Aktueller Stand der militärischen Präsenz auf Grönland (Stand Januar 2026)
Die USA und Dänemark unterhalten beide eine militärische Präsenz auf Grönland, wobei die USA über ihre einzige permanente Basis verfügen und Dänemark als souveräner Staat die Gesamtverantwortung für die Verteidigung der Insel trägt. Die Zahlen beziehen sich auf permanent stationierte Soldaten und sind relativ klein, da Grönland extrem abgelegen und unwirtlich ist.
US-amerikanische Präsenz
Die USA betreiben die Pituffik Space Base (ehemals Thule Air Base) im Nordwesten Grönlands. Diese Basis dient hauptsächlich der Raketenfrühwarnung, Weltraumüberwachung und ballistischen Raketenabwehr. Aktuell sind dort etwa 150 bis 200 US-Soldaten dauerhaft stationiert. Frühere Angaben sprechen von rund 200 aktiven Dienstleistenden, die an der ballistischen Frühwarnmission beteiligt sind. In den letzten Jahren wurde die Präsenz stark reduziert (im Kalten Krieg waren es bis zu 6.000 oder mehr). Es handelt sich um eine reine US-Basis unter einem Verteidigungsabkommen mit Dänemark, ergänzt durch zivile Kontraktoren und gelegentliche dänische oder kanadische Mitarbeiter.
Dänische Präsenz
Dänemark ist für die Verteidigung und Souveränität Grönlands verantwortlich und betreibt keine große stehende Armee auf der Insel, sondern setzt auf spezialisierte Einheiten, Schiffe, Flugzeuge und Patrouillen. Die Joint Arctic Command (Gemeinsames Arktiskommando) mit Sitz in Nuuk koordiniert alle Aktivitäten. Permanente Soldaten vor Ort sind sehr begrenzt: Schätzungen sprechen von etwa 200 bis 350 dänischen Militärpersonen, verteilt auf verschiedene Standorte, einschließlich Unterstützungspersonal, Marineeinheiten und der berühmten Sirius-Schlittenpatrouille. Diese Eliteeinheit der dänischen Marine umfasst nur etwa 12 Soldaten (sechs Teams à zwei Mann mit Schlittenhunden), die riesige Gebiete im Nordosten patrouillieren. Dänemark hat in den letzten Jahren die Präsenz verstärkt (z. B. durch neue Schiffe, Drohnen und Investitionen von rund 2 Milliarden Euro), aber es bleibt eine schlanke, auf Überwachung und Souveränität ausgerichtete Struktur. Große Übungen wie „Arctic Light 2025“ bringen temporär Hunderte Soldaten (inklusive NATO-Partner), sind jedoch nicht permanent.
Vergleich: Wer hat mehr Soldaten?
Die USA haben mit etwa 150–200 permanent stationierten Soldaten eine vergleichbare Präsenz mit den schätzungsweise 200–350 dänischen Kräften (inklusive der sehr kleinen, aber flächendeckenden Patrouillen).
Beide Zahlen sind jedoch extrem niedrig im Vergleich zu anderen Militärbasen weltweit – Grönland ist kein Massenstandort.
Dänemark kompensiert durch seine Souveränität, Marinepräsenz im umliegenden Seegebiet und enge Kooperation mit NATO-Partnern.
Die USA profitieren von der strategischen Lage der Pituffik-Basis für globale Sicherheitssysteme.
Die aktuelle Debatte um eine mögliche US-Übernahme Grönlands (Stand Januar 2026) dreht sich auch um diese Präsenz: Dänemark hat den USA sogar eine Erweiterung angeboten, was jedoch abgelehnt wurde. Beide Länder sind NATO-Verbündete, daher bleibt die Situation (noch) kooperativ, trotz politischer Spannungen.


Kommentare
... „Die aktuelle Debatte um…
... „Die aktuelle Debatte um eine mögliche US-Übernahme Grönlands (Stand Januar 2026) dreht sich auch um diese Präsenz: Dänemark hat den USA sogar eine Erweiterung angeboten, was jedoch abgelehnt wurde. Beide Länder sind NATO-Verbündete, daher bleibt die Situation (noch) kooperativ, trotz politischer Spannungen“!!!
Weil die Nato in Donalds Augen etwa ohnehin ein unzuverlässig-unbeständiger Haufen ist https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/was-passiert-wenn-trump-wirklich-groenland-annektiert-die-rechtliche-lage und die Amis – wie Russland um die Ukraine und China um Taiwan - kämpfen, da sie durch die Nato ebenfalls ihre nationalen Sicherheitsinteressen bedroht sehen???
WO HÄLT SICH DIE NATO AN…
WO HÄLT SICH DIE NATO AN IHRE EIGENEN STATUTEN ???
Die Präambel des NATO-Vertrags
https://overton-magazin.de/kommentar/politik-kommentar/ist-die-amerikanische-aussenpolitik-noch-vereinbar-mit-den-prinzipien-der-westlichen-wertegemeinschaft/#comment-336423
In der Präambel des NATO Vertrags vom 04. April 1949 heißt es wörtlich:
„Die Parteien dieses Vertrags bekräftigen erneut ihren Glauben an die Ziele und Grundsätze der Satzung der Vereinten Nationen und ihren Wunsch, mit allen Völkern und Regierungen in Frieden zu leben.
Sie sind entschlossen, die Freiheit, das gemeinsame Erbe und die Zivilisation ihrer Völker, die auf den Grundsätzen der Demokratie, der Freiheit der Person und der Herrschaft des Rechts beruhen, zu gewährleisten.
Sie sind bestrebt, die innere Festigkeit und das Wohlergehen im nordatlantischen Gebiet zu fördern. Sie sind entschlossen, ihre Bemühungen für die gemeinsame Verteidigung und für die Erhaltung des Friedens und der Sicherheit zu vereinigen.
Nach dem Angriff auf…
Nach dem Angriff auf Venezuela droht Trump nun Kolumbien, Kuba und Mexiko und plant ganz offen, Grönland zu übernehmen. Schließen Sie sich dem Appell an Regierungen weltweit an, Trump die Stirn zu bieten – ehe es zu spät ist!
JETZT UNTERZEICHNEN
https://secure.avaaz.org/campaign/de/stand_up_to_trump_loc/?bUpgJbb&v=171561&cl=22482839379&_checksum=da813a18b3d5ab1987f30496b8150a927ec924a356acebfbdd855e9e32df5597&utm_source=email&utm_medium=blast_email&utm_campaign=171561
Das kann noch .....
"USA und Dänemark gleichermaßen in Grönland militärisch präsent"
Das kann noch einen gefährlichen Schlagabtausch geben, wenn es Trump und seine aggressive Gefolgschaft auf die Spitze treiben und sich Russland und China einschalten. Dann ist der 3. Weltkrieg fertig - insbesondere für Europa. Und den haben wir dann wiedermal dem kriegswütigen Westen, den USA mit Trump zu verdanken. Aber ich denke, diesmal kämen die USA nicht ungeschoren davon. Und das wird denen hoffentlich bewusst sein, sodass die Amis die Situation nicht total eskalieren lassen, andere Länder nicht weiter attackieren und sich gefälligst auf ihren nordamerikanischen Kontinent und hinter ihre Staatsgrenzen zurückziehen und ihr Kriegsbeil mal begraben!!
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