Viele der Beteiligten stammen aus der Region Sachsen. Am Heiligen Abend, in der Nähe des Ploegsteert-Waldes bei St. Yvon südlich von Mesen, steht eine sächsische Einheit aus Plauen britischen Truppen gegenüber. Die Männer unter Leutnant Kurt Zehmisch, einem ehemaligen Lehrer, haben bereits harte Monate hinter sich: Kämpfe an Maas und Aisne im Sommer, die gescheiterte Offensive an der Marne im September, die einen raschen Sieg über Frankreich verhindern sollte.
Der anfängliche Bewegungskrieg wandelt sich in einen zermürbenden Stellungskrieg. In engen Gräben, oft nur wenige Dutzend Meter voneinander entfernt, suchen die Soldaten Schutz vor dem tödlichen Feuer von Maschinengewehren und Artillerie.
Erschöpfung und unerwartete Stille
Ende des Jahres sind die Truppen auf beiden Seiten ausgelaugt und desillusioniert. Ihre Führungen hatten einen schnellen Sieg und eine Heimkehr zu Weihnachten versprochen, doch stattdessen frieren sie in nassen, schlammigen Löchern, während Hunderttausende Kameraden gefallen sind. Selbst in den Tagen vor dem Fest toben Gefechte, aber am 24. Dezember kehrt an vielen Abschnitten der Front eine unerwartete Ruhe ein.
In ihrer Position haben die sächsischen Soldaten einen improvisierten Gabentisch mit Kuchen und Süßigkeiten vorbereitet. Pakete aus der Heimat bringen kleine Weihnachtsbäume und Geschenke. Nach einem Gottesdienst ordnet Zehmisch an, dass an diesem Abend und den Feiertagen kein Schuss abgegeben werden soll, solange es vermeidbar ist.
Erste Kontakte über die feindlichen Linien hinweg
Auch bei den Briten bleibt es still. Zehmisch, der fließend Englisch spricht, und ein Untergebener rufen den Gegnern zu, was zu einem lockeren Gespräch führt. Bald treffen sich kleine Gruppen im Niemandsland: Zigaretten werden getauscht, Weihnachtsgrüße gerufen. Die Deutschen stellen Kerzen und Bäumchen auf ihre Grabenränder. Die Nacht verbringen viele wach, tief berührt von der friedlichen Atmosphäre.
Ähnliche Szenen ereignen sich entlang der gesamten Front von der Nordsee bis zur Schweizer Grenze. Oft beginnen diese "Verbrüderungen" – später von den Kommandos verurteilt – mit lokalen Waffenstillständen, um Gefallene zu bergen. Danach entstehen Gespräche, sogar gemeinsame Andachten.
Gesang und gemeinsame Rituale
An manchen Stellen entfalten sich Gesangswettbewerbe, bei denen Weihnachtslieder und Nationalhymnen über die Gräben hinweg ertönen oder gemeinsam gesungen werden. Zum ersten Mal seit Langem spüren die Männer ein Hauch von Freude. Ein bayerischer Soldat beschreibt später ein Treffen um einen Weihnachtsbaum: Die erbitterten Feinde stehen vereint und singen Lieder – ein Bild, das er nie vergessen wird.
Am 25. Dezember gehen die Begegnungen weiter und werden intensiver. Auf einem eisigen Feld bei Wez Macquart nahe Lille richtet ein britischer Soldat einen Stuhl ein und bietet Haarschnitte gegen Zigaretten an – für beide Seiten. Anderswo musizieren und singen sie zusammen, tauschen Geschenke, zum Beispiel Bier gegen Pudding.
Fußballduelle statt Kämpfe
Sogar Fußballspiele finden im Niemandsland statt. Zehmisch notiert, wie Briten einen Ball holen und ein lebhaftes Match beginnt. In der Nähe von Frelinghien überzeugt ein sächsischer Offizier die Engländer mit dem Argument: "Wir sind Sachsen, ihr Angelsachsen – warum uns erschießen?" Hier fordern Briten ein Spiel, und Leipziger – aus der Geburtsstadt des deutschen Fußballs – stimmen zu. Berichten zufolge endet es 3:2 für die Deutschen. D
Diese Geschichte unterstreicht, dass Kriege im Kern ein zugespitzter Konflikt globaler Mächte darstellen, die im schützenden Hintergrund agieren, während auf dem realen Schlachtfeld junge Männer aus einfachen Verhältnissen, Familienväter in der Mitte ihres Lebens, Bauern und Angestellte – meist aus den unteren sozialen Schichten – aufeinandertreffen und den Befehl erhalten, sich gegenseitig wie Feinde zu behandeln.
Die Ereignisse im Kriegsjahr 1914 sind zum unauslöschlichen bleibenden Symbol des Weihnachtsfriedens geworden.


Kommentare
... „Die Männer unter…
... „Die Männer unter Leutnant Kurt Zehmisch, einem ehemaligen Lehrer, haben bereits harte Monate hinter sich: Kämpfe an Maas und Aisne im Sommer, die gescheiterte Offensive an der Marne im September, die einen raschen Sieg über Frankreich verhindern sollte.“ ...
Und heute? https://www.kettner-edelmetalle.de/news/macron-torpediert-merz-deutsch-franzosische-achse-zeigt-tiefe-risse-22-12-2025
Könnte das nicht aber auch wie folgt zu begründen sein? https://uncutnews.ch/pepe-escobar-europas-eliten-zahlen-fuer-das-privileg-konflikte-zu-verlieren/
Wobei unserer(?) Göttin(?) Flinten-Uschi & Co. scheinbar kräftig nachhelfen! https://uncutnews.ch/ziviler-tod-per-dekret-wie-die-eu-ohne-gerichtsurteil-existenzen-vernichtet/
Nun aber kommt dieses grausliche(?) D Trump, und droht mit Frieden!!! https://www.nachdenkseiten.de/?p=144001
Für mich enthält es noch…
Für mich enthält es noch eine viel tiefere Wahrheit die allen Beteiligten innewohnt.
Es ist nicht ihr Krieg!
Die wichtigste Aufgabe die also jeder einzelne zu lösen hätte wäre die Frage warum er ihn dann kämpft. Und er wird unweigerlich feststellen das er einer Lüge aufgesessen ist.
Dies lässt das Wort Lügenpresse in einem völlig neuem Licht erscheinen!
Ich denke die Menschen wissen wovon sie reden wenn sie es benutzen.
Ein Symbol dafür, dass die…
Ein Symbol dafür, dass die Mächtigen ihre ureigensten Interessen, auf dem Rücken der einfachen Leute, auf brutale Weise durchsetzen. Und das bis zum heutigen Tag
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