Republikaner drohen wegen des Krieges bei Kongresswahlen hohe Verluste

Trumps Problem: Bis zu 66 Prozent der US-Bürger sind gegen den Iran-Krieg

Der Krieg mit dem Iran stößt bei der Mehrheit der Amerikaner auf Ablehnung. Verschiedene Umfragen zeigen übereinstimmend, dass nur etwa 30 bis 38 Prozent der Bürger die Militäraktion unterstützen, während 59 bis 66 Prozent sie ablehnen

Donald Trump


Der Krieg gegen den Iran war nicht nur ein Schlag ins Gesicht der MAGA-Bewegung, weil Trump versprochen hatte, keine militärischen Abenteuer im Nahen und Mittleren Osten zu wagen.

Neue Umfragen des "Economist" zeigen eine klare Ablehnung des Krieges unter US-Bürgern und warnen vor schweren Niederlagen der Republikaner bei den Midterms im November.

Rekordtief in der Zustimmung

Laut dem aktuellen Trump-Approval-Tracker des Economist erreicht die Netto-Zustimmung zu Präsident Donald Trump mit minus 24 Punkten (34 Prozent Zustimmung, 58 Prozent Ablehnung) einen historischen Tiefstand seit Beginn der Messungen 2009. 

Der anhaltende Konflikt mit dem Iran spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Netto-Bewertung der Außenpolitik liegt bei minus 20 Punkten. Viele Amerikaner sehen den Militäreinsatz kritisch und verbinden ihn direkt mit höheren Lebenshaltungskosten.

Besonders deutlich wird die Unzufriedenheit beim Thema Inflation und Preise. Hier beträgt die Netto-Bewertung minus 43 Punkte. Der Preis für einen Gallon Benzin ist seit Kriegsbeginn deutlich gestiegen und liegt derzeit bei rund 4,48 Dollar. Drei Viertel der US-Bürger bewerten die Wirtschaftslage als "fair" oder "schlecht", und 63 Prozent erwarten eine weitere Verschlechterung.

Breite Ablehnung des Iran-Krieges

Der Krieg mit dem Iran, der im Februar 2026 begann, stößt bei der Mehrheit der Amerikaner auf Ablehnung. Verschiedene Umfragen zeigen übereinstimmend, dass nur etwa 30 bis 38 Prozent der Bürger die Militäraktion unterstützen, während 59 bis 66 Prozent sie ablehnen. Die Handhabung des Konflikts durch Präsident Trump wird von rund 60 Prozent der Befragten missbilligt. Selbst unter Republikanern gibt es zunehmend kritische Stimmen, wenngleich die Kernwählerschaft weitgehend loyal bleibt.

Unabhängige Wähler, eine entscheidende Gruppe bei Kongresswahlen, zeigen besonders hohe Ablehnungswerte. Viele machen die Regierung für steigende Energiepreise und wirtschaftliche Belastungen verantwortlich. Der Konflikt hat die ohnehin bestehenden Sorgen um die Inflationsentwicklung weiter verschärft.

Prognose: Schwere Verluste für die Republikaner

The Economist warnt in seiner Analyse vor deutlichen Konsequenzen bei den Zwischenwahlen im November 2026. Sollten sich die Umfragewerte nicht verbessern, drohen den Republikanern hohe Verluste. Das Prognosemodell des Magazins sieht für die Demokraten eine Chance von neun zu zehn, das Repräsentantenhaus zurückzuerobern. Der Senat gilt als ausgeglichener, bleibt aber ein hart umkämpftes Feld.

Trotz erfolgreicher Vorwahlen, bei denen Trump loyale Kandidaten durchsetzt, könnte die breite Unzufriedenheit in der Bevölkerung die Republikaner in den eigentlichen Wahlen teuer zu stehen kommen. Besonders in umkämpften Bezirken und Bundesstaaten mit vielen Unabhängigen wird der Iran-Krieg und die Wirtschaftslage zum zentralen Thema.

Harte Monate für Trump und die Republikaner

Die aktuelle Lage stellt die Trump-Administration vor große Herausforderungen. Während die Republikaner in den eigenen Reihen noch starken Rückhalt genießen, verlieren sie bei der Gesamtbevölkerung deutlich an Boden. Ob eine mögliche Deeskalation im Nahen Osten oder positive Wirtschaftsnachrichten die Stimmung drehen können, bleibt abzuwarten. Bislang deutet alles darauf hin, dass der Iran-Krieg und die damit verbundenen Kosten die Republikaner bei den Midterms teuer zu stehen kommen könnten.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Kommentare

Aber inmitten der hier beschriebenen Krise betreibt Trump auch noch einen protzigen Ballsaalbau am Weissen Haus und plant einen angeblich 58m hohen Triumphbogen in Washington ...

Und statt seine Friedensbemühungen im Ukrainekrieg fortzusetzen, läßt er sich von Netanjahu & Co. in einen Krieg gegen den Iran hineinziehen ...

Enttäuschung auf ganzer Linie - nicht nur für die USA sondern auch für Europa, wo viele gehofft hatten, daß Trump uns vom Joch der US-Globalisten und Ukraine-Kriegstreiber befreit.

 

Jetzt dachte man Biden ist hirnvernagelt, jetzt kommt mit Trump noch der schlimmere Chaot, der auf Befehl von Netanjahu die Welt ins Verderben bombardiert.

Ekkehardt Fritz Beyer

01.06.2026 | 12:15

„Republikaner drohen wegen des Krieges bei Kongresswahlen hohe Verluste“ ...

Auch, weil etwa immer mehr US-Amis befürchten, dass ihnen nun bevorsteht, was in der von der sogenannten Lokomotive(?) gezogenen EU scheinbar längst gang und gebe ist??? https://uncutnews.ch/eu-zensur-ausser-kontrolle-eigener-dsa-bericht-enthuellt-tausendfache-fehl-loeschungen/

Weil endlich erkannt wurde, was „RAND“ längst voraussagte – und jetzt passiert? „Die Ukraine als Druckpunkt“! ...  https://uncutnews.ch/rand-sagte-es-voraus-und-jetzt-passiert-es-wird-russland-genau-in-die-falle-getrieben-die-washington-seit-jahren-diskutiert/

Ja mei: „Der gute Westen gegen das böse Russland?“??????https://www.blog-der-republik.de/der-gute-westen-gegen-das-boese-russland-manche-wollen-rolf-muetzenich-falsch-verstehen/

Else Schrammen

01.06.2026 | 13:49

Auch ich bin nicht gerade begeistert von diesem Krieg. aber Gnade uns Gott, sollte der Iran jemals die Atombombe haben! Im Umkreis von 4.000 km läge alles in Schutt und Asche, was den Mullahs nicht gefällt. Und dass diese nicht bereit sind, die Pläne aufzugeben, siehr man schon an der Weigerung, das bis jetzt schon angreicherte Uran anzugeben!

Werner Hill

01.06.2026 | 15:21

In reply to by Else Schrammen

Selbst wenn der Iran eine(?) Atombombe hätte, würde er es nicht wagen, sie zu benutzen. Denn unmittelbar danach läge auch der Iran in Schutt und Asche.

Was seit Nagasaki auf der Welt einen Atomkrieg verhindert hat, nämlich der Selbsterhaltungstrieb der Völker, wird auch den Iran abschrecken.

Insofern sehe ich kein großes Risiko darin, dem Iran sein liebstes Spielzeug zu lassen. Dies zumal auch dessen Erzfeind Israel nicht zögern würde, mit (mehr als einer!) Atombombe zu antworten.

Ein Volk, das von einem bösartigen Krieg gegen andere Länder, der also NICHT der Landesverteidigung dient, begeistert wäre, wäre ja genauso dumm bzw. bösartig kriegsbesessen wie sein Präsident bzw. seine Regierung. Und DAS scheint doch völlig ausgeschlossen zu sein. Denn bei Kriegen muss ja stets nur das Volk den Kopf hinhalten, alle schlimmen Folgen tragen und NIE die Regierung, die Kriege anzettelt. Ganz gleich, um welchen Krieg es sich handelt. Und DAS scheint nun sogar das amerikanische Volk begriffen zu haben - zumindest zu einem großen Teil.

Haben Amerikaner etwa auch Deutsche Kriegsgeschichte in jedem Unterrichtsjahr gehabt ? Mit dem Ergebnis :Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin !

Die Wirkung von Hollywood scheint schon nachgelassen zu haben . Wenn man im Klimawahn  immer mehr Wood abholzt ,is man eben nicht mehr so happyholly. Zudem sind ja eher die Ausserirdischen dran ! Unsere Elite ist auf dem besten Weg ,als solche zu erscheinen .

Wenn der Iran die Atombombe hat ist es auch nicht schlimmer wie wenn die Amis oder Israel eine haben. Bis jetzt sind die US-Amerikaner die einzigen die gegen eine andere Nation die Atombombe eingesetzt haben. Gegen Japan. In Ramstein haben die Amis Atombomben stationiert und das mit alleinigem Code zur Zündung. Ich weiß nicht was gefährlicher ist.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.