Die Bundesregierung und die EU schützen die Bürger nicht ausreichend vor Datenklau

Big-Tech-Oligarchen missbrauchen private Daten von Milliarden Menschen für KI

Der Vorwurf: Googles KI durchsucht E-Mails und Anhänge, Kontoauszüge, Steuerunterlagen, Arztbriefe, einfach alles. Diese Funktion ist standardmäßig aktiviert. Die Bürger laufen dagegen Sturm: In Kalifornien gibt es eine Sammelklage dagegen.

Internet-Daten-Ausspähung Symbolbild


Eine Sammelklage in Kalifornien wirft Google vor, seine KI Gemini in Gmail, Chat und Meet stillschweigend standardmäßig aktiviert zu haben. Betroffen seien private Nachrichten und Anhänge, darunter potenziell Bankunterlagen, Steuerdokumente und medizinische Schreiben. Das Verfahren läuft noch, nachdem ein Richter die Klage zunächst abgewiesen hat.

Der Vorwurf im Detail

Im November 2025 reichten Nutzer die Klage Thele gegen Google LLC beim Bundesgericht im Northern District of California ein. Laut der Klageschrift habe Google am oder um den 10. Oktober 2025 die sogenannten Smart Features von Gemini von einer Opt-in-Funktion auf standardmäßig aktiviert umgestellt. Zuvor mussten Nutzer die KI bewusst einschalten. Danach sei sie bei allen Konten aktiv gewesen, und Nutzer hätten die Einstellung selbst finden und abschalten müssen.

Die Kläger behaupten, Gemini greife dadurch auf den gesamten Kommunikationsverlauf zu. Das umfasse E-Mails und Anhänge. In diesen könnten sensible Daten stecken, etwa finanzielle Angaben, medizinische Informationen, berufliche Unterlagen oder persönliche Details. Google nutze die Daten, um die KI für personalisierte Funktionen einzusetzen. Eine ausdrückliche und informierte Zustimmung sei nicht eingeholt worden. Die Einstellung sei zudem irreführend formuliert, als müsse man sie erst aktivieren.

Reaktion von Google

Google weist die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen erklärt, Smart Features gebe es seit Jahren. Es habe keine geheime Umstellung der Einstellungen gegeben. Gmail-Inhalte würden nicht zum Training des Gemini-Modells verwendet. Die Funktionen dienten der Personalisierung innerhalb der Dienste, etwa für intelligente Antworten oder Zusammenfassungen. Nutzer könnten die Einstellungen jederzeit ändern.

Stand des Verfahrens

Im Juli 2026 wies Bundesrichterin Noel Wise die Klage ab. Die Kläger hätten nicht ausreichend dargelegt, dass ihre eigenen Nachrichten konkret ausgewertet worden seien oder dass ihnen ein greifbarer Schaden entstanden sei. Ohne solche konkreten Angaben fehle die Klagebefugnis. Die Richterin gewährte jedoch die Möglichkeit, die Klage zu überarbeiten und erneut einzureichen. Die Frist wurde verlängert, das Verfahren ist damit nicht beendet.

Was Nutzer wissen sollten

Unabhängig vom Ausgang der Klage können Nutzer die Smart Features in den Google-Kontoeinstellungen unter Datenschutz und Smart Features deaktivieren. Die Einstellung findet sich an mehreren Stellen, unter anderem für Workspace und andere Google-Dienste. Experten raten, die Optionen regelmäßig zu prüfen, da sich Bezeichnungen und Platzierungen ändern können.

Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zum Umgang großer Technologiekonzerne mit privaten Daten im KI-Zeitalter auf. Während Google die Funktionen als hilfreich und transparent darstellt, sehen Kritiker darin einen weiteren Schritt zu einer automatischen Auswertung sensibler Inhalte ohne ausreichende Kontrolle durch die Nutzer. Ob die überarbeitete Klage Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

03.08.2026 | 12:07

... „Der Vorwurf: Googles KI durchsucht E-Mails und Anhänge, Kontoauszüge, Steuerunterlagen, Arztbriefe, einfach alles. Diese Funktion ist standardmäßig aktiviert. Die Bürger laufen dagegen Sturm: In Kalifornien gibt es eine Sammelklage dagegen.“ ...

Verkauft die Bundesregierung die Vorratsdatenspeicherung nun etwa deshalb als „milde Variantehttps://www.focus.de/politik/deutschland/totale-ueberwachung-durch-die-hintertuer-wie-10-000-behoerden-zugriff-auf-ihre-daten-kriegen_478b1303-e331-40fe-a370-8b740394630a.html, um ihren(?) Deutschen zu zeigen, dass sie doch nur zu deren Wohle diktiert – jedoch auch ganz anders könnte???

Else Schrammen

03.08.2026 | 14:47

Wenn auch die Kinder in Deutschland immer weniger in den Schulen lernen, Hauptsache die "KI" wird gefüttert und LERNT!

facherfahrener

03.08.2026 | 18:43

da werden Kernkraftwerke runtergefahren oder gar abgeschaltet da nicht genügend Kühlwasser vorhanden - werden auch KI - Rechner abgeschaltet???  verbrauchen auch Kühlwasser. Ich hab mal

vor Jahren erlebt, da hat Bayer ein Pumpwerk in betrieb genommen - Grundwasser um 1m gefallen.

Vor Jahren ging man für ein Baum tausendfach auf die Straße - Heute sehe ich nur CSD.

Der Deutsche verblödet total!

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