchform geschehen (anders als bei Reichinnek). Und die Richterwahl zum BVerfG ist immer politisch, schließlich bestimmen die Parteien, wer gewählt wird. Aber, wie gesagt, so sind sie, die Linken, die können sich noch so oft ins Knie schießen, schuld sind immer die ANDEREN!

Brösel-Ganzdoof

06.05.2026 | 18:23

Sinnfreie Ballastexistenzen, so wie sie nur im Irrenhaus-Biotop BRD möglich sind. In einem NORMALEN Staat würde die nicht mal einen Job als Putzfrau in einer Peepshow bekommen.

„Wahl und Wahrheit“ klingt nach Ostalgie pur. - "Wal und Klarheit" könnte der künftige Bestseller vom "kongenialen" roten LPG-Baron Till Backhaus (SPD) heißen, der von absolut NIX konkret weiß :

Die SPD ist leider mausetot - aber der Wal lebt : https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/interviews/umweltminister-backhaus-der-wal-lebt,mvinterview-490.html

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/till-backhaus/fragen-antworten/sehr-geehrter-herr-minister-dr-backhaus-wie-beurteilen-sie-als-zust-ressort-minister-die-privatisierung-von-0

Nix wissen macht frei !

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"Wal und Wahrheit" sehen real so aus : 1. Frauke ist Geschichte, 2. der verirrte Wal ist leider tot ...  und 3. die SPD säuft mit den Wahlen ebenfalls endgültig ab. 

Frauke & Till : "Wal & Wahrheit im Westen der Republik" ... oder neulich bei den Schlechter-Ossis. 

Ronald Schroeder

06.05.2026 | 23:41

einer Fast-Verfassungsrichterin: wenn sie als Antifaschistin in einem demokratischen Prozeß vom Parlament nicht gewählt wird, ist das ein Angriff auf die Demokratie... es kann einem Angst und Bange werden, was Juristen ihres Schlages zu Recht erklären. 

Das ist generell das Problem des deutschen Justizsystems: die Richter sind regelmäßig nicht dem Recht, sondern der links-woken, antifaschistisch-migrantischen Ideologie verpflichtet. Entsprechend fallen ihre Urteile aus. Für ein Urteil ist  sehr häufig nicht die Tat entscheidend, sondern die Herkunft und Ideologie des Täters. 

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